Über 2 Jahre zockte ein professioneller Falschspieler die deutschen Pokerprofis ab. Mit einer extrem loose-aggressiven Spielweise brachte er seine Gegner schier zur Verzweiflung. Alle warteten auf ein Ende seiner Glückssträhne- nun ist der Spuk vorbei. 
 
Im Nachhinein ist die Erklärung natürlich einfach – und doch erschreckend. Der Spieler (Hassan bzw. „Mr. X“) hatte Karten im Ärmel versteckt. Er spielte also mit 4 Holecards und konnte diesen Vorteil in bare Münze verwandeln. Da die Casinos bisher lediglich zu bestimmten Zeiten die Anzahl der Karten kontrollierten (Bad Zwischenahn bswp um 22.00 und 0.00 Uhr), konnte Hassan die Karten rechtzeitig zurückschmuggeln.  
 
Als ein Dealer außerplanmässig um 23.00 Uhr eine Zählung vornahm, versuchte der Falschspieler hektisch die Ärmelkarten in den Stapel zurück zu schieben – dabei wurde er von einigen Spielern beobachtet. Der Verdacht bestätigte sich in der Videoauswertung. Nun ist „Mr. X“ für die Casinos gesperrt, die geprellten Spieler haben hiervon aber natürlich keinen Schadenersatz. 
 
Es bleibt deshalb zu hoffen, dass die Spielbanken durch diesen Skandal zu besseren Sicherheitsvorkehrungen veranlaßt werden. „Pokerdoc“ Michael Keiner gibt in seinem Blog z. B. den Hinweis auf Kartenmischmaschinen. Diese zählen jeweils die Karten im Deck, entlasten den Dealer und sorgen für einen schnelleren Spielbetrieb. 
 
quelle: pokerolymp, intellipoker und Blog v. M. Keiner