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  1. #1
    Orgrim ist offline Shark
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    Standard Chip-Aufteilung

    Huhu
    Auf der Suche nach einem Pokerkoffer habe ich was gefunden,
    habe mich jedoch gefragt ob das eine gute Aufteilung ist. Also, wollte ich mir von euch mal Rat einholen, ob ihr meint, ob es sich dabei um eine sinnvolle Chiip/- Werteaufteilung handelt. Die Chips sind mit den Werten gekennzeichnet, also nicht veränderbar!

    # 50 Chips Wert 5 rot
    # 50 Chips Wert 10 dunkelblau
    # 100 Chips Wert 25 grün
    # 50 Chips Wert 50 hellblau
    # 150 Chips Wert 100 schwarz
    # 50 Chips Wert 500 lila
    # 50 Chips Wert 1000 gelb

    Insg also 500 Chips.
    Danke, Org.

  2. #2
    Arcticfox ist offline Angler
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    Standard

    Für Pokerchips-Verteilung gibt es hier ein Unterforum. Dort solltest Du sowohl eine Antwort auf Deine Frage als auch die Grundlagen zum Thema finden.

    In aller Kürze: Die Verteilung ist überhaupt nicht brauchbar. Sie krankt am üblichen Problem der Billigkoffer: Zu viele Farben/Chipwerte, und die in sinnloser Zusammenstellung.

    Edit: Bei weiteren Fragen wäre die Angabe hilfreich, wofür die Chips verwendet werden sollen (Turnier oder Cashgame, Blinds/Limit, usw.)
    Geändert von Arcticfox (21.03.2011 um 23:01 Uhr)

  3. #3
    Avatar von ChipFreak
    ChipFreak ist offline Poker Gott
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    Standard

    Hey...
    grade leider nicht viel Zeit für ne ausführliche Erklärung aber soviel kann ich schonmal sagen:
    Die Aufteilung ist definitiv NICHT SINNVOLL!

    Viel zu viele verschiedene Werte, dafür von fast jedem Wert zu wenige Chips.
    Ausserdem wissen wir ja nichtmal wfür die chips sein sollen. nen paar Infos für welche limits und spieleranzahl der dienen soll wären schon mehr als nützlich. Nutz mal die SuFu, da findest Du 1000 Threads mit genau der gleichen Frage.

    Ansonsten hab ich hier mal den Anfang von nem Artikel den ich grade aus Zeitgründen nicht fertig bekomme...sollte für Deine Frage reichen.
    Siehe nächster Post:

  4. #4
    Avatar von ChipFreak
    ChipFreak ist offline Poker Gott
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    Standard

    1. Was wollen wir spielen: Turnier oder Cash-Game?
    Zunächst sollte man sich überlegen ob man ein Turnier oder ein Cash-Game spielen will. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

    1.1 Das Turnier
    Bei einem Turnier zahlt jeder Spieler vor Beginn des Spiels den gleichen Betrag (Buy-In) in einen Pot ein. Dieser Pot bildet den Pricepool des Turniers, aus dem später die Gewinne ausgezahlt werden. Für seinen Buy-In bekommt dann jeder Spieler die gleiche Anzahl Chips.
    Ziel des Turniers ist es, dass ein Spieler am Ende alle Chips gewonnen hat.
    Der grosse Unterschied zwischen einem Turnier und einem Cash-Game ist, dass bei dem Turnier die Zwangseinsätze (Blinds) kontinuierlich ansteigen. Dadurch hat man quasi eine Inflation des Chipwertes. Denn wenn die Blinds zu Beginn des Spiels bei 25/50 liegen sind 500 Chips noch deutlich mehr Wert als wenn die Blinds später schon bei 500/1000 liegen.
    Man kann Turniere auch mit einem Rebuy spielen, d.h. wenn ein Spieler (üblicherweise vor Ablauf des 3. Blindlevels) alle seine Chips verliert, dann kann er sich für einen zuvor festgelegten Betrag (meist in Höhe des ursprünglichen Buy-Ins) noch einmal einkaufen. Durch Rebuys erhöht sich der gesamte Preispool und die Dauer des Turniers. Ausserdem bekommen Spieler die frühzeitig broke gehen eine zweite Chance und müssen nicht so früh nach Hause.
    Ebenfalls sind sogenannte Add-Ons nicht selten. Im Gegensatz zu einem Rebuy kann man ein Add-On jeder Zeit in Anspruch nehmen. Häufig umfasst ein Add-On soviele Chips wie der Ursprüngliche Buy-In oder weniger. Die Kosten dafür sollten natürlich in Relation zum ursprünglichen Buy-In liegen.
    Eine mögliche Variante ist es, das Add-On in Stufen zu ermöglichen. Zum Beispiel so, dass man sich am Ende der Rebuyphase in 1000er Schritten wieder bis zu seinem ursprünglichen Startstack von 10.000 Chips einkaufen kann. Dadurch würde das Turnier quasi erst nach der Rebuyphase richtig ernst werden.

