Jackpot-Zeit bei Microgaming. In dem Netzwerk wurde vor kurzer Zeit die Jackpot-Regelung überarbeitet. Den Spielern steht es nun frei, sich für die Teilnahme am BadBeat-Jackpot einzukaufen.

Inzwischen wurden die ersten Jackpots ausgezahlt und die Schattenseite der Option ist ausreichend beleuchtet: Auf einem NL50 Tisch wurde ein Straight-Flush (9-Hoch) von einem besseren Straight-Flush geschlagen. Für diesen Bad-Beat gab es €370,788 Prämie. Der Sieger hatte allerdings die €0,02 für die BBJ-Teilnahme nicht gezahlt und damit seine 184,945 Euro Jackpot-Prämie in den Sand gesetzt.

Beim Poker hat eben jede Entscheidung auch Konsequenzen. Und auch eigentliche +EV-Entscheidungen gehen oft nach hinten los 🙁

Greg Raymer hat seine Tätigkeit für die Poker Players Alliance aufgegeben. Raymer war bisher für die PPA sehr aktiv und traf sich mit diversen Meinungsbildnern. Nach seiner Verhaftung wegen illegaler Prostitution ist sein Image aber angekratzt. Es ist deshalb unwahrscheinlich, das er im moralisch etwas verlogenen Amerika noch positiven Einfluss auf eine Legalisierung des Online-Poker nehmen könnte. Sein Rücktritt ist also ein trauriger aber logischer Schritt. Schon kurios … in fast allen Bundesstaaten ist die Prostitution illegal. Trotzdem ist das älteste Gewerbe der Welt dort stark verbreitet und Filme wie „Pretty Woman“ sorgen für Top-Quoten.

Poker-Traffic weiter auf Talfahrt. Lt. Pokerscout.com sinken die Spielerzahlen im Online-Poker weiter. In den letzten Wochen gingen den Unternehmen ca. 4% der Kunden verloren. Im Ranking kämpfen die Anbieter auf den Plätzen 2-4 um Position. Während Full-Tilt von Platz 2 auf 4 abrutschte freut sich PartyPoker über Platz 2 und iPoker steht auf Platz 3. Die durchschnittlichen Nutzerzahlen dieser Konkurrenten liegen allerdings dicht beieinander und das Bild kann sich schnell wieder ändern.

PartyPoker hätte man eigentlich einen tiefen Fall vorhergesagt. Die Verantwortlichen hatten durch die Trennung der Casuals von den Grindern erst vor kurzer Zeit einen Shitstorm verursacht. Full-Tilt wiederum, hatte mit neuen Pokervarianten an die Neugierde der Spieler appelliert und hätte damit eigentlich einen positiven Trend verbuchen sollen.

Das aktuelle Ranking scheint noch mit der vollzogenen Fusion von Party und bwin zusammenzuhängen. iPoker hat in den letzten Wochen mehrere Skins ins Netzwerk geholt und mit Betfair ein weiteres Pferd im Rennen.

Mal abwarten, vermutlich wird sich das Kundenverhalten in den nächsten Wochen einpendeln.

Daniel Negreanu hat sich für die WSOP 2013 „verplant“. Kid Poker hat auf seiner Webseite seine Pläne für die anstehende WSOP veröffentlicht. Er wird sich auf insgesamt 19 Events konzentrieren und dabei 276,111 Dollar in Buy-Ins investieren. In seinem Turnierplan sind keine „Bingo-Events“ vorgesehen – sein günstigstes Turnier kostet $2,500. Durch diese Begrenzung auf die ausgewählten Events möchte er das typische Ausbrennen während der Series verhindern. Die Startzeit der Turniere war deshalb ebenfalls ein Auswahlkriterium. Er spielt seine Turniere zum hauptsächlich ab 17 Uhr. Somit bleib am Vormittag noch Zeit für eine Runde Golf – die Balance zwischen Poker/Sport soll die Konzentrationsfähigkeit oben halten. Die letzten WSOP-Erfolge von Negreanu liegen bereits Jahre zurück … vielleicht funktioniert es mit diesem Plan wieder besser.