Howard Lederer als PartyCrusher? Seit dem Full Tilt Desaster dürfte der „Professor“ zu den unbeliebtesten Personen der Pokerzunft gehören. Hausarrest hat sich der ehemalige Tilt-Mitbesitzer aber offenbar nicht auferlegt. Bei der „Hall of Fame – Zeremonie“ im Binions war Lederer am Gästetisch zu sehen und wurde fotografiert. Er erschien dezent mit Sonnenbrille und verdrückte sich nach der Feierlichkeit durch den Hinterausgang, wohl in Richtung Bobby’s Room. Hier spielt er regelmäßig Highstakes-Mixed-Partien. Dem Gauner scheint es also nicht schlecht zu gehen. Negreanu machte in seiner Dankesrede zwar Anspielungen, hielt sich aber in Sachen Seitenhiebe vornehm zurück.

 

PokerStars gegen Seating-Skripte. Beim Pokern suchen die Grinder nach kleinen Vorteilen und sind nicht böse, wenn auch große Edges dabei rumkommen. Mit „Seating-Skripten“ reservieren sich die Profis oftmals Plätze an den Tischen und warten, ob sich vermeintliche leichte Gegner hinsetzen. In den 45 Sekunden Wartezeit sind die Plätze für andere Spieler blockiert und es kommt vor, dass Tische nur mit Grindern in Lauerstellung belegt sind. Stars möchte nun diese Unsitte unterbinden und dabei möglichst wenig Störungen für die unbeteiligten Kunden verursachen. Lt. Sprecher wird darum die Anzahl an möglichen Sitzreservierungen limitiert. Als ersten Schritt versucht sich Der Anbieter mit maximial drei erlaubten Reservierungen innerhalb von 6 Stunden Spielzeit. Ausgeklammert bleiben natürlich die Seating-Vorgänge die aus einer Warteliste resultieren. Zuerst probiert sich PokerStars an den Cash-Tischen aus, den SnG-Skripten soll es später an den Kragen gehen.

 

iPoker mit neuer Rake-Berechnung? PokerTube berichtete, dass im iPoker-Netz in 2015 das Rake neu berechnet werden soll. Natürlich zielt auch hier die Änderung, gegen die Regulars während die Freizeitspieler verschont bleiben. Wurde bisher nach dem sogenannten Weighted-Contributed-Prinzip berechnet, ist nun ein „Source Based Rake“ geplant. Spieler, die mehr aus- als einzahlen, werden mehr zur Kasse gebeten. Grinding und auf Rakeback spielen wird sich in dem Netz also im folgenden Jahr weniger (kaum noch?) lohnen. Die Maßnahmen gegen Grinder und für Freizeitspieler reißen nicht ab.

 

WPT bestbet Jacksonville. $420k Siegprämie gab es zum Titel und der 21-jährige Ryan Van Sanford konnte sich das Geld sichern. Im Windschatten der November Nine wurde auch ein Finaltisch der WPT in Florida gespielt. Die nächsten Tourstopps sind in Südafrika und England angesetzt. Einige Titelehren für 2014 sind also noch zu vergeben.

 

Schielt Amaya in Richtung PartyPoker? Die 4,9 Milliarden Dollar für PokerStars scheinen die Kassen von Amaya noch nicht geräumt zu haben. Es kursieren seit einigen Tagen Gerüchte, dass Amaya den Marktanteil von aktuell 60% weiter erhöhen möchte und dafür bwin.party kaufen könnte. bwin.party äußerte sich über „geschäftliche Kombinationen“. Ob nur Amaya Interesse hat oder auch Playtech infrage kommt, ist offen. Für bwin.party ist schon die Meldung Geld wert … der Aktienkurs stieg deutlich (12%).

 

Fabian Quoss gewinnt das ACOP-Highroller. Der Deutsche setzte sich u.a. gegen Sam Tricket, Phil Ivey und Sorel Mizzi durch und kassierte für den Sieg $680,000 Prämie. Dafür musste er am letzten Turniertag in Macau aber auch einen Pokermarathon über 17 Stunden bewältigen. Im Heads-Up gab sich Yu Liang geschlagen. Der Chinese erhielt immerhin $453,419 für den zweiten Platz.