    1.2 Das Cash-Game
    Bei einem Cash-Game (CG) kaufst sich jeder Spieler für einen gewissen Betrag in das Spiel (auch wenn es schon läuft) ein. Er bekommt dann Chips in Höhe seines Buy-Ins. Das heisst er tauscht quasi Geld gegen Spielchips 1zu1. Die üblichen Buy-Ins liegen zwischen 20 und 200 Bigblinds (BB). Wobei 20BB sehr wenig sind, 100BB sind der Standard und 200BB sind schon ne Menge. Falls ein Spieler pleite ist oder meint er hat zu wenig Chips, dann kann er jederzeit nachkaufen (nur nicht für die laufende Hand). Das hängt dann alles von der persönlichen Schmerzgrenze ab.
    Wenn ein Spieler dann keine Lust mehr hat kann er sich jeder Zeit wieder auscashen, sprich seine Chips wieder in Bargeld tauschen.
    Bei einem CG erhöhen sich die Blinds nicht, es sei denn alle Spieler einigen sich darauf.

    1.3 Abschließende Gedanken zu Turnieren und Cash-Games
    Beide Varianten haben Ihre Eigenarten. Im wesentlichen gibt es da folgende Punkte:

    -Bei einem Turnier beschränkt sich der Einsatz üblicherweise auf 1-2 Buy-Ins. Dadurch kann man für den Anfang die Summe die man bereit ist einzusetzen begrenzen.

    -Bei einem Turnier sollten (optimalerweise) alle Spieler pünktlich erscheinen. Und wenn man raus ist, dann ist man raus. Dadurch kann der langersehnte Pokerabend schonmal ein frühzeitiges Ende nehmen. Somit ist ein Turnier nicht so flexibel wie ein CG, bei dem ein Spieler einfach mal im Laufe des Abends für 2 Stündchen vorbeischauen kann.

    -auch unterscheiden sich die beiden Varianten teilsweise deutlich in der Spielweise. So wird im Turnier am Anfang häufig recht tight gespielt (man will ja nicht gleich wieder nach Hause gehen) und im Cash-Game wird da schon mal mehr geblufft und mit spekulativen Händen gespielt (Frei nach dem Motto: wenn’s nicht klappt, dann kauft man halt nach).

    Man sollte sich also überlegen für welche Spielform man sich entscheidet. Wenn man beides will und es ein langer Abend werden soll, dann kann man auch mit einem Turnier anfangen (dann vielleicht er ein kurzes, damit die frühzeitig rausgeflogenen nicht so lange warten müssen) und danach zum CG übergehen. Wenn man ein Turnier mit genug Spielern für zwei Tische spielt und verschiedene Chipsets hat, dann bietet es sich an, an dem Tisch der zu erst aufgelöst wird schon das CG (mit Leuten die bereits aus dem Turnier geflogen sind) zu starten, während am zweiten Tisch das Turnier zu Ende gespielt wird.

