Pius Heinz startete nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft als Botschafter für den Pokersport leider genauso wenig durch wie bereits seine Vorgänger. Schade, der sympathische Spieler hatte mit seinem Auftritt bei Stefan Raab einen guten Start und die Hoffnungen der Pokerfans auf positive Berichterstattung in den Massenmedien wuchs, um dann enttäuscht zu werden. PokerStars hatte sich offenbar ebenfalls mehr versprochen und ließ den den Sponsorenvertrag mit dem Deutschen auslaufen. Nun bringt sich Pius Heinz nochmals in Erinnerung … und zwar als Werbeträger für Deichmann. Das Schuhhaus hat zwei Werbespots hergestellt. In diesen geht es etwas zu stylish um Pokermatches und am Ende wird über ein Gewinnspiel ein Match gegen Heinz in Aussicht gestellt. Schuhe, Poker u. ein Match gegen den Ex-Weltmeister? Es wird bestimmt einen sinnvollen Zusammenhang geben. Ich muss nur länger darüber nachdenken. Warum hat bloss kein Ketchup-Hersteller einen Vertrag in Aussicht gestellt? 🙂

Daniel -Jungleman- Cates provoziert Durrrr.

Cates der zur Zeit ganz erfolgreich in der Premiere League agiert, versucht seine vor Urzeiten mit Tom Dwan begonnene Challenge wieder aufleben zu lassen. Die zwei Spieler hatten sich auf ein episches Heads-Up geeinigt (100k Hände mit $200/$400 Blinds). Dwan garantierte Cates im Falle eines Sieges eine Zusatzprämie von $1,5 Millionen. Die Challenge zog sich wie Kaugummi und endete, nachdem 40% der Hände gespielt waren. Cates lag zu diesem Zeitpunkt ca. 1,2 Millionen vorne und Dwan stünde bei Fortsetzung ein schweres Comeback bzw. ein harter Zahltag bevor.

Cates feuert nun sporadisch Provokationen in Richtung Dwan. Er unterstellt, dass Durrrr Angst vor einer Niederlage hätte und sich deshalb drücken würde. Dwan wiederum forderte vorerst 100,000 Dollar Schulden von Cates zurück. Auch wenn dies lediglich eine Retourkutsche auf die kessen Sprüche vom Jungleman sein sollte, befeuert das Schulden eintreiben wiederum das Gerücht das Dwan Geldprobleme haben soll.

Mal sehen ob die verbleibenden 30,000 Hände noch abgewickelt werden. Vermutlich werden sich die Spieler eher auf einen Deal einigen …

Mit dem Black Friday geriet bekanntlich auch Neteller ins Trudeln. Der Marktführer in Sachen Zahlungsverkehr für Online-Casinos musste den amerikanischen Markt verlassen und es wurde still um den Platzhirsch. Die Einnahmeseite wird sich nach dem „Crash“ haarsträubend entwickelt haben, deshalb darf es nicht wirklich wundern, dass der Anbieter auf eine Rückkehr in den US-Markt hofft. Sobald der Markt reguliert ist und die ersten Anbieter wieder die Tore öffnen, wird Neteller seine Dienste wieder anbieten. So der Plan lt. Geschäftsführer Joe Leonoff.

Jerry Yang äußerte sich im „Fifth Street Radio“ zur Zwangsversteigerung seines WSOP-Main-Event-Bracelets. Im Interview bestätigt Yang die finanziellen Probleme. Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft hat er einen großen Teil seines Gewinns an seine Kirche und andere Einrichtungen (u.a. Ronald McDonald House, Feed the Children) gespendet. Leider veranlasste er die Spenden vor Steuerzahlung. Im Anschluss unterstützte er Familie, Freunde, investierte in ein Restaurant und legte das verbleibende Vermögen (unglücklich) bei der „Bank of America“ an. Als dann Steuerbescheide ins Haus flatterten, war sein Konto wegen einer Finanzkrise der Bank nicht mehr zugänglich. Er zahlte mit seinem noch vorhandenen Barvermögen ca. $150k einen Teil der Schulden an die Finanzbehörden. Insgesamt hat er die aktuelle Lage durch falsche Entscheidungen selber verursacht und will dafür geradestehen. Da sein Restaurant solide Einnahmen generiert, hofft Yang wieder auf die Beine zu kommen. Für die Zukunft will er aus den gemachten Fehlern gelernt haben und wird gerade bei finanziellen Entscheidungen vorsichtiger agieren.

Tja, da landet man den Jackpot und danach trotzdem in der Scheixxe. Viele Lottomillionäre können ein Lied davon singen.