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  #1 (permalink)  
Alt 04.10.2007, 18:09
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Standard Harrington Band 1 Frage

Hallo ich möchte mit euch eine Hand besprechen. Auf Seite 153 im deutschsprachigen Harrington on Hold´em Band 1 Buch geht es um folgendes.

Blinds: 50 $ / 100 $
Pot: 150 $

Ihr Blatt: Qs Qc ( Dealer )

Frage auf wieviel sollte geraised werden damit SB und BB (Spieler A,B,C folden) auch noch mit einer Mittelmässigen Hand noch mitgeht? Nun steht im Buch S. 154 das man auch "The Fundamental Theorem of Poker"* bedenken sollte. Was ist damit gemeint ?

* The Theory of Poker von David Sklansky. Dort wird The Fundamental Theorem of Poker ausführlich beschrieben. Leider habe ich dieses Buch mir noch nicht angeschaft da die Übersetzung schlecht sein soll.

Würde mich riesig freuen, wenn jemand mir das kurz erklären könnte.

cu
wicked
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Alt 04.10.2007, 18:58
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Das "The Fundamental Theorem of Poker" beruht darauf, dass dein Gegner nahezu perfekt gegen dich spielen könnte, wenn er deine Karten kennen würde.

Jede Abweichung von dieser optimalen Spielweise (die er macht weil er deine Karten nicht kennt), ist also ein Fehler der letztendlich dir mehr Gewinn (in Geld, Chips oder was auch immer) bringen wird.

Hintergrund des ganzen ist also: Bringe deinen Gegner dazu Fehler zu machen, konkret: Bringe deinen Gegner dazu so zu spielen, dass er von dem "optimalen Spiel" (also dem Spiel das er machen würde wenn er deine Karten kennen würde), größtmöglich abweicht!

Da du ja im Prinzip die gleichen Fehler machst (weil du seine Karten auch nicht kennst), gewinnt am Ende nämlich in der Regel und auf lange Sicht derjenige, der in der Summe die wenigsten Fehler macht und am geringsten von der "optimalen Spielweise" abweicht.

Beispiel: Du hältst AA und dein Gegner eine mittelmäßige Hand wie TJ.
Wenn du jetzt ein zu hohes Preflop-Raise ansetzt und dein Gegner foldet, so hat er keinen Fehler gemacht im Sinne des FTOP, denn er hätte genauso gespielt wenn er gewusst hätte dass du AA hältst => der Fold ist hier die optimale Spielweise!
Wenn du ihn aber dazu bringst, einen Betrag X zu callen (und darum geht es ja auch bei deinem Beispiel), so hast du ihn dazu gebracht einen Fehler zu begehen und in diesem Fall einen Gewinn erzielt (da er dein Gebot callt, ohne auch nur annähernd die Odds zu haben um mit JT gegen deine Asse zu gewinnen, sein Call also eigentlich nicht gerechtfertigt ist).

Das FTOP sagt also aus, dass du jedesmal gewinnst wenn dein Gegner einen Fehler macht (von dem optimalen Spiel abweicht das er machen würde wenn er deine Karten kennen würde), und du jedesmal verlierst wenn DU einen solchen Fehler begehst da du die Karten deines Gegners nicht kennst!

Grob verstanden?
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  #3 (permalink)  
Alt 04.10.2007, 19:00
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Das Theorem besagt, dass deine Gegner jedesmal davon profitieren, wenn du eine Hand anders spielst als du es getan hättest wenn du die Karten deiner Gegner gekannt hättest und du jedesmal davon profitierst wenn du eine Hand genauso gespielt hast, wie du sie gespielt hättest wenn du die Karten deiner Gegner gekannt hättest. Im Prinzip besagt dieses Theorem, dass du dich bei deiner Spielweise an dem langfristigen Erwartungswert deiner Hand orientieren solltest. Es ist jedoch nicht unbedingt 1:1 auf dein Spiel zu übertragen, da das Theorem zwar im Heads Up als allgemeingültiges Prinzip gilt, jedoch nicht bei Multiway Pots.
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  #4 (permalink)  
Alt 04.10.2007, 19:02
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Da war wohl jemand schneller
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  #5 (permalink)  
Alt 04.10.2007, 19:04
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Danke euch beiden ich habs glaube ich grob verstanden. Hört sich wirklich logisch irgendwie an. Werde mir das Buch zu X-Mas wünschen
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  #6 (permalink)  
Alt 04.10.2007, 19:19
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Zitat:
Zitat von Wicked Beitrag anzeigen
Werde mir das Buch zu X-Mas wünschen
Lohnt auf jeden Fall! Ist zwar teilweise schon recht abstrakt (wie das erwähnte FTOP), aber wenn man so grundlegende Prinzipien mal geschnallt hat bringt einem das schon was!
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  #7 (permalink)  
Alt 05.10.2007, 09:24
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moin moin,

sagt mal, der harrington schinken ist ein reines turnierbuch, oder?
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  #8 (permalink)  
Alt 05.10.2007, 12:21
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Zitat:
Zitat von RiverGerd Beitrag anzeigen
moin moin,

sagt mal, der harrington schinken ist ein reines turnierbuch, oder?
jo, in erster linie schon...sollte allerdings für das CG auch hilfreich sein
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  #9 (permalink)  
Alt 13.10.2007, 22:48
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hab mir "theory of poker" im original gekauft, da die Übersetzung viele Fehler haben soll.

Wie siehts da mit Harrington aus? (Übersetzungsfehler, verkomplizierter Satzbau)
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  #10 (permalink)  
Alt 13.10.2007, 23:05
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Zitat:
Zitat von JulesWinnfield Beitrag anzeigen
Wie siehts da mit Harrington aus? (Übersetzungsfehler, verkomplizierter Satzbau)
nee, gar nicht. das buch ist sogar extrem lustig. bei manchen stellen bin ich aus dem bett gefallen vor lachen
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