    1.4 Nützliche Links
    Homepokertour.com
    Auch im Zeitalter der SMS flatrates kann es ziemlich müßig sein vor jeden Spiel seinem gesamten Spielerpool eine Sms zu schicken, sich zu notieren wer nun mitspielt und am wenn es losgeht zu merken, dass einer zuviel da ist und nun böse ist, weil kein Platz mehr am Tisch ist.
    Diesem Problem bietet die Seite Homepokertour.com Abhilfe. Hier könnt ihr eure Pokerrunde einrichten, in der sich die potenziellen Teinehmer anmelden. Ihr könnt Rundmails schreiben in denen sich die Spieler automatisch ihren Platz am Tisch reservieren können und eine Punktetabelle usw. Gibt es auch noch obendrauf. Kosten tut das ganze auch nix. Sehr zu empfehlen.

    blindvalet.fr
    Hier könnt ihr relativ leicht eine Blindstruktur, eine Auszahlungsstruktur und mögliche Startstacks für eure Turniere festlegen. Ein Blindtimer den man während des Spiels laufen lässt ist auch dabei. Dazu kann man einstellen wieviele Rebuys es gab, wieviele schon raus sind und wieviele Rebuys/Addons es gab. Auch alles kostenlos.

    thetournamentdirector.net
    Die wohl umfangreichste und beste Turniermanagement Software die es gibt. Hiermit ist so ziemlich alles möglich, vom Player Seating bis zur Punkteverteilung nach eigenen Vorstellungen ist hier absolut alles möglich. Durch den Umfang benötigt man natürlich erstmal eine gewisse Zeit bis man wirklich damit umgehen kann, aber danach ist fast alles möglich. Wer also regelmässig grössere Turniere organisiert oder einfach nur das Beste vom Besten will, der ist hiermit gut beraten. Dafür kostet die Software aber auch etwas. Wobei der Preis, wenn man das Programm wirklich nutzt, noch ziemlich günstig ist.

    2. Wieviele Chips benötigen wir?
    Ja, jetzt kommen wir zu der wohl am häufigsten gestellten Frage, auf Grund derer ich mir auch überhaupt endlich die Mühe gemacht habe diesen längst überfälligen Artikel zu schreiben.

    Wenn man einfach mal kurz bei ebay oder diversen Onlineshops durch das Grosse Angebot der Pokersets schaut, dann wird man schnell feststellen, dass dort alle möglichen Sets in etlichen verschiedenen Aufteilungen zu haben sind. Leider sind die meisten dieser Aufteilungen absoluter Blödsinn und am Ende sitzt der unerfahrene Käufer auf nem Set von dem er eigentlich nur die Hälfte der Chips brauchen kann. Häufigster Grund dafür ist, dass in den Sets viel zu viele verschiedene Chipwerte drin sind, dafür dann aber von jedem Wert zu wenige Chips.

    Daher gebe ich euch hier eine Einführung in die Grundüberlegungen warum man wieviele Chips von wieviel verschiedenen Wertigkeiten braucht sowie einige Vorschläge für gut spielbare Sets.
    Bei den Vorschlägen unterscheide ich dann zwischen verschiedenen Kriterien, z.B. Bis zu 6 Spielern oder 6-10 Spieler und Turnierset, Cash-Game Set oder universal Set für beides.

  5. #5
    Avatar von ChipFreak
    ChipFreak ist offline Poker Gott
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    2. Grundüberlegungen

    Grundprämisse ist es, das jeder Spieler genug Chips haben soll, damit er nicht ständig bei anderen Spielern oder im Pot wechseln muss. Ausserdem soll er sich nicht gleich shortstacked fühlen, weil vor ihm insgesamt nur 19 Chips liegen (z.B. 10.000 Chips in 4x25, 4x100, 3x500 und 8x1.000). Trotzdem soll die Menge der Chips und die Anzahl der verschiedenen Wertigkeiten (Denominations, kurz Denoms) übersichtlich bleiben, damit ein Spieler nicht erst ewig zählen, rechnen und überhaupt entscheiden muss ob er seinen Einsatz jetzt in zehn 25er Chips oder in zwei 100er und zwei 25er Chips macht. Das kann erstens nerven und zweitens, besonders im Turnier, wertvolle Zeit kosten in der die Blinds immer weiter steigen und man dadurch nur wenige Hände pro Blindlevel spielen kann.

    Dementsprechen habem wir Wichtige Kriterien:
    – jeder Spieler hat genug Chips damit er nicht ständig wechseln muss und dadurch den Spielfluss stört;
    – jeder Spieler hat soviele Chips, dass er nicht zu Beginn des Spiels schon denkt er kann kaum was setzen weil insgesamt nur 19 Chips vor ihm liegen
    – die Spieler bekommen ihre Chips nicht in 6 verschiedenen Denoms und haben dann zig verschiedene Stapel vor sich stehen und können sich nciht entscheiden welche Chips sie denn nun zum setzen nehmen.

