Montag, 30. Januar 2012 um 16:02 Uhr
Nach insgesamt 18 turbulenten Tagen sind die letzten Würfel bzw. Karten gefallen. Mit Oliver Speidel gewinnt ein Melbourner das Main-Event und wird die Wirtschaft demnächst mit den gewonnenen $1,6 Mio AUD (ca. 1,3 Millionen Euro) ankurbeln. 659 Spieler aus aller Welt waren angetreten um in Australien das große Glück zu machen. Der 26jährige Bankangestellte Speidel sorgte nach sieben Tagen Spielzeit dafür, dass das Geld im Land bleibt.
Kurz vor dem Finaltisch waren mit Phil Ivey und der Turnier-Ikone Lee Nelson noch prominente Spieler im Rennen um die Krone. Yvey ging als Shortstack in die vorletzte Runde und schied prompt aus. Das war Glück im Unglück, denn dadurch war noch ein Einkauf in das $250k Highroller-Event möglich. Hier lief für den besten Spieler der Welt alles nach Plan (sh unten).
Lee Nelson versuchte sich mit AK an den Finaltisch zu pushen. Speidel hielt mit 88 gegen und gewann den Coinflip und durfte mit einem anständigen Chipstack in's Finale starten. Hier erspielte er sich bereits früh die Führung und verteidigte diese bis zum Heads-Up. Der als Chipleader gestartete Björn Li erlebte dafür einen rabenschwarzen Tag. Er agierte glücklos, verlor die entscheidenden Coinflips und musste enttäuscht auf dem sechsten Platz den Stuhl räumen.
Im abschliessenden Zweikampf gelang Kenneth Wong zwar noch ein kleines Comeback aber als er mit 99 in AA von Speidel rannte, war der Drops gelutscht. Der Spieler aus Hong Kong erhielt für den zweiten Platz immerhin eine Million AUD und könnte damit an den Cash-Tischen in Macau mitmischen.
Hier die Finalisten im Überblick:
1. Oliver Speidel $1,600,000
2. Kenneth Wong $1,000,000
3. Mile Krstanoski $610,000
4. Mohamad Kowssarz $405,000
5. Patrick Healy $300,000
6. Bjorn Li $230,000
7. Yann Dion $170,000
Wie schon oben erwähnt trauerte Ivey dem Ausscheiden aus dem Main-Event nicht lange nach. Stattdessen kaufte er sich in das High-Roller-Event ein (einen Teil des Buy-Ins hatte immerhin durch das Main-Event eingenommen). Dort traf er auf gute Bekannte und spielte sich in 13 Stunden durch das Feld. Insgesamt hatten sich 16 Spieler das Luxus-Turnier gegönnt. Daniel Negreanu, Gus Hansen, Jason Mercier, Sam Tricket, Erik Seidel, John Juanda, Tony Bloom, Dan Smith und Tom Dwan an den Tischen ist ein Traum für die Railbirds und vorprogrammierter Shark-Horror für die Teilnehmer. Aber jeder dieser Spieler ist über lange Jahre erfolgreich im Geschäft und könnte sicher über seine "Edge" in diesem Event lange Vorträge halten. Vermutlich kämen alle zu dem Schluss, dass die Teilnahme von drei Geschäftsleuten aus China die als Amateure die Fischgründe lukrativ machen.
Da nur 3 Plätze bezahlt wurden, ging die Rechnung für kaum einen Teilneher auf. Daniel Negreanu schied als Bubbleboy aus - er riskierte mit A8 einen Move und wurde von Patrik Antonius mit JJ "bestraft". Gus Hansen schaffte es auf Platz 3 und damit in's Geld. Als "Endgegner" von Ivey lauerte Patrik Antonius im Heads-Up. Der Finne musste allerdings klein beigeben und seinem amerikanischen Kontrahenten den Löwenanteil des Preisgeldes überlassen. Seine letzten Chips riskierte Antonius mit K3o und Ivey holte sich den Stack mit AQ.
Hier die Payouts der Finalisten:
1. Phil Ivey $2,000,000 AUD
2. Patrik Antonius $1,200,000 AUD
3. Gus Hansen $800,000 AUD
Montag, 30. Januar 2012 um 16:02 Uhr
Nach insgesamt 18 turbulenten Tagen sind die letzten Würfel bzw. Karten gefallen. Mit Oliver Speidel gewinnt ein Melbourner das Main-Event und wird die Wirtschaft demnächst mit den gewonnenen $1,6 Mio AUD (ca. 1,3 Millionen Euro) ankurbeln. 659 Spieler aus aller Welt waren angetreten um in Australien das große Glück zu machen. Der 26jährige Bankangestellte Speidel sorgte nach sieben Tagen Spielzeit dafür, dass das Geld im Land bleibt.
