Neben dem Main-Event lief bei der WSOP-E in Cannes noch das „Majestic Highroller Turnier„. Die Teilnehmerzahl war bei einem Buy-In in Höhe von 50.000 Euro mit 60 Spielern überschaubar. Aber immerhin kamen (auch durch Rebuys) 2,88 Millionen Preisgeld zusammen, um die es sich zu kämpfen lohnte.

Den Löwenanteil (1 Million Euro) vom Preisgeld kassierte der Turniersieger Mike Watson. Das Heads-Up gegen den Kanadier verlor John Juanda. Der Amerikaner war auf Augenhöhe in das Duell gestartet und sah mit AK vs AJ schon als sicherer Sieger aus … aber ein J auf dem Turn zerstörte stattdessen den Stack. Die restlichen Chips landeten dann kurz darauf in der Mitte und wanderten ebenfalls zum glücklicher agierenden Watson. Juanda erhielt immerhin 600,000 Euro für den zweiten Platz ausbezahlt – da bleibt trotz zweier Rebuys ein ordentlicher Gewinn übrig.

Der Vollständigkeit halber ist auch der Bracelet-Gewinner des Mixed-Max noch zu nennen. Das Finale zwischen Jonathan Aguiar und Brandon Cantu musste bekanntlich in die Verlängerung. Frisch ausgeruht versuchten die zwei Spieler sich auch psychologisch  zu auszuhebeln. Die verbalen Schlagabtausche waren fast so interessant wie die Chips-Schubsereien. Am Ende lief es für Cantu spielerisch nicht gut – während er bei den Sticheleien mithalten konnte, wanderten die Chips zum glücklichen Gewinner Aguiar.

Gus Hansen wird/bleibt Werbepartner von Full Tilt Poker. PokerStars hat mit der „neuen“ Firma einiges vor und möchte mit Tilt möglichst schnell an den Mitbewerbern PartyPoker und iPoker vorbeiziehen. Der Däne soll dabei als Aushängeschild einen Teil dazu beitragen.

Hansen selbst freut sich erwartungsgemäß auf die Zusammenarbeit und seine alte Highstakes-Heimat. In den letzten Wochen hatte er an den Highstakes-Tischen bei Stars negative Zahlen erspielt … vielleicht bekommt er im gewohnten Ambiente einen Upswing.

Der 38jährige hat in seiner Karriere bereits mehr als 11 Millionen Dollar gewonnen (und verloren). Er ist ein Action-Garant an den Tischen und lockt damit viele Spieler an die Highroller-Tische. Die hochpreisige Action war bis zuletzt ein Steckenpferd von Tilt und lockte tausende Railbirds in die Lobby. Ab dem 6. November kann die Geschichte fortgeschrieben werden.

Während Gus Hansen künftig wieder mit Sponsor auf Turnieren aufkreuzt, hat sich PokerStars nach mehrjähriger Zusammenarbeit von Arnaud Mattern getrennt. Der Franzose bedankt sich für die Zusammenarbeit und will sich zu neuen Ufern aufmachen. Ob der erfolgreiche Turniergrinder in Richtung Full Tilt Poker blinzelt war nicht zu verifizieren.

Phil Ivey schreibt im Vergleich zu Hansen eher negative Schlagzeilen. Der begnadete Pokerspieler und hoffnungslose Zocker hat in einem Londoner Casino Baccarat gespielt. In Begleitung einer hübschen Frau dürfte durchaus „Oldschool-James-Bond-Flair“ aufgekommen sein. Nach drei Abenden hatte Ivey aus anfänglichen Verlusten einen Gewinn von irrwitzigen 7,3 Millionen PFUND erspielt (der Einsatz pro Hand lag bei 50k – 150k).

Das Casino konnte nach umfangreichen Untersuchungen zwar keinen Betrug nachweisen … hält das Spiel von Ivey und seiner Begleitung aber nicht für koscher. Ivey erhielt lediglich sein Buy-In zurück. Die Auszahlung des Gewinns wird vom Casino verweigert. Beide Seiten haben inzwischen Anwälte eingeschaltet. Lt. Gerüchteküche ist die Begleiterin von Ivey kein unbeschriebenes Blatt und bereits in einigen Casinos gesperrt. galfondrutsche

Phil Galfond hat sein Domizil in New York verkaufen können. Die berühmteste Rutsche der Pokerwelt ist demnach für $3,3 Millionen verkauft worden. Der Pokermillionär hatte seine zwei Penthouse-Apartments mit einer Rutsche verbunden was in der Community natürlich für Aufsehen sorgte. Nach dem Black-Friday hatte Galfond für die Wohnung allerdings kaum noch Verwendung. Das Online-Spiel betreibt er aus Vancouver und für das Live-Spiel reist er nach Vegas. Deshalb stand die für 3,2 Millionen Dollar gekaufte Immobilie seit längerer Zeit zum Verkauf. Da er nach dem Kauf ca. 300,000 Dollar in Umbaumaßnahmen investierte machte er nur leichten Verlust.