    Das führt uns jetzt zu Folgenden zu beantwortenden Fragen:

    2.1 Wieviele verschiedene Denoms brauchen wir?
    In der Regel reichen bei einem Cash-Game 3-4 verschiedene Denoms. Bei einem Turnier können es je nach Spieleranzahl und Startstack auch 4-5 sein. man sollte jedoch zusehen, dass man nicht mehr als 4 Denoms gleichzeitig auf dem Tisch hat. Das bewerkstelligt man durch einen sog. Color-Up, sprich wenn ein Chipwert im laufe des Spiels so niedrig ist, das man ihn nicht mehr zwingend zu setzen der Blinds benötigt, dann tauscht man diese Chips in der Pause gegen höherwertige Chips aus. Ja, jetzt werden sich vielleicht einige von euch denken: “Määhhh…jetzt kann ich ja garnicht die ganzen tollen, verschiedenen Farben nehmen die es so gibt!”. Das stimmt wohl, aber glaubt mir, grosse Chipstapel in der gleichen Farbe sehen viel besser aus (und spielen sich vor allem auch besser) als etliche kleine Pipistapel von verschiedenen Chipwerten.
    Wichtig dabei ist, die Relation von einem Chip zum nächsthöheren Chip sollte (fast, zu den Ausnahmen komme ich gleich) bei 1zu4oder 1zu5 liegen. Denn es macht in der Regel wenig Sinn zwei 50er Chips zu legen, wo man auch einen 100er legen kann. Da hätte man dann auch wieder das Problem der Zeitverzögerung, weil die Spieler sich entscheiden müssen welche Chips sie denn nun nutzen um ihren Einsatz zu tätigen.

    Üblicherweise sind Chips in den folgenden Denoms erhältlich (es gibt natürlich Ausnahmen):
    .25-(.50)-1-5-(10)-25-(50)-100-500-1.000-5.000-10.000-25.000

    Grundsätzlich (im juristischen Sinne, sprich: meistens aber nicht immer) machen die eingeklammerten Chipwerte wenig Sinn.

    Die Ausnahmen:
    – Teilweise macht es Sinn einen Chip Im Wert des Smallblinds (SB) und einen Chip im Wert des BB zu haben. Das gilt aber in erster Linie für CG’s und die Zusammensetzung des restlichen Sets. Ausserdem muss ich das jetzt sagen, weil dieser Fall auch auf mein eigenes custom Set zutrifft.

    – bei Turnierchips ist es üblich, dass auf den 500er ein 1.000er Chip folgt und danach dann ein 5.000er eingesetzt wird. Das ist halt so, keine Ahnung warum. Persönlich nutze ich in meinem Turnierset neben 25ern, 100er und 500ern eine Ladung Chips ohne Wertaufdruck (non-denoms), die ich als 2000er oder 2500er nehme. Wie oben erklärt machtdas mehr Sinn als die übliche 500-1.000-5.000 Verteilung. Leider gibt es in den meisten Chipsets von der Stange keine 2.000er oder 2.500er. Manchmal hat man aber Glück und es gibt einen non-denom Chip.

    Hier jetzt einige sinnvolle Kombinationen von Chipwerten für verschiedene Spielvarianten (wie gesagt, in diesem Artikel beziehe ich mich NUR auf No-Limit-Hold'em):

    Dies noch vorweg: man kann in CG’s auch gut Chips mit Turnierwerten ($5, $25, $100,…) einsetzen und die Wertigkeiten einfach als Angaben in cent ansehen. Siehe später auch der Vorschlag zum Kombiset für Turniere und CG’s.

    Die Werte in Klammern können eingestzt werden, wenn ihr viel Geld am Tisch habt, nach oben hin Luft haben wollt, oder einfach beim Chipkauf sparen wollt und lieber einige höhere Werte dazunehmt um insg. weniger Chips kaufen zu müssen.

