Online-Traffic. Nach dem ersten Quartal wird es Zeit für einen Blick auf die Statistiken von PokerScout.com. Leider ist das Ergebnis ernüchternd. Im Vergleich zum Vorjahresquartal müssen die Pokeranbieter einen weiteren Rückgang von 3,7% verschmerzen. In diesem Jahr sind im Schnitt nur noch 44,300 Spieler zeitgleich online. Die größten Verlierer sind PartyPoker (-35%), Full Tilt (-21%) und PokerStars (-16%). Bodog (+29%) und 888 (+13%) konnten zulegen. Natürlich bleibt Stars mit deutlichem Abstand Marktführer. 888Poker hat sich inzwischen auf dem zweiten Platz einen Vorsprung erarbeitet. Um den dritten Platz im Traffic-Ranking streiten sich Bodog und iPoker.

 

PokerStars und Full Tilt mit offizieller Lizenz in UK. Die Pokerräume waren zwar in Großbritannien verfügbar, agierte aber mit einer vorläufigen Lizenz. Das Prüfverfahren durch die Gambling Commission ist inzwischen abgeschlossen und es gab keine Beanstandungen. Damit wurde für die Räume nun die offizielle Lizenz für das Online-Angebot erteilt. Amayas Firmensprecher Eric Hollreiser zeigte sich natürlich erfreut über die Entscheidung und teilte mit, dass durch die jetzt bestehende Planungssicherheit mehr Aufwand betrieben würde, um die Marken in England voranzubringen.

 

Sportwetten auf PokerStars. Bereits vor einiger Zeit wurden die Sportwetten als Option für PokerStars angekündigt (und von Pokerspielern kontrovers diskutiert). Der Anbieter hat nun für einige Clients (Isle of Man, Irland, Malta) die Option freigeschaltet. Aktuell können die Kunden mit dem passenden Wohnsitz Wetten auf Tennis, Basketball, Volleyball, Rugby, Eishockey und natürlich Fußball abschließen. Die (Beta-)Software macht einen etwas unfertigen Eindruck und wird sicher noch einige Zeit brauchen, um auf das gewohnt hohe Niveau der Pokersoftware zu kommen. Mit der Ausweitung des Angebotes peilt Amaya für das Jahr 2015 einen Umsatz von über einer Milliarde Dollar an. Branchenkenner halten das Ziel für durchaus realistisch. Alles wächst, nur die Pokernachfrage nicht … so ’n Schiet.

 

Macau im Abwärtstrend. Okay, es wächst wirklich nicht alles. Die Casinos in Macau waren noch vor wenigen Jahren für die Kasinos in Vegas ein Dorn im Auge. Inzwischen werden aber auch die Kasinos in Macau von der Realität eingeholt. Seit fast einem Jahr sind dort die Einnahmen rückläufig und der März wies die schlechteste Bilanz der letzten vier Jahre aus. Der Kampf der chinesischen Regierung gegen Korruption, Schwarzgeld und Geldwäsche macht sich deutlich bemerkbar. Eine Änderung der Politik ist (hoffentlich) nicht zu erwarten – die Verantwortlichen müssen sich nun kreative Lösungen einfallen lassen und die Highroller intensiver nach guten Partien suchen.