Zum Wochenende noch ein paar Schlagzeilen in Kürze…

Annie Duke gibt Seminare. Die Schwester von Howard Lederer ist für den Großteil der Pokerspieler ein rotes Tuch. Die langjährige Zusammenarbeit mit dem Skandalanbieter Ultimate Bet, überhebliches Auftreten in den Medien. Eine „reißerische“ Website (beste Spielerin der Welt) und der katastrophale Fail in Sachen „Epic Poker League“ sorgen für ein (berechtigt) schlechtes Image.

Das hält Frau Duke allerdings nicht davon ab, Firmen und zahlungswilligen Einzelpersonen Seminare zu verkaufen. In diesen Seminaren liegt der Schwerpunkt auf dem Thema „Entscheidungsfindung“. Sie überträgt hier die Entscheidungen am Pokertisch auf die Geschäftswelt und ist davon überzeugt, dass Ihre Entscheidungen zwar nicht immer zum gewünschten Ergebnis führten, insgesamt aber zum jeweiligen Zeitpunkt durchaus korrekt waren. Vielleicht sollte die Frau mal Seminare besuchen, statt zu halten. Ein Thema könnte „gestörte Wahrnehmung“ sein.

EPT Finale in Monaco. Traditionell findet das große Saisonfinale an diesem elitären Ort statt. In diesem Jahr hat sich der Veranstalter mit den Beteiligten vor Ort auf vertretbare Rake-Strukturen für das Cash-Game geeinigt (max 3%). Während der Events (u.a. Main-Event für €10,600, Highroller-Event €25,000 und Super-High-Roller für €100,000) werden für die Spieler deshalb ausreichend Cash-Tische zur Verfügung stehen. Insgesamt dürften sich die Pro's in Sachen Poker-Action so wohl wie noch nie fühlen. Inzwischen geht sogar das Gerücht über ein „Million-Dollar-Cash-Game“. Ab 6. Mai werden die Pokertische im Monte Carlo Bay Hotel & Resort gestürmt.

Der erste (legale) Online-Anbieter in den USA ist am Start. Der Client von Ultimate Poker steht seit einigen Tagen zum Download bereit und überraschte damit, denn eigentlich war der Start erst für Mitte des Jahres angekündigt. Werbeträger für die Plattform ist Antonio Esfandiari der durch seine Popularität sicherlich manchen Kunden anlocken kann. Das Angebot ist zwar insgesamt erfreulich, hat aber noch einige Tücken. Natürlich beschränkt sich die Seite auf Spieler, die sich in Nevada aufhalten (nur für dort gilt die Lizenz). Bei der Registrierung müssen sich die Kunden mit der Sozialversicherungsnummer authentifizieren. Zusätzlich sind die Einzahlungsmöglichkeiten etwas eingeschränkt (Wire-Transfer, E-Check oder Bareinzahlung über die Kasse zugehöriger Live-Casinos).

Während es Ultimate Poker langsam angehen lässt, muss PokerStars in Sachen Rückkehr auf den US-Markt einen Rückschlag einstecken. Der Marktführer hat bekanntlich ein Angebot zum Kauf des Atlantic Club Casinos abgegeben. Der Kasinobetrieb sollte ein Schritt zur Rückkehr auf den amerikanischen Online-Markt sein. Die Regulierungsbehörde von New Jersey konnte sich allerdings nicht zur Genehmigung des Kaufs durchringen. Die endgültige Entscheidung zur Lizenz wird wohl bis zum August andauern. Die Mitglieder des Gremiums tragen dem Anbieter weiterhin die Verstöße nach dem Black Friday nach. Außerdem sind natürlich die aktuellen Kasinobetreiber als Platzhirsche nicht untätig und betreiben Lobbyarbeit gegen den Onlineanbieter.

Full Tilt Poker startet ein Affiliate Programm. Zur Neueröffnung hatte Full Tilt sämtliche Deals verweigert und die alten Affiliates-Verträge nicht aufleben lassen. Nun haben sich die Verantwortlichen auf ein neues Programm geeinigt. Die Werbepartner erhalten für die ersten 3 Monate sensationelle 50% der vom getrackten Spieler generierten Einnahmen. Ab dem vierten Monat werden dann übliche Margen gewährt. Je nach Neukunden und Umsatz liegen die Prämien dann zwischen 10% und 35%. Die Werbewelle für Full Tilt wird also nicht lange auf sich warten lassen 🙂