    Cash-games ( alle Angaben in Cent):
    -NL5 (2c/5c Blinds): 1-5-25-(100)
    -NL10 (5c/10c Blinds): 5-25-100-(500) untypische aber auch sehr gut spielbare Variante mit Luft nach oben: 5-10-50-(200)
    -NL20 (10c/20c Blinds): 5-25-100-500 oder hier deutlich besser: 10-50-200-(1.000)
    -NL25 (10c/25c Blinds): 5 (oder 10)-25-100-500
    -NL50 (25c/50c Blinds): 25-100-500-(1.000 oder 2.000)
    -NL100 (50c/100c Blinds): (25 oder hier sogar besser 50)-1-5-(2.000 oder 2.500)

    Turniere (bis 10 Spieler):
    -T1.000 bis T2.500 (Blinds starten bei 5/10): 5-25-100-500-(1.000/2.000/2.500 bei Turnieren ab T2.000)
    -T5.000 (25/50): 25-100-500-1.000/2.000/2.500-(5.000)
    -T10.000 (25/50 oder 50/100): 25/(bei 50/100 Startblinds evtl. 50er)-100-500-1.000(2.000/2.500)–(5.000)

    So…jetzt wissen wir schonmal welche und wieviele verschiedene Werte in unserem Chipset vorhanden sein sollten. Das führt uns zu der Frage wieviele Chips wir von jedem einzelnen Wert benötigen. Zur Beantwortung dieser Frage müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie wir die Startstacks (die Chips die jeder Spieler zu Beginn des Spiels für seinen Buy-In bekommt) zusammensetzen.

    2.2 Sinnvolle Zusammensetzung der Startstacks
    Die Zusammensetzung der Startstacks ist vor allem im Turnier wichtig. Im CG kann man später auch leicht durch die Rebuys die Gesamtmenge und Aufteilung der Chips am Tisch beeinflussen.

    Wie bereits in den Grundlagen erwähnt richten wir uns hierbei nach den dort festgestellten Prämissen.
    Zudem sollte man dafür sorgen, vor allem im CG, dass man von den Chips die man vermutlich am meisten zum setzen benötigt (=workhorse Denoms; meist der mittlere Chip in der Verteilung; bei Werten von 5-25-100 also der 25er) auch die meisten auf dem Tisch (im Startstack) hat.

    Die Zusammensetzung der Startstacks bestimmt massgeblich aus wievielen Chips unser Set letztendlich bestehen muss.

    Startstacks für CG’s (immer für einen standard Buy-In von 100BB):

    -NL5: Wenige Chips: 5x1; 19x5; 16x25 Viele Chips: 10x1; 18x5; 16x25 Massig Chips: 15x1; 22x5; 15x25

    -NL10: Wenige Chips: 10x5; 14x25; 6x100 Mehr Chips: 15x5; 17x25; 5x1 Viele Chips: 20x5; 20x25; 4x100 Massig Chips: 20x5; 36x25

    -NL20: Wenige Chips: 10x5; 18x25; 15x100 Viele Chips: 20x5; 20x25; 14x100 Massig Chips: 20x5; 36x25; 10x100
    Alternative Denoms: Wenige Chips: 10x10; 14x50; 6x200 Viele Chips: 15x10; 21x50; 4x200 Massig Chips: 20x10; 36x50

    -NL25: wenige Chips: 5x5; 19x25; 15x100; 1x5 Viele Chips: 10x5; 26x25; 18x100 Massig Chips: 20x5; 36x25; 15x100

    -NL50: wenige Chips: 12x25; 17x100; 6x500 Viele Chips: 16x25; 21x100; 5x500 Massig Chips: 20x20; 35x100; 2x500

    -NL100: Wenige Chips: 8x25; 18x100; 16x500 Viele Chips: 12x25; 22x100; 15x500 Massig Chips: 16x25; 36x100; 12x500


    Startstacks für Turniere:

    – T1.000: Wenige Chips: 10x5; 10x25; 7x100 Viele Chips: 10x5; 18x25; 5x100 Massig Chips: 20x5; 36x25

    – T1.500: Wenige Chips: 10x5; 10x25; 12x100 Viele Chips: 15x5; 17x25; 10x100 Massig Chips: 20x5; 36x25; 5x100

    – T2.500: Wenige Chips: 10x5; 10x25; 7x100; 3x500 Viele Chips: 10x5; 18x25; 10x100; 2x500 Massig Chips: 15x5; 25x25; 18x100

    – T5.000: Wenige Chips: 8x25; 8x100; 8x500 Viele Chips: 16x25; 16x100; 6x500 Massig Chips: 20x25; 20x100; 5x500

    – T10.000: Wenige Chips: 8x25; 8x100; 6x500; 6x1.000 Viele Chips: 16x25; 16x100; 16x500 (dies ist meiner Meinung nach die schönste und beste Verteilung für ein T10.000 Turnier).

