Das Cardplayer-Magazin hat die Insolvenzanträge der Epic-Poker-League analysiert. Das Fazit ist erschreckend. Demnach haben Annie Duke und Jeffrey Pollack den Karren völlig an die Wand gefahren – die bisher vermuteten 5 Millionen Dollar Schulden waren nur die Spitze des Eisbergs. Die Verluste überschreiten insgesamt die 10 Millionen-Grenze.

Die Betreibergesellschaft (Federated Sports & Gaming) hatte Einnahmen von 37,052 Dollar und Verbindlichkeiten in Höhe von knapp 8 Millionen angehäuft.

Dabei haben sich die Funktionäre üppige Gehälter zugestanden. Duke erhielt $299,784 Gehalt, Pollack „nur“ $226,652 und weitere 3 Mitarbeiter kassierten nochmals knapp 600k. Das diese Personen noch unbezahlte Gehaltsforderungen in Höhe von 662,000 Dollar geltend machen und sich als Gläubiger listen, darf schon als schlechter Scherz gewertet werden. Zumindest lässt das auf einen eher gierigen Charakter schliessen.

Privat wurden von einer Unternehmensgruppe zusätzlich noch 2,5 Millionen in das (kuriose) Konzept investiert. Rechnet man diese Summe mit ein, verbrannten die Chaoten/Blutsauger innerhalb kürzester Zeit mehr als 10 Millionen Dollar – sich 10% dieser Summe als Gehalt zukommen zu lassen könnte glatt für ein unsympathisches Heist-Movie als Drehbuch herhalten.