Der Staatsanwalt Michael J. Garcia hat inzwischen eine Erklärung zur gestern vorgenommenen 
Verhaftung von Lawrence und Levebvre (Neteller-Anteilseigner) abgegeben. 
 
Demnach ist die FBI-Festnahme tatsächlich  auf die Verbindung mit einem Internet-Dienstleister (eben Neteller), das Millionen von Dollar von US-Bürgern auf die Konten diverser ausländischer Glücksspielbetreiber überweist, zurückzuführen. Diese Transaktionen sind nach Auffassung des Staatsanwaltes nicht im Einklang mit dem „Anti-Gambling-Gesetz“. 
 
Neteller hat auch heute keine offizielle Nachricht der US-Regierung bestätigt. 
 
Im Oktober unterzeichnete George W. Bush das umstrittene Gesetz, dessen Zielsetzung die Einschränkung des Online-Glückspiels ist. Erreicht werden soll dies, indem Banken der Zahlungsverkehr mit Online-Casinos untersagt wird. 
 
Da Neteller kein US-Unternehmen ist, werden von dort weiterhin Überweisungen ausgeführt. 
 
Bis heute ist unklar wie das Gesetz in der Praxis durchgesetzt wird und in welcher Form ausländische Dienstleister belangt bzw. verfolgt werden können. Für die Details zur Umsetzung gibt es ab Gesetzesunterzeichnung eine Frist von 270 Tagen. D.h. bis zum Sommer müssen konkrete Ergebnisse/Maßnahmen bekannt sein. 
 
Ich will mal hoffen, dass sich die Milliarden-Industrie in geeigneter Weise zur Wehr setzt und es ausreichend Gestaltungsraum in dem Gesetzestext zu entdecken gibt. 
 
quelle: Cardplayer.com