Atlantic City trudelt. Die ehemalige Glücksspielmetropole hat die frühere Monopolstellung in Sachen Glücksspielangebot verloren und immense Einsatzeinbußen zu beklagen. In den letzten Monaten wurden 3 Kasinos geschlossen und nun schließt auch das bekannte Trum Taj Mahal die Pforten. Das hat Konsequenzen für das Online-Poker-Angebot. Da Ultimate Poker für die Lizenz in New Jersey als „Live-Dependance“ mit dem Taj Mahal kooperierte, fehlt nun der erforderliche „Real-Game-Partner“. Aufgrund der Entwicklung in New Jersey scheint der Anbieter auch keine Alternative zu suchen. Der US-Markt will einfach nicht in Schwung kommen 🙁

 

Apropos Ultimate Poker … Die Kundennachfrage entspricht nicht ganz den Vorstellungen und mit dem Wegfall der New-Jersey-Kunden werden die Zahlen nicht besser. Der Anbieter trennt sich konsequenterweise von einigen gesponsorten Spielern. Will Reynolds, Jeremy Ausmus, Phil Collins, Brent Hanks und Lauren Kling sind bereits gegangen (worden) und nun hat es mit Jason Somerville den nächsten Pro erwischt. Im „Team U Roster“ verbleibt nur noch das Trio Antonio Esfandiari, Danielle Andersen und Dan O'Brien. Somverville konnte bereits knapp 4 Millionen Dollar an Turnierpreisgeld einspielen. Durch den Wegfall des Sponsorengeldes wird der Pro also nicht am Hungertuch nagen.

 

Drei auf einen Streich. Pablo „gordiju“ Gordillo konnte an einem Tag drei große Online-Turniere. Er setzte sich im „Sunday Kickoff“ gegen 1,736 Gegner durch (Prämie $26,013,02). Für das „Bigger $55“ registrierten sich 5,636 Spieler und für diesen Sieg erhielt Gordillo $44,084,35. Der dritte Streich war das $11 Buy-In „Sunday Storm“. 35,594 (!!!) Teilnehmer und eine Prämie von $30,963. Mit einem solchen Lauf wurde in Sachen „Ausreizen der möglichen Varianz“ einen neuen Meilenstein gesetzt. Krass!

 

PokerStars mit ersten Casino-Games. Für den Client in Spanien wurde das Angebot inzwischen um Roulette und Blackjack erweitert. Die Erweiterung war bereits angekündigt, überrascht also nicht. Wann und ob der „EU-Client“ die Erweiterung erhält, ist noch offen.

 

Weiterer Traffic-Rückgang. Das dritte Quartal wurde in Sachen Online-Poker ausgewertet und Basis waren die Statistiken von Pokerscout.com. Wie befürchtet/erwartet geben die Zahlen keinen Anlass zu Freudentänzen. Im Vergleich zum ersten Quartal reduzierte sich die durchschnittlich aktive Spielerzahl um 12%. Bei PartyPoker (-28%) und Full Tilt (-16%) ist das zurückgegangene Interesse der Spieler am deutlichsten aufgetreten. Bodog und 888 blieben unverändert und iPoker konnte sogar 5% zulegen. Mit 54% Marktanteil bleibt PokerStars, trotz Trafficverlust von 9%, das Nonplusultra in Sachen Online-Poker. Auf dieser Plattform sind durchschnittlich 19,500 Spieler an den Echtgeldtischen aktiv. Überraschend ist ein deutlicher Rückgang der Spielerzahlen auf den regulierten Märkten. Hier wäre ein Wachstum zu erwarten gewesen, in den USA steht stattdessen ein Minus von 22% im Raum.

 

75% Steuer auf Pokergewinne? In Belgien soll das Steuerrecht künftig auch die professionellen Pokerspieler erfassen. Die Definition für den Pokerberuf reduziert lt. Finanzexperten den Personenkreis auf ungefähr 20 Betroffene. Diese müssten allerdings mit einem extrem hohen Steuersatz rechnen. Ob die Absetzbarkeit von Ausgaben wie Reisekosten oder sogar Verlustsessions die 75% Steuerbelastung aufwiegen oder demnächst eine Handvoll Spieler auswandert?