Phil Laak und Antonio Esfandiari mit neuer TV-Show. Die beiden Poker-Pro's bekommen auf dem Discovery-Channel die Möglichkeit vor den Kameras zu blödeln. „Underground-Poker“ zeigt, wie sich die beiden Spieler in New Orleans auf die Suche nach privaten Pokerrunden machen. Uns erwartet also wieder ein geskriptetes Real-TV-Erlebnis der besonderen Art.

 

Tom Marchese gewinnt das „Aria $100k Super Highroller-Event“. 22 Spieler kauften sich ein und Anfänger sucht man in einem solchen Feld vergeblich. Im Dreikampf musste sich Marchese gegen Cary Katz und Brian Rast durchsetzen. Für den Aufwand erhielt der „Card-Player-of-the-Year 2010“ einen Scheck in Höhe von $1,306,800. Insgesamt sammelte er nun schon mehr als 7,5 Millionen an Turnierpreisgeld in seiner Karriere ein.

 

Joe „Elvis“ Levine erschossen. Der 56-Jährige war 25 Jahre als Dealer bei der WSOP eingesetzt und mit seiner Elvis-Frisur und nach einigen Liedern am Pokertisch bekannt wie ein bunter Hund. Die Polizei teilt mit, dass Levine in seinem Haus von einer Obdachlosen mit einer Schrotflinte erschossen wurde. Laut Zeitungsbericht soll die Tatverdächtige vorher im Pool gebadet haben und anschließend den Raubmord begangen haben.

 

Concord-Casinos vor dem Aus? Auch in anderen Ländern „basteln“ sich Behörden absurde Forderungen. Die Stadt Bregenz fordert von CCC Rückstände aus der Kriegsopferabgabe in Höhe von 8,5 Millionen Euro. Der Geschäftsführer vom CCC wies daraufhin, dass die gesamte Casinogruppe jährlich lediglich 19 Millionen erlöse und die Forderung eine Insolvenz zur Folge haben könnte. Hierdurch verlören knapp 600 Mitarbeiter den Arbeitsplatz. Zur Bemessung wurden scheinbar die gesamten Spielumsätze herangezogen. Allerdings verbleiben dem Casino lediglich 3,5% Rake, der Rest verteilt sich auf die Spieler. Dieser Berechnungsfehler scheint aber keinen zu interessieren – die Forderung ist nämlich schon „ausjudiziert“. Großes Behördenkino! Stromberg ist keine Fiktion!!

 

Pokerspieler in Vegas vermisst. Harry Ruben wurde von seinen Freunden als vermisst gemeldet. Der Spieler, der im Twoplustwo-Forum unter dem Nick „Anarchist“ aktiv ist, tauchte bereits am 5. September zum Ausschecken im Hotel nicht auf. Sein Gepäck war noch auf dem Zimmer und schenkt man Freunden Glauben, hatte Ruben vor seinem Verschwinden einen Streit mit einer Prostituierten. Die Polizei sucht nach dem Spieler und Hinweisen.

 

SHRPO-Highroller. Auch während der Seminole Poker Open wurde ein Highroller-Event gespielt. Mit nur 9 Teilnehmern war es mehr ein elitäres Sit & Go. Jake Schindler gewann das Turnier und kassierte hierfür $570,000 Prämie. Das Turnier wird den Beteiligten nicht nur aufgrund der geringen Nachfrage in Erinnerung bleiben. Die Veranstalter kündigten zum Ende des ersten Spieltages eine Änderung der Auszahlungsstruktur an. Statt der ersten beiden Plätze sollten drei Plätze bezahlt werden. Dagegen wehrte sich Scott Seiver, der sich als Chipleader benachteiligt sah. Nach mehrstündiger Diskussion ruderten die Veranstalter zurück. Daraufhin protestierte das restliche Feld. Da der Turnierdirektor wegen Urlaub nicht anwesend war (ein prima Timing), bezahlte der überforderte Veranstalter eine Prämie von 50,000 Dollar für den Drittplatzierten aus eigener Kasse um die Misere endlich zu beenden.

 

Kaum Suchtgefahr durch Online-Poker. Die Harvard Medical School hat in Zusammenarbeit mit bwin.party das Ergebnis einer zweijährigen Studie veröffentlicht. Die Forscher werteten das Verhalten von mehreren Millionen Spielern aus und kamen zum Ergebnis, dass mehr als 95% der Spieler ein moderates Verhalten an den Tag legen. Die meisten Menschen betrachten das Online-Spiel als Zeitvertreib und reglementieren die Spielzeit im vernünftigen Rahmen. Im Hinblick auf Poker wurde im Durchschnitt eine Spielzeit von 4,88 Stunden pro Woche ermittelt. Oops, da sprenge ich den Rahmen 🙂