Phil Hellmuth gewinnt die Pittsburgh Open. Der letzte Turniererfolg für den 13-fachen Braceletgewinner liegt schon einige Zeit zurück (London 2013). Deshalb dürfte sich Hellmuth nun über den Erfolg in Pittsburgh freuen. Auch wenn die Siegprämie von 54,000 Dollar bestimmt nicht zu seinen besten Börsen gehört, musste er sich immerhin gegen 253 Gegner behaupten.

 

Die Mär vom verlorenen Finger. Vor einigen Tagen geisterte eine kleine Horrorstory durch die Medienlandschaft. Ein ehemaliger Baseballprofi (Joe Canseco) twitterte über ein unappetitliches Malheur während eines Pokerturniers. Demnach hatte er sich beim Reinigen seiner Waffe einen Finger abgeschossen. Die Ärzte hätten den Finger wieder angenäht, dieser hätte aber nicht genügend Halt gefunden und wäre beim Pokerspiel abgefallen. Die Story wurde mit einem Foto begleitet und sorgte für entsprechend Ekel und Furore. Inzwischen hat Canseco allerdings Entwarnung gegeben. Der Finger war eine Attrappe. Die Geschichte mit dem Unfall und der anschließenden OP stimmte allerdings. Die OP sei aber gut verlaufen und der Finger weiterhin an der richtigen Stelle und nicht auf dem grünen Filz.

 

Molly's Game als Film?! Aaron Sorkin scheint sich für das Pokerbuch zu interessieren und möchte die Geschichte über prominent besetzte Highstakes-Partien für die Leinwand aufbereiten. Sorkin, der schon mit dem Film „The Social Network“ sein Können unter Beweis stellte, könnte der Pokerwelt nach ewiger Durststrecke wieder einen sehenswerten Film bescheren. Ach, das wäre schön 🙂

 

Ultimate Poker gibt auch in Nevada auf. Im September warf der erste legale US-Poker-Anbieter bereits in New Jersey das Handtuch, nun schließen die Pforten auch in Nevada. Nach 19 Monaten ist das Resümee der Verantwortlichen ernüchternd. Die Werbemaßnahmen sind sehr kostspielig und der Weg zur Rentabilität könnte noch lang sein. Die umfangreichen Beschränkungen (man darf nur auf der Seite spielen, wenn man sich auch im Bundesland aufhält) und die Konkurrenz in Form von WSOP.com gab den Ausschlag für die Aufgabe. Wenn man den Auswertungen von Pokerscout.com Glauben schenkt, spielten nur 60 Spieler durchschnittlich an den Tischen. Das nähert sich ja Homegame-Dimensionen 🙂

 

Nadal gewinnt gegen Ronaldo. Das Pokerduell war von PokerStars schon Wochen vorab bekannt gegeben und die bei Stars unter Vertrag stehenden Sport-Ikonen gingen mit einigem Ehrgeiz in das Match. Es ging in London zwar um $50,000, die allerdings für den guten Zweck gespendet wurden. Beim Heads-Up ging es also um die Ehre und nach ca. 20 Minuten durfte sich erneut Nadal über den Sieg freuen. Der Tennisstar bugsierte das Preisgeld damit zur „Rafa Nadal Foundation“ und Ronaldo in die Küche. Als Wetteinsatz musste der Verlierer sich nämlich als Küchenhilfe verdingen.

 

Die leidige Steuer. Die Geldgewinne der Main-Event-Finalisten sind spektakulär hoch, die daraus resultierenden Steuern entsprechend ärgerlich. Während der Main-Event-Gewinner Martin Jacobson mehr als drei Jahre in London lebt und steuerrechtlich entsprechend profitiert (0% statt in Schweden üblicher 56%), wird der Norweger Felix Stephensen trotz Wohnsitz in London nach norwegischem Recht besteuert (er hätte ein halbes Jahr früher umziehen müssen). Für die knapp verfehlte „Steuerfrist“ werden nun 2,5 Millionen Dollar Steuern fällig. Der WSOP-Gewinn geht also zur Hälfte die norwegische Finanzbehörde. Das ist auch für frischgebackene Millionäre eine bittere Pille.

 

Neil Channing bei Sky Poker unter Vertrag. Während diverse Verträge aufgelöst werden, schwimmt Neil Channing mit Sky Poker gegen den Strom. Der Engländer wird als Aushängeschild fungieren und für den Anbieter auch Blogbeiträge schreiben. Der Routinier gehört zu den unterhaltsamen Vertretern seiner Zunft und ist sicher für einige lesenswerte „Bloggereien“ gut.

 

Taj Mahal vor dem Aus. Die Verhandlungen zwischen Investoren, Casinoleitung und Gewerkschaft blieben erfolglos. Das Casino wird geschlossen und ca. 3.000 Mitarbeiter verlieren den Job. Vor dem Taj Mahal haben bereits vier Casinos die Segel gestrichen und 8.000 Angestellte auf die Straße gesetzt. Wohin geht die Reise für Atlantic City?