Festnahme von Phua auf wackeligen Beinen? Im Juli wurde der Highroller Pau Phua mit mehreren anderen Personen (u.a. seinem Sohn) vom FBI wg. Betreibens eines illegalen Wettbüros festgenommen. Nach Zahlung einer hohen Kaution (u.a. Ivey und Robl investierten sich), war Phua schnell wieder auf freiem Fuß. Natürlich sind nun die Anwälte gefragt und die Verteidiger stellen nun die Rechtmäßigkeit der Festnahme infrage. Da das FBI ohne richterliche Anordnung in den gemieteten Villen das Internet abstellte und als Techniker getarnte Agenten in die Räume schleuste, seien die Beweise durch einen Verstoß gegen die amerikanische Verfassung gesammelt worden. Das wäre nicht das erste Verfahren, das durch Verfahrensfehler endet.

 

Winamax mit anonymen Tischen. Bodog war Vorreiter in Sachen anonyme Spieler an den Tischen. Auch wenn das Konzept durchaus Kritiker hat, zogen inzwischen sowohl PartyPoker als auch iPoker und weitere Anbieter nach. Nun hat sich Winamax ebenfalls eingereiht. In der Lobby werden die Tische (nur im Cashgame – bei den Turnieren gibt es diese Option nicht) als „Incognito“ ausgewiesen. Wie üblich sind die Namen der Gegner verdeckt und damit sind keine HUDs/Statistiken einsetzbar. Die Freizeitspieler sind hierdurch etwas besser vor Regulars geschützt … dafür fehlen natürlich auch Handhistories und die damit verbundenen Kontrollmöglichkeiten in Sachen Onlinebetrug. Winamax ist also aufgerufen, an diesen Tischen ganz besonders auf Bots oder Collusion zu achten.

 

Mike Matusow operiert. „The Mouth“ wurde an der Wirbelsäule operiert und der Eingriff lief scheinbar nicht problemlos. Für kurze Zeit befürchtete man, dass der Braceletgewinner gelähmt bleiben könnte, inzwischen gaben die Ärzte aber Entwarnung und Matusow wird hoffentlich schon bald wieder gesund an die Pokertische spazieren. Zurzeit zählt er seine Schritte in der Reha und informiert via Twitter über seine Fortschritte.

 

PokerStars verzichtet auf die French Poker Series. Die Verantwortlichen haben die geplanten Pokerevents in Paris abgesagt. Die aktuelle Situation nach den Razzien und den Verhaftungen ist nicht geeignet um ein unbeschwertes und öffentlichkeitswirksames Turnier zu veranstalten, so der für die Series verantwortliche Cédric Billot. Die Spieler die bereits über die Online-Plattform ein Turnierticket erspielten erhalten selbstverständlich eine Entschädigung. Eine Abgrenzung vom anständigen Turnierpoker zu halbseidenen Casinogeschäften darf man zweifellos als gute Idee bezeichnen. Bleibt zu hoffen, dass die ehrlichen Spieler demnächst wieder ein verlässliches Spielangebot erhalten.

 

WPT National Wien. Für das Turnier kauften sich 375 Spieler ein und zahlten jeweils 1100 Euro für den Startstack. Glücklicher Sieger wurde der Österreicher Christopher Frank, der bereits als Chipleader an den Finaltisch kam und mit einem AAAKK Fullhouse gegen einen Flush das Heads-Up gewann. Solche Hände sind eigentlich Filmen wie Mavericks vorbehalten … aber manchmal kommt es eben auch im echten Leben vor. Zum WPT-Titel gab es einen Scheck in Höhe von 77,000 Euro.

 

Cannabis, Ivey und Alderson. Vor einer Woche hätte man noch Schwierigkeiten gehabt, die beiden Männer mit der Droge in Verbindung zu bringen. Heute ist dies allerdings ein Leichtes. Phil Ivey hat sich für Vegas als „Dealer“ beworben und die Stadt hat tatsächlich eine Lizenz vergeben. Insgesamt haben die Verantwortlichen 26 Lizenzen zum Cannabis-Verkauf vergeben. Damit ist es diesen Personen inklusive Ivey erlaubt, Marihuana zum medizinischen Gebrauch abzugeben. Die Verkaufsstellen dürften sehr lukrativ sein und Ivey wird seine Bankroll mit dem neuen Shop sicherlich ordentlich aufbessern können. In Nevada ist diese Regelung seit 2000 vorhanden und die Stadt scheint nun über die gekoppelten Steuereinnahmen am Geschäft mitverdienen zu wollen. Multimilliardär und Online-Poker-Gegner Sheldon Adelson hält von dieser Praxis nichts und setzt Teile seines Vermögens gerade dazu ein, eine solche Regelung in Florida zu verhindern. Dort läuft zurzeit ein Gesetzgebungsverfahren und Alderson hat der Kampagne „Drug Free Florida“ eine Million Dollar überwiesen, um das Gesetz zu verhindern.