Jeder Star der bei der WSOP auftauchte wurde bisher entsprechend gewürdigt. Keiner der Profis ist der öffentlichen Aufmerksamkeit entgangen. Im Umkehrschluss fallen natürlich auch die fehlenden Stars auf. Nachdem die WSOP fast schon zur Hälfte rum ist, blieben einige namhafte Spieler bisher seltsam im Hintergrund und mieden die Turniere. 
 
Was ist mit Gus Hansen, Dan Harrington, Carlos Mortensen oder Joe Hachem? Hachem hat eine stichhaltige Entschuldigung – er war an einem TV-Bericht in Australien beteiligt. Aber was ist mit den anderen Spielern? Die Redaktion von Pokerlisting hat einige Recherchen angestellt. Hier das Ergebnis: 
 
 
Joe Hachem:
 
Der Weltmeister aus dem Jahr 2005 ist inzwischen in Vegas angekommen und spielte sein erstes Event (schied aber früh aus). In den Tagen vorher war er für eine 60-Minuten TV-Reportage in Australien. 
 
Gus Hansen: 
Der Däne, notorischer Frauenheld und High-Stakes-Stammspieler im Bellagio ist ebenfalls in der Stadt. Er spielte auch 3 oder 4 Turniere allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Als frischgebackener Gewinner der Aussie-Millions macht er sich aktuell auch keinen Stress und lässt die kleinen Turniere gerne aussen vor. Stattdessen spielt er viel Squash und freut sich auf das $50,000 H.O.R.S.E – Turnier. 
 
Carlos Mortensen: 
Über den Aufenthalt des Main-Event-Gewinners 2001 ist nichts bekannt. Nachdem er in der 5. WPT-Saison recht erfolgreich abschloss, sollte es stark verwundern, wenn er nicht zu den großen Turnieren der WSOP aufkreuzen würde. Wenn man kurz vor Beginn der WSOP 3,9 Millionen Dollar an Preisgeld gewinnt, ist es allerdings verständlich wenn die Entspannung den glühend heißen Pokerzelten vorgeht. 
 
Dan Harrington: 
Der Autor der Pokerbibel für die Turnierspieler wurde noch nicht im Amazon-Room gesichtet. Vielleicht hat er auch nur die weltbekannte grüne Kappe weggelassen und konnte deshalb unentdeckt bleiben? Vielleicht ist er das ständige Signieren seiner Bücher auch leid und fürchtet eine Sehnenscheidenentzündung 🙂 
 
Patrik Antonius: 
Der High-Stakes-Cash-Spieler bringt wenig Lust für die relativ kleinen WSOP-Turniere auf. Verhältnismäßig kleine Gewinnsummen und lange Pokertage in überfüllten und schlecht belüfteten Zelt/Räumen gehören nicht in den optimalen Tagesablauf eines Antonius. Dann schon lieber eine nette High-Stakes-Session mit Sam Farha und Brian Townsend. Da türmen sich dann die Chips und drohen kleinwüchsige Zuschauer unter sich begraben. Gegen Gus Hansen spielt er immer wieder einige Runden Omaha (online) und es wird erwartet, dass sich Antonius ebenfalls für das H.O.R.S.E. einkaufen wird. Das könnte natürlich entfallen, wenn das flirten mit den Kellnerinnen erfolgreich verläuft – aber vielleicht bringt er auch nur ein paar Frauen mit an die Tische ^^ 
 
quelle: pokerlistings.com