Mitten in die Ruhe platzt der sonst so besonnene Doyle Brunson mit einer Attacke gegen Anurag Dikshit – hier eine kleine Zusammenfassung:

Der Geschäftsmann Anurag Dikshit (Gründer von Party Poker und einer der reichsten Männer der Welt) hatte vor kurzer Zeit mit einer Schuldanerkenntnis für Schlagzeilen gesorgt. Dikshit gab einen Verstoß gegen den „Wire Act“ zu – also den Amerikanern die Möglichkeit einer kommerziellen Wette über das Internet ermöglicht zu haben. Hierfür wurde eine Geldstrafe in Höhe von $300,000 fällig und eine Gefängnisstrafe ist nicht gänzlich ausgeschlossen.

Ob Pokerseiten gegen den umstrittenen „Wire Act“ verstossen ist juristisch noch unklar, deshalb sorgte das Vorgehen von Dikshit für Verwunderung. Eine mögliche Begründung für diesen Schritt könnte eine geplante Rückkehr von Party-Poker auf den amerikanischen Markt sein, schliesslich ändert sich hier 2009 die politische Landschaft und das UIEGA könnte kippen. Auch ein Verkauf von Party Poker ist mit „reiner Weste“ problemloser möglich … Raum für Spekulationen ist also vorhanden.

Für die anderen Pokeranbieter ist das Anerkenntnis von Dikshit natürlich kontraproduktiv – hier möchte man Online-Poker vom Wire-Act trennen und als Legal eingestuft wissen. Brunson hat nun im Blog seiner Verärgerung Luft gemacht. Ein Mann wie Dikshit trüge seinen Namen völlig zu Recht – schliesslich sei er durch Poker steinreich geworden und sollte der Industrie mehr Loyalität entgegenbringen. Auch wenn Texas-Dolly in seiner Wortwahl vielleicht über das Ziel hinausschießt, ist ein Funken Wahrheit enthalten. Mit dieser Dikshit-Aktion bekommen die „Poker-Ächter“ Oberwasser und die Pokerbefürworter geraten wieder einmal in die Defensive.