    3.0 Zusammenstellung des Chipsets (der Breakdown)
    So…da wir jetzt wohl ausführlich genug das ganze Vorgeplänkel durchgegangen sind kommen wir jetzt zum Beef, sprich: Wieviele Chips kaufe ich denn nun?
    Diese Frage ist nach dem vorher Gesagten eigentlich leicht zu beantworten. Wir entscheiden uns also ob wir vorrangig Turniere oder CG’s spielen wollen, wie die Startstacks zusammengestellt sein sollen, ob es Rebuys geben soll (wenn ja wie viele und in welcher Zusammensetzung) und wieviele Spieler wir mit dem Set versorgen müssen.
    Das kann ja dann auch jeder für sich selbst machen. Ein nützliches Tool dafur ist der “Poker Chip Calculator” von Chiptalk.net.
    Ich mache hier jetzt also nur noch ein paar Vorschläge für typische Breakdowns (nach Gesamtanzahl der Chips sortier) die sich besonders gut anbieten.

    – 300 Chips:

    Für 6 Spieler und T1.500/T2.500Turniere und NL10 CG’s:
    90x5; 120x25; 60x100; 30x500. Das passt zu den Startstacks mit vielen Chips. Da sind genug 25er für nen Color-Up der 5er und genug 500er für 10 Rebuys. Mit Startstacks von 10-14-6-1(3 bei T2.500) könnte man damit auch noch 8 Spieler (dann aber ohne Color-Up und mit nur 7 Rebuys. Bei T2.500 dann ohne Rebuys)

    Für 6 Spieler und T5.000 Turniere:
    100x25; 120x100; 40x500; 40x1.000. Da ist nen Color-Up der 25er und genug 1.000er für 6 Rebuys dabei.

    Für 6 Spieler und T10.000 Turniere:
    50x25; 90x100; 120x500; 30x1.000; 10x5.000. Das reicht, bei Startstacks von 8-13-17, für Color-Up von 25ern und 100ern sowie für 6 Rebuys.

    – 500 Chips:
    Bester 500 Chip Breakdown für T1.000/1.500 Turniere und NL10 CG’s mit bis zu 10 Spielern:
    200x5; 200x25; 100x100. Für nen 1.000er/10€ Startstack kann man 20-20-4 rausgeben. Dann hat man noch genug für 6 volle Rebuys.

    Wenn’s ein bisschen mehr sein soll, dann ist ein Breakdown von 100x5; 200x25; 150x100; 50x500 auch sehr gut. Kann man mit 10 Spielern T2.500 Turniere mit 8 Rebuys spielen. Und man kann auch noch NL25 CG’s mit ner Bank von 450€ spielen.

    Für T10.000 Turniere und maximal 9 Spieler:
    110x25; 180x100; 150x500; 60x2.000. Bei 12-16-16 Startstacks genug für Color-Up der 25er und mehr als 9 Rebuys.

  6. #6
    JoeyChaoz ist offline Moderator
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    Hab das Thema mal in das (offenbar) richtige Unterforum verschoben. (Natürlich hab ich die wertvollen Beiträge von Chipfreak vorher kopiert - immerhin mein erster Thread, den ich verschiebe - nicht, dass so etwas wertvolles verloren geht...)

    Gruß,
    Joey
    Zitat Zitat von mac514-ftp Beitrag anzeigen
    Mir fällt gerade ein, dass ich vielleicht einfach so viel Geld einzahlen sollte, dass ich das BRM nicht mehr missachten KANN, weil ich dann ganz legitim auf den höchsten Limits spiele (und es dann auch nicht mehr möglich ist, noch höher zu gehen).

  7. #7
    Avatar von ChipFreak
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    Zitat Zitat von JoeyChaoz Beitrag anzeigen
    Hab das Thema mal in das (offenbar) richtige Unterforum verschoben. (Natürlich hab ich die wertvollen Beiträge von Chipfreak vorher kopiert - immerhin mein erster Thread, den ich verschiebe - nicht, dass so etwas wertvolles verloren geht...)

