Der Geschäftsführer der WPT Steve Lipscomb (Foto) hat eine neue Methode der Geldvermehrung entdeckt. 
 
lipscomb 
 
Wer berichtet über die WSOP oder WPT? Theoretisch jeder der mit einem Pressepass und Laptop reist. Aber wer hat tatsächlich freien Zugang zu diesen Veranstaltungen? Nur der Meistbietende! 
 
Card Player Media hatte sich bereits die exklusiven Rechte an der WSOP für das „Live-Coverage“ gesichert. Nun teilt Cardplayers Geschäftsführer Barry Shulman mit, dass auch die WPT-Events vertraglich geregelt sind. Bestandteil des Vertrags sind u.a. die aktuellen Chipstände und die aktuell gespielten Hände. Alle anderen Medien werden mit diesen Informationen mit einer Stunde Versatz versorgt.  
 
Die Geschäftsführer sind natürlich mit dem Deal zufrieden und freuen sich über exklusive Inhalte bzw. zusätzliche Einnahmen. In der Presselandschaft kommt diese Einschränkung allerdings schlecht an. Die Gegner dieser Verträge führen an, dass die Pokerfans nicht an einem einseitigen Angebot interessiert sind. Vielmehr möchte sich jeder durch seine eigene Info-Quelle informieren und nicht an den „Card-Player“ verkauft werden. 
 
Wenn mehrere Pressestellen über ein Event berichten, sorgt der Wettbewerb auch für Qualität. Ein eingeschränkter Wettbewerb bringt folglich auch Qualitätseinbußen. Das ist wahrscheinlich, denn die für die Exklusivrechte investierten Summen fehlen an anderer Stelle. So kann nicht garantiert werden, dass auch die bestmöglichen Leute die News aufbereiten. 
 
Wie beim Poker üblich geht es wieder einmal nur um's Geld.  
 
quelle: pokerlistings.com