Steuerprobleme für PokerStars? Die großen internationalen Firmen nutzen jeden Steuervorteil und suchen in den länderspezifischen Steuergesetzen gerne nach Lücken und Möglichkeiten. Was für Apple, Amazon, Google und Konsorten gilt, dürfte auch für PokerStars zutreffen. Die italienischen Behörden haben nun lt. Gerüchten zwei Online-Pokerfirmen (u.a. Stars?) in Verdacht die Vorschriften in Sachen Steuerersparnis zu sehr „gedehnt“ zu haben. Durch firmeninterne, länderübergreifende Transaktionen sollen so jährlich bis zu 50 Millionen Euro an Steuervorteil erreicht worden sein. Die Ermittlungen laufen und offizielle Statements gibt es noch nicht.

 

WSOP mit Feintuning beim Online-Bracelet. In diesem Jahr stach das Online-Bracelet als Neuerung im WSOP-Turnierplan hervor. Caesar Entertainment möchte das Turnier weiterhin an den virtuellen Tischen austragen. Allerdings sollen statt der bisher vorgesehenen zwei Finalisten nun die letzten 6 Spieler in das Kasino eingeladen werden. Damit dies für die Spieler leichter zu regeln ist, wird für das Turnier ein zusätzlicher Reisetag eingeplant. Die Änderungen sind sinnvoll, die Aufsicht muss diesen allerdings noch zustimmen.

 

Die Finanzbehörden ermitteln weiterhin wegen vermeintlicher Insidergeschäfte. Ende 2014 durchsuchten die kanadischen Behörden die Geschäftsräume von Amaya. Nach der Übernahme von PokerStars stieg der Aktienkurs und der Aufsicht fielen frühzeitige Aktienkäufe auf. Erste Medien berichten nun, dass sich die Ermittlungen u.a. auf den Freund und strategischen Berater von Geschäftsführer David Baazov konzentrieren. Insgesamt wird gegen mehr als 300 Personen wegen mutmaßlichen Insidergeschäften ermittelt.

 

Aria plant „Super High Roller Bowl“. Während der WSOP sind die anderen Kasinos natürlich nicht untätig. Das Aria nutzt die Anwesenheit der Pokerelite, um ein Highroller-Turnier der Extraklasse auf die Beine zu stellen. Mit $500k Buy-In werden Spieler wie Daniel Colman, Phil Galfond, Tom Dwan, Tobais Reinkemeier oder Isaac Haxton an die Tische gelockt. Die Organisatoren schätzen, dass am Ende der Registration 25 Millionen im Preispool liegen. Damit wird das „Big One“ der WsOP in diesem Jahr vom Mitbewerber „ersetzt“.

 

Staatsanwälte küsst man nicht. Anfang des Jahres wurde über David Alaei bekannt, dass bei einem seiner Freunde (Matthew Kirk) Chips gestohlen wurden. Der Dieb erbeutete 400,000 Dollar und wurde nun gefasst. Überwachungskameras sollen den Angeklagten beim Umtauschen von 200k Chips gefilmt haben. Der 32-Jährige wurde in Illinois verhaftet. Um eine rechtliche Beratung muss er sich keine Sorgen machen, er lebt mit einer stellvertretenden Staatsanwätin zusammen. Diese soll aber vom kriminellen Treiben des Freundes nichts gewusst haben.