Kurz vor dem Finaltisch waren mit Phil Ivey und der Turnier-Ikone Lee Nelson noch prominente Spieler im Rennen um die Krone. Yvey ging als Shortstack in die vorletzte Runde und schied prompt aus. Das war Glück im Unglück, denn dadurch war noch ein Einkauf in das $250k Highroller-Event möglich. Hier lief für den besten Spieler der Welt alles nach Plan (sh unten).
Lee Nelson versuchte sich mit AK an den Finaltisch zu pushen. Speidel hielt mit 88 gegen und gewann den Coinflip und durfte mit einem anständigen Chipstack in's Finale starten. Hier erspielte er sich bereits früh die Führung und verteidigte diese bis zum Heads-Up. Der als Chipleader gestartete Björn Li erlebte dafür einen rabenschwarzen Tag. Er agierte glücklos, verlor die entscheidenden Coinflips und musste enttäuscht auf dem sechsten Platz den Stuhl räumen.
Im abschliessenden Zweikampf gelang Kenneth Wong zwar noch ein kleines Comeback aber als er mit 99 in AA von Speidel rannte, war der Drops gelutscht. Der Spieler aus Hong Kong erhielt für den zweiten Platz immerhin eine Million AUD und könnte damit an den Cash-Tischen in Macau mitmischen.
Hier die Finalisten im Überblick:
1. Oliver Speidel $1,600,000
2. Kenneth Wong $1,000,000
3. Mile Krstanoski $610,000
4. Mohamad Kowssarz $405,000
5. Patrick Healy $300,000
6. Bjorn Li $230,000
7. Yann Dion $170,000
Wie schon oben erwähnt trauerte Ivey dem Ausscheiden aus dem Main-Event nicht lange nach. Stattdessen kaufte er sich in das High-Roller-Event ein (einen Teil des Buy-Ins hatte immerhin durch das Main-Event eingenommen). Dort traf er auf gute Bekannte und spielte sich in 13 Stunden durch das Feld. Insgesamt hatten sich 16 Spieler das Luxus-Turnier gegönnt. Daniel Negreanu, Gus Hansen, Jason Mercier, Sam Tricket, Erik Seidel, John Juanda, Tony Bloom, Dan Smith und Tom Dwan an den Tischen ist ein Traum für die Railbirds und vorprogrammierter Shark-Horror für die Teilnehmer. Aber jeder dieser Spieler ist über lange Jahre erfolgreich im Geschäft und könnte sicher über seine "Edge" in diesem Event lange Vorträge halten. Vermutlich kämen alle zu dem Schluss, dass die Teilnahme von drei Geschäftsleuten aus China die als Amateure die Fischgründe lukrativ machen.
Da nur 3 Plätze bezahlt wurden, ging die Rechnung für kaum einen Teilneher auf. Daniel Negreanu schied als Bubbleboy aus - er riskierte mit A8 einen Move und wurde von Patrik Antonius mit JJ "bestraft". Gus Hansen schaffte es auf Platz 3 und damit in's Geld. Als "Endgegner" von Ivey lauerte Patrik Antonius im Heads-Up. Der Finne musste allerdings klein beigeben und seinem amerikanischen Kontrahenten den Löwenanteil des Preisgeldes überlassen. Seine letzten Chips riskierte Antonius mit K3o und Ivey holte sich den Stack mit AQ.
Hier die Payouts der Finalisten:
1. Phil Ivey $2,000,000 AUD
2. Patrik Antonius $1,200,000 AUD
3. Gus Hansen $800,000 AUD
Samstag, 28. Januar 2012 um 15:54 Uhr
Viktor Blom findet zu alten Gewohnheiten zurück und fährt an den High-Stakes-Tischen Bankroll-Achterbahn. Wie immer nimmt der Schwede dabei keinerlei Auswahl in Sachen Gegner vor sondern spielt alles was sich an den Tisch setzt. Allerdings legt er viel Wert auf ordentliche Preflop-Action. Als Sander Berndsen Preflop Minraises ansetzte, meldete sich Blom per Chat und drohte damit den Tisch zu verlassen "I don't play the minibet game - sorry" schrieb der Actionjunkie. Anfang der Woche spielte er sich beachtliche $774,000 Gewinn in den Account und verlor davon in den Folgetagen 600,000 Dollar - laut Datenbank befindet er sich für 2012 aber noch mit $305k in der Gewinnzone..
