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Freitag, 03. Februar 2012 um 12:52 Uhr

Jonathan Duhamel hat einen Teil des gestohlenen Geldes zurückbekommen. Nachdem die Täter gefasst wurden ist nun auch die Hälfte des geraubten Geldes wieder auftgetaucht. Die Polizei entdeckte in einem nahegelegenen Briefkasten 50,000 Dollar der Beute - Da hat sich die Polizeiarbeit bezahlt gemacht.

Gus Hansen hat sich für einen weiteren Abstecher nach Macau entschieden. Nachdem er vor den Aussie-Millions einen Upswing von (gemunkelten) 4 Millionen Dollar erleben durfte, versucht sich der Däne nun erneut und hofft auf Nachschlag. Die ersten Partien sind gelaufen ... Ergebnisse stehen aber noch aus.

Diverse Full-Tilt Pro's sollen der Seite lt. Angabe der GBT (Groupe Bernard Tapie) Geld schulden. Von dem beteiligten Juristen wurden Phil Ivey, David Benyamine, Erick Lindgren, Mike Matusow und Barry Greenstein namentlich genannt. Zwischen $10 und $20 Millionen soll der geschuldete Betrag liegen. Die Beträge wurden den High-Rollern von den Verantwortlichen überwiegend direkt in den Account gebucht.

Über die Nennung des Letztgenannten darf man sich wundern, da Greenstein als PokerStars-Pro eigentlich nichts bei den Mitbewerbern zu suchen hätte. Greenstein hat sich inzwischen öffentlich zu der Angelegenheit geäussert. Demnach hätte er sich Geld von Full Tilt Verantwortlichen geliehen ($400k) um an den High-Stakes-Partien teilzunehmen. Zu dem Zeitpunkt hätte es in diesen Limits bei PokerStars kein Angebot gegeben. Eine Rückzahlung der Summe hätte er bisher nicht veranlasst. Wegen der Kontensperre und der fehlenden Möglichkeit an die US-Kunden Auszahlungen vorzunehmen hat er die GBT um Aufschub gebeten.

rfgwptDie zehnte Saison der WPT wird ab den 12. Februar bei FSN ausgestrahlt. Die letzte Staffel hatte einen sehr guten Zuschauerschnitt deshalb wird im Vergleich zum Vorjahr diese Saison in 37 Episoden präsentiert (die XI. Staffel wurde in 26 Episoden ausgestrahlt). Jedes WPT-Event kann hierdurch in 3 Shows vernünftig dargestellt werden. Der Weg zum Finaltisch wird genauso gezeigt wie einige interessante Blicke hinter die Kulissen. Mit den Royal Flush Girls (Bild) ist auch die zehnte Saison einen Blick wert.

Mike Sexton und Vince van Patten bleiben natürlich als Hosts erhalten ...

PokerStars hat mit den Spielern kommuniziert und die Rake-Struktur nach immensen Protesten nochmals überarbeitet. Es bleibt beim „Contributed Rake“ aber der Anbieter machte in Sachen Cap einige Zugeständnisse. Gerade die Hardcore-Grinder fühlten sich auf den Schlips getreten und bekamen im Bereich Supernova und Supernova-Elite noch einige Boni spendiert. Durch die neuen Rake-Caps in verschiedenen Limits in Verbindung mit zwei neuen Limits (NL6 und NL16) sollen sämtliche Spielernaturen zufrieden gestellt werden. Nach dem sehr konstruktiven Dialog mit betroffenen Spielern auf der Isle of Man wollen die Verantwortlichen die Kunden/Spieler auch in Zukunft beteiligen. Eine vollständige Darstellung der Rake-Struktur ist beim Anbieter gelistet.


Donnerstag, 02. Februar 2012 um 19:01 Uhr

kidpokerAm Montag wunderten sich Railbirds und Gegner an den $100/$200 NLHE-Tischen über die Spielweise von Daniel Negreanu. Der bekannte Pro spielte wie ausgewechselt.