    Gruß,
    Joey
    Hab das natürlich auch doppelt und dreifach gespeichert. Wenn ich das fertig geschrieben habe....irgendwann demnächst...dann kann man das ja mal als sticky ins entspr. Unterforum packen. Denke sowas wird mal Zeit!

  8. #8
    JoeyChaoz ist offline Moderator
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    Zitat Zitat von ChipFreak Beitrag anzeigen
    Hab das natürlich auch doppelt und dreifach gespeichert. Wenn ich das fertig geschrieben habe....irgendwann demnächst...dann kann man das ja mal als sticky ins entspr. Unterforum packen. Denke sowas wird mal Zeit!
    Darüber würde ich mich sehr freuen - dann kommt mal wieder ein wenig content rein.... ;-)
    Zitat Zitat von mac514-ftp Beitrag anzeigen
    Mir fällt gerade ein, dass ich vielleicht einfach so viel Geld einzahlen sollte, dass ich das BRM nicht mehr missachten KANN, weil ich dann ganz legitim auf den höchsten Limits spiele (und es dann auch nicht mehr möglich ist, noch höher zu gehen).

  9. #9
    Arcticfox ist offline Angler
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    Sehr schöner Artikel. Der wäre definitiv ein eigenes Sticky wert statt ihn hier in einer Antwort zu verstecken.

    Bei den gängigen Chipwerten würde ich speziell für Home-Chips ruhig auch noch die 5¢ aufnehmen - auch wenn er nicht bei jeder Serie vorhanden ist, so ist der doch recht häufig anzutreffen.

    Ein weitere Verwendungsmöglichkeit für die ansonsten ungebräuchlichen 10¢, 50¢ usw. gibt es bei den Limit-Varianten, bei denen sie recht praktisch sein können. Weitere "exotische" Chipwerte findet man auch beim Blackjack - das führt in einem Artikel über Pokerchips zwar zu weit, aber es erklärt manchen ungewöhnlichen Wert in der einen oder anderen Chip-Serie.

    Zitat Zitat von ChipFreak Beitrag anzeigen
    – bei Turnierchips ist es üblich, dass auf den 500er ein 1.000er Chip folgt und danach dann ein 5.000er eingesetzt wird. Das ist halt so, keine Ahnung warum.
    Eine mögliche Erklärung: Ab 1000/2000 bzw. spätestens nach 1500/3000 steigen die Blinds eine Zeit lang in 1000er-Schritten an, so dass der 1000er ein äußerst nützlicher Chip ist, auch wenn er von der 4/5-Regel abweicht. Die 500er können so relativ schnell vom Tisch und der 1000er ist dann eine ziemlich lange Zeit der kleinste Chip. Es ist praktisch so als würde man den Breakdown bei diesem Wert neu beginnen.

    Eine zusätzlicher Punkt noch, die man vielleicht mit aufnehmen könnte, weil er vielen Einsteigern so nicht klar sein dürfte: Bedingt durch diesen 500er/1000er Sprung enthält ein Chipset, das beim 25er beginnt, immer weniger Gesamtwert (in Relation zum kleinsten Chip) als eines, das beim 5er startet, was einen direkten Einfluss auf die Anzahl der benötigten Chips hat.

    Wenn man also mit möglichst wenigen Chips eine möglichst große Zahl von Spielern versorgen möchte, dann sind die kleineren Chips die bessere Wahl, auch wenn man dann "nur" ein T1000 oder T2000 spielt statt T5k oder T10k. Das Turnier selbst ändert sich dadurch aber nicht im geringsten, wenn die Blinds entsprechend kleiner sind.

  10. #10
    Avatar von ChipFreak
    ChipFreak ist offline Poker Gott
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    Hey...sehr gute Ergänzungen Arctic! Wenn ich ende derWoche mit meinem Umzug durch bin, dann werde ich den zu Ende schrieben und dann können wir ja nen Sticky machen und die ganzen Ergänzungen mit einfügen. Wär auf jeden Fall echt mal angebracht. Dann hätte man einen Referenzartikel auf den man verweisen kann, weil es kommt ja doch alle 2 Wochen wer an undfragt das gleiche

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