Ein Spieler mit dem Nick "patpatman" holte sich 500k aus Isildur's Bankroll und ist damit der erfolgreichste Spieler der Woche.
Eine teure Woche hatten Phil Galfond (-$428k), Sander Berndsen und Ilari Sahamies (je -300k).
Mit James Akenhead (Bild) gab es mal wieder einen prominenten Sieger beim beliebten Sunday Million von Pokerstars. Der Brite setzte sich gegen 7.124 Konkurrenten durch und kassierte $213,750 Preisgeld. Insgesamt waren $1,425,000 im Preispool die aber wie üblich auf eine Menge Geldränge verteilt werden. Kurioserweise war ein Versehen letztlich der Garant für den Erfolg des Engländers. Akenhead wollte Preflop mit KT auf 800k raisen und tippte versehentlich eine Null zuviel. Damit war er bei einem Stack von 9 Millionen quasi all-in und traf auf QQ des Gegners. Ein K auf dem Board gab ein Double-Up und wahrscheinlich etwas Puls bei beiden Beteiligten Spielern. Ein „oops“ im Chatfenster war der einzige Kommentar zum Malheur.
Samstag, 28. Januar 2012 um 15:53 Uhr
Zum elften Mal wurden die "European Awards" vergeben. In Paris wurde Pius Heinz für die "Best Tournament Performance" geehrt. Die Jury sprach Betrand Grospellier den "Rob Gardner Memorial Award" als Pokerpersönlichkeit des Jares zu. Online Player of the Year wurde Ilari Sahamies der sich gegen Online-Pro's wie Rui Cao oder Viktor Blom durchsetzte.
Hier die Preisträger im Überblick:
Player of the Year: Sam Tricket
Best Tournament Performance: Pius Heinz
Rookie of the Year: Andrey Pateychuk
Europe's Leading Lady: Natalie Nikitina
Poker Staff Person of the Year: Warren Lush
Internet Player of the Year: Ilari Sahamies
Rob Gardner Memorial Award
for Poker Personality of the Year: Bertrand Grospellier
Best European Event of the Year: WSOP-E Cannes
Lifetime Achievement: Jesse May
Donnerstag, 26. Januar 2012 um 16:20 Uhr
Peter Eastgate hatte bekanntlich sein Main-Event-Bracelet über Ebay verkauft und den Erlös gespendet. Der Verkaufspreis lag bei $147,500 und der Käufer blieb allerdings anonym und das Bracelet verschwand. Ein Jahr später outet sich Willie Haughey als Käufer.Haughey hat es als Geschäftsmann in Schottland zu stattlichem Reichtum gebracht aber sich vom Geld den Charakter nicht verderben lassen. Im Interview berichtet er, dass er von der Versteigerung über einen Link bei PokerStars erfuhr. Sein Interesse wurde geweckt, weil Eastgate den Erlös für einen wohltätigen Zweck spendete. Haughey begeisterte sich für die Idee, hatte aber nicht vor das Armband zu tragen, stattdessen verwahrte er es und will es nun einem Museum oder für eine andere Aktion (bspw. einem Wohltätigkeitsturnier) zur Verfügung stellen.
Der Millionär ist im Heimatland sehr beliebt und hat in den letzten Jahren über 5 Millionen Pfund gespendet. Nach 25jährigem Unternehmertum hat er sich aus der täglichen Arbeit zurückgezogen. Obwohl er keine finanziellen Sorgen hat, reizt ihn das Pokerspiel. Besonders die sozialen, psychologischen Aspekte begeistern ihn. Mit seiner Frau bereist er bereits seit 7 Jahren zahlreiche Pokerlocations und trotz seines Amateurstatus konnte er bereits achtbare Erfolge erzielen - sowohl bei der WSOP, EPT und WSOP-E Events erreichte er die Geldränge also gute Platzierungen.
Er ärgert sich über das Bild das von den Medien über die Pokerwelt/-spieler verbreitet wird und welches leider durch schwarze Schafe wie Full Tilt und Cereus bestätigt wird. Durch seine Spenden und die Rückführung des Bracelets möchte er ein positives Zeichen setzen und die Pokergemeinschaft so präsentieren wie sie tatsächlich ist, interessiert, smart, offen und für das Pokerspiel begeistert. Die wirklichen Pokerspieler haben mit dem Klischee des "Zockers" nichts gemein und es ist unsere Aufgabe dies deutlich zu machen, so der sympathische Millionär im Interview.
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