Und das war auch tatsächlich des Rätsels Lösung. Der Kanadier reiste im Flugzeug während sich Hacker in den Account des Team PokerStars-Spielers eingeloggt hatten. Gehackt wurde der Email-Account und daran anschliessend haben sich die Täter über das „Passwort vergessen“ Verfahren einfach die Accountdaten von Stars mailen lassen.

Insgesamt soll ein Schaden von ca. 50,000 Dollar entstanden sein, KidPoker recherchiert noch die Umstände und wird mit Details bestimmt  nicht hinter dem Berg halten.

Moral von der Geschichte: Nicht nur die Passwörter der Pokeracounts sollten anspruchsvoll sein ... das Email-Konto ist der Schlüssel zu mancher Pforte und benötigt entsprechende Aufmerksamkeit.


Samstag, 28. Januar 2012 um 15:53 Uhr

Zum elften Mal wurden die "European Awards" vergeben. In Paris wurde Pius Heinz für die "Best Tournament Performance" geehrt. Die Jury sprach Betrand Grospellier den "Rob Gardner Memorial Award" als Pokerpersönlichkeit des Jares zu.  Online Player of the Year wurde Ilari Sahamies der sich gegen Online-Pro's wie Rui Cao oder Viktor Blom durchsetzte.

Hier die Preisträger im Überblick:

Player of the Year:                                       Sam Tricket

Best Tournament Performance:                      Pius Heinz

Rookie of the Year:                                       Andrey Pateychuk

Europe's Leading Lady:                                  Natalie Nikitina

Poker Staff Person of the Year:                      Warren Lush

Internet Player of the Year:                          Ilari Sahamies

Rob Gardner Memorial Award

for Poker Personality of the Year:                  Bertrand Grospellier

Best European Event of the Year:                  WSOP-E Cannes

Lifetime Achievement:                                 Jesse May


Donnerstag, 26. Januar 2012 um 16:20 Uhr

Peter Eastgate hatte bekanntlich sein Main-Event-Bracelet über Ebay verkauft und den Erlös gespendet. Der Verkaufspreis lag bei $147,500 und der Käufer blieb allerdings anonym und das Bracelet verschwand. Ein Jahr später outet sich Willie Haughey als Käufer.

Haughey hat es als Geschäftsmann in Schottland zu stattlichem Reichtum gebracht aber sich vom Geld den Charakter nicht verderben lassen. Im Interview berichtet er, dass er von der Versteigerung über einen Link bei PokerStars erfuhr. Sein Interesse wurde geweckt, weil Eastgate den Erlös für einen wohltätigen Zweck spendete. Haughey begeisterte sich für die Idee, hatte aber nicht vor das Armband zu tragen, stattdessen verwahrte er es und will es nun einem Museum oder für eine andere Aktion (bspw. einem Wohltätigkeitsturnier) zur Verfügung stellen.

Der Millionär ist im Heimatland sehr beliebt und hat in den letzten Jahren über 5 Millionen Pfund gespendet. Nach 25jährigem Unternehmertum hat er sich aus der täglichen Arbeit zurückgezogen. Obwohl er keine finanziellen Sorgen hat, reizt ihn das Pokerspiel. Besonders die sozialen, psychologischen Aspekte begeistern ihn. Mit seiner Frau bereist er bereits seit 7 Jahren zahlreiche Pokerlocations und trotz seines Amateurstatus konnte er bereits achtbare Erfolge erzielen -  sowohl bei der WSOP, EPT und WSOP-E Events erreichte er die Geldränge also gute Platzierungen.

Er ärgert sich über das Bild das von den Medien über die Pokerwelt/-spieler verbreitet wird und welches leider durch schwarze Schafe wie Full Tilt und Cereus bestätigt wird. Durch seine Spenden und die Rückführung des Bracelets möchte er ein positives Zeichen setzen und die Pokergemeinschaft so präsentieren wie sie tatsächlich ist, interessiert, smart,  offen und für das Pokerspiel begeistert. Die wirklichen Pokerspieler haben mit dem Klischee des "Zockers" nichts gemein und es ist unsere Aufgabe dies deutlich zu machen, so der sympathische Millionär im Interview.

