Der Begriff „Ponzi-Scheme“ wird in Bezug auf Full Tilt fleißig diskutiert. Allerdings ist die Diskussion überflüssig, denn ganz egal wie man das Missmanagement nennt, ein Begriff bringt das Unternehmen nicht auf Kurs zurück und erst Recht kein Geld in die Hände der Spieler. Das Gerücht über einen französischen Investor der im Falle einer gültigen Lizenz das marode Unternehmen aufkaufen will, lässt da schon eher aufhorchen. Ganz egal wie das Ding ausgeht, die Hendon-Mob-Database hat sich vom langjährigen Partner verabschiedet und die seit Wochen überflüssigen Werbebanner von Tilt endlich entfernt.

Während Full Tilt also weiter auf einen Neustart hofft, schraubt PokerStars weiter an seinem Angebot. Vor einigen Monaten hatte Full Tilt mit dem „Rush-Poker-Konzept“ einen Volltreffer gelandet und war der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus. PokerStars nutzt die Zeit jetzt um ein eigenes „schnelles Cash-Game“ zu entwickeln. Weder Name noch andere Details sind bekannt … aber die Rush-Infizierten Spieler werden die Zeit bis zur Beta kaum abwarten können. Vielleicht geht Stars in Sachen Rush-Poker auch den nächsten Schritt und bietet das Spiel für den mobilen Bereich an … das wäre mal ein Clou vom Marktführer.

Die Staatskrise in Griechenland hält die EPT nicht von einem Zwischenstopp ab. Nach San Remo im Oktober hätte es im November kein EPT-Event gegeben, mit Loutraki haben die Organisatoren nun einen weiteren Veranstaltungsort gefunden und publiziert. Damit wird also auch im tristen November für die Pokerfans ein Turnier geboten. Die Hafenstadt liegt knapp 100 Kilometer von Athen entfernt und beherbergt ein großes Casino das für die Abwicklung eines großen Events geeignet ist. Ob die finanzgeplagten aber pokerbegeisterten Griechen das Geld für ein Buy-In (€4,400) aufbringen oder vielleicht nur die steuerhinterziehenden Vermögenden aufschlagen bleibt die Frage die am 15. November beantwortet wird.