Donnerstag, 08. März 2012 um 18:49 Uhr
Es ist wieder Zeit für die beliebte Kopfgeldjagd in Kalifornien. $10,000 Buy-In und die Aussicht durch die Bounty in einem lukrativen Freeroll zu landen ist jedes Jahr ein besonderer Anreiz.
Traditionell beginnt jeder Tisch mit einem sogenannten Shooting-Star und neben dem signierten T-Shirt winkt eine $5,000 Prämie wenn man die letzten Chips des Prominenten einheimst.
Am ersten Starttag kamen 142 Spieler an die Tische und 54 schafften es in die nächste Runde. Nur 5 der 19 Shooting-Stars überlebten. Neben Daniel Negreanu schieden auch Phil Hellmuth, Liv Boeree, Joe Hachem, Dwyte Pilgrim, Maria Ho und Erik Seidel aus.
Am Tag 2 weiter mit Bounty dabei: Vanessa Selbst, Jonathan Duhamel, Mike Matusow, Kathy Liebert, Sam Stein und Christian Harder.
222 weitere Teilnehmer pushten die Gesamtteilnehmerzahl am zweiten Starttag auf 364. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahres (415) nicht ganz erreicht. Mit 3,5 Millionen Dollar im Preispool und einer Siegprämie in Höhe von $960,900 dürften sich die Klagen der Beteiligten aber in Grenzen halten.
Weitere 28 Shooting Stars machten den Tag zusätzlich interessant. Während am ersten Tag nur 5 der Bounty überlebten, schafften es am zweiten Starttag 14 der Pro‘s und spielten ihr Kopfgeld in den nächsten Tag. Michael Mizrachi machte an diesem Tag (spielerisch) als Shooting Star die beste Figur und spielte den Stack auf knapp 130k.
Die zweite Runde darf Bryce Yockey als Chipleader beginnen (245k im Stack). Der Weg zu den 36 bezahlten Plätzen ist allerdings mit 150 Spielern noch steinig. Die Organisatoren haben für den Tag 2 ein sportliches Ziel: Das Feld soll auf 18 Teilnehmer reduziert werden. Alternativ dürfen die Spieler auf den Feierabend nach 7 Blindlevel a 90 Minuten hoffen.
Dienstag, 06. März 2012 um 15:52 Uhr
Während die Live-Spieler leiglich Online streiten und kaum spielen (Negreanu vs. Lederer, Brunson pro Lederer aber vs Ivey, Negreanu vs. World und Cunt) sind die Internet-Spieler glücklicherweise an den virtuellen Tischen aktiv.
Mit $1,1 Millionen Gewinn ist Jens Kyllonen der größte Gewinner im Februar. An den PLO-Tischen bei Stars hat der PokerStrategy-Coach dominiert. Mit dem Geld im Account locken nun die Cash-Tische in Macau.
Isildur1 spielt aktuell wieder reichlich Hände und liegt weiterhin vorne. Nach knapp 600k Gewinn kam zwar ein 300k Absturz ... aber diese Berg- u. Talfahrt ist für den Schweden Alltagsgeschäft. Auf‘s Jahr gesehen liegt der Schwede bei einer schwarzen Null.
Phil Galfond versucht nicht nur weiterhin sein Penthouse in den USA zu verkaufen (vielleicht schreckt die Rutsche doch viele vermögende Rentner ab) ... er hat auch noch einen Downswing zu korrigieren. Nach knapp $700k Verlust konnte er immerhin in den letzten Sessions $300k zurück in den Account spielen.
Ilari Sahamies erlebte einen schlechten Monat und zahlte $600,000 an die Gegner. Damit ist er in diesem Monat der größte Verlierer. Auf dem zweiten Platz der Negativ-Liste rangiert „long90110“ der 458k verlor.
Montag, 05. März 2012 um 17:07 Uhr
Der Amerikaner Steve O‘Dwyer nutzte nach seinem siebten Platz im EPT-Event die Gunst der Stunde und registrierte sich für das WPT-Turnier. Mit weiteren 287 Teilnehmern ging es in Kopenhagen dann um einen weiteren Major-Titel.
Dies Investition in Höhe von $2,200 (1650 Euro Buy-In) machte sich bezahlt. Bereits zum Finalbeginn hatte O‘Dwyer fast die Hälfte der im Spiel befindlichen Chips vor sich gestapelt. Mit Routine, Geschick und Glück setzte er sich gegen 5 Dänen durch und gewann den Titel inklusive $158,000 Preisgeld.
Freitag, 02. März 2012 um 15:57 Uhr
Epic Poker League ist Pleite
Die umstrittene Turnierreihe hat es nicht durch die erste Saison geschafft. Experten wunderten sich bereits bei der Ankündigung über das Geschäftsprinzip. Die Veranstalter zahlten den Spielern Kosten für die Unterkunft, nahmen keine Gebühren für die Turniere sondern gaben zusätzlich hohe Summen in den Preispool. Für TV-Produktionen wurde Geld investiert und für die besten Liga-Spieler sollte es eine Million-Dollar-Freeroll geben.
An welcher Stelle dieses "Modells" Geld verdient werden sollte blieb ein Rätsel.
Nun hat das Unternehmen "Federated Sports + Gaming" Insolvenz angemeldet. Nach ersten Meldungen belaufen sich die Verbindlichkeiten auf fast 4 Millionen Dollar. Wahrscheinlich hat das Unternehmen mit J.B. Pritzker einen milliardenschweren Sponsor verloren und damit überraschend schnell die Zahlungsfähigkeit eingebüsst. Annie Duke hatte nach dem Event #3 im Dezember das nächste Turnier verschoben und dabei als Grund Korrekturen und Anpassungen im Ablauf angegeben. Vermutlich wurde hier aber bereits fieberhaft nach neuen Geldgebern gesucht. Das die Suche aufgrund des oben beschriebenen Geschäftsmodells erfolglos blieb überrascht kaum.

PokerStars startet die MicroMillions
Ab dem 15. März kommen die Spieler mit kleiner Bankroll zu Ehren. 100 Events sind für 11 Tage terminiert und $5 Millionen Preisgeld werden garantiert. Ab 11 Cent Buy-In kann man ein Stück des Preisgeldkuchens einheimsen. Das Sunday Storm ($11 Buy-In) wird in dieser Zeit mit einem Preisgeld in Höhe von $400,000 etikettiert. Am 25. März endet das Spektakel mit einem $22-MicroMillions Main-Event. In dem Turnier werden 1 Million Preisgeld garantiert. Durch den Ansturm auf die virtuellen Tische wird ein Overlay mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht entstehen.
Chili Poker fusioniert mit Poker770
Beide Anbieter gehören zum iPoker-Netzwerk, für die Kunden ändert sich deshalb nicht viel. Die Spieler von Chilipoker werden beim Starten des Clients ein Update erhalten und dann von Poker770 ein neues Passwort per Email bekommen. Nach dem einloggen wird man den alten VIP-Level vorfinden.
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