Samstag, 21. Januar 2012 um 22:26 Uhr

Auf PokerStars ist Isildur1 seit seinem Bahamas-Abstecher mit einer anständigen Bankroll ausgestattet. Phil Galfond konnte es kaum abwarten gegen den Schweden  möglichste viele Tische PLO zu spielen. Galfond suchte laut Twitter zwar nur die Herausforderung und die Gegner in den höheren Limits wären rar gesät ... insgeheim hofft der frischgebackene Kanadier aber mit Sicherheit auf einen der typischen Meltdowns von Blom.

Aktuell ist Galfond (Mr.Sweets28) mit einem Wochenplus von $400k auf Kurs ...das Geld stammt allerdings nicht aus Blom‘s Bankroll. Dieser spielte sich mal wieder in einen Rausch ... zigtausend Hände spulte der PokerStars-Pro ab ... ein Fiasko bzw. einen raketenhafter Upswing gab es aber nicht.

Apropos Swing (in diesem Fall Downswing): Sollte sich hinter dem Nick „RaiseOnce“ tatsächlich Phil Ivey verbergen muss dieser mit weiteren 54,000 Verlust seinem Online-Pokerglück weiter hinterherjagen.

Gehen wir nochmals kurz zurück zu Phil Galfond. Dieser hat -wie bekannt- als Mitgründer die Seite Bluefirepoker verlassen. Als Internet-Begeisterter durfte ein neues Projekt/Portal natürlich nicht lange fehlen. Unter philgalfond.com bloggt der beliebte Pro nun für die andächtig lauschende Gemeinde. Und wenn ein langjähriger, erfolgreicher Vielspieler und Kenner der Szene über Probleme und Lösungen schreibt, darf man hellhörig werden. Für eine gute Zukunft des Online-Poker macht er einige Vorschläge die er mit „Let‘s make some changes“ überschreibt. Da sich neben den Spielern auch Pokerstars-Verantwortliche mit dem Beitrag auseinandersetzen, ist die Lektüre empfehlenswert.

Im Live-Cash-Game hat Gus Hansen auf dem Weg zu den Aussie-Millions einen Zwischenstopp in Macau eingelegt. Der Däne machte auf Bescheiden und wollte die ganz großen Partien meiden. Bis zu seiner Weiterreise nach Melbourne twitterte/bloggte er einige große Pokerhände und Pötte. Mit Ivey, Juanda, Robl und einigen asiatischen Geschäftsmännern am Tisch legte er einige 24-Stunden-Sessions ein und hatte am Ende die Reisekasse mit $3,8 Millionen aufgebessert. Respekt Herr Hansen!

Jonathan Duhamel ist in den letzten Wochen für manche Meldung gut. Nach dem Raubüberfall, den Verhaftungen und dem guten Lauf bei der PCA hat der kleine Kanadier ordentlich gefeiert. Sturzbetrunken pöbelte er u.a. Martin Finger an. Während der Deutsche das Lokal verlassen musste, blieb Duhamel und fiel weiterhin negativ auf. Als er sich auf der Toilette übergab tauchte Finger auf und schlug Duhamel mit einem wuchtigen Faustschlag nieder. Duhamel berappelte sich, machte sich pöbelnd auf die (erfolglose) Suche nach Finger und ließ sich kaum beschwichtigen. Am nächsten Tag trafen sich die zwei Streithähne während des Rückflugs im Flugzeug - weitere Handgreiflichkeiten wurden allerdings nicht publik. Feier, Alkohol und Ärger ... Schlager lügen nicht: „Der Teufel hat den Schnaps gemacht um uns zu verderben ...“ In diesem Sinne: Prost und einen schönen Sonntag.

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