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  #1 (permalink)  
Alt 26.05.2007, 15:06
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Standard Pot Odds zerstören, neue Überlegung

hey mir is schon klar dass man die Pot Odds zerstören sollte (wenn der Gegner zB nen Flush Draw hat), und das hab ich bisher auch immer gemacht.

Heute kam mir jedoch ein seltsamer Gedanke:

wäre es nicht rentabler wenn man dem Gegner immer so die Odds von ca. 4,5:1 geben würde (da er dann callen würde) und man in 65% der Fälle den Pot holt.

Beispiel:

man hält TPTK und schätzt den Gegner auf nen Flush draw ein.
Er braucht die Odds von 4,1:1 um zu callen.

Flop:
Im Pot sind 350, ich setzt 100 also sind 450 im Pot und er hat die Odds von 4,5:1. Er wird das wohl callen.

kein Flush kommt am Turn...
Am Turn sind dann 550 im Pot, ich setzte 150 also sind 700 im pot und er hat die Odds von 4,7:1. Er callt!

Kein Flush kommt am River, er checkt ich setze, er passt.

Der Pot ist 850.
Hätte ich ihm die Odds am Flop zerstört, hätte er gefoldet und ich hätte "nur" 350 gewonnen.

So hab ich aber mehr als das Doppelte gewonnen und in 65% der Fälle gewinnt man auch.

Außerdem hat man noch die Chance (wenn auch sehr gering), die Hand zu gewinnen selbst wenn der Flush kommt (zB. durch Full House) und dann ist es meist ein Monsterpot.


Was haltet ihr von dieser interessanten Theorie
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  #2 (permalink)  
Alt 26.05.2007, 15:19
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also dem gegner odds geben ist sicher nicht sehr klug. denn gute odds haben ist ja ein synonym für "langfristig gewinnen". außerdem müsstest du PERFEKT (flush)draws erkennen können

was ich gerne mache ist sets slowplayen. in 1/3 der fälle werden sie fullhouse und dann verdoppelt man fast immer
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  #3 (permalink)  
Alt 26.05.2007, 15:46
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Zitat:
Zitat von STEKLO Beitrag anzeigen
also dem gegner odds geben ist sicher nicht sehr klug. denn gute odds haben ist ja ein synonym für "langfristig gewinnen". außerdem müsstest du PERFEKT (flush)draws erkennen können

was ich gerne mache ist sets slowplayen. in 1/3 der fälle werden sie fullhouse und dann verdoppelt man fast immer
Eher 1/4 oder?
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  #4 (permalink)  
Alt 26.05.2007, 19:26
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Also dem Gegner die PotOdds geben, vor allem zum river, ist eher unglücklich .
Du willst ja die Gegner zu Fehlern verleiten. Ob ihm nu bewußt, daß er einen Fehler macht oder nicht, ist erstmal zweitrangig. Vieleicht kann er nicht mit potods oder callt aus anderen Gründen, egal. Den Gegener bei draws statistisch richtig spielen zu lassen, ist grundsätzlich ein Fehler. Zumal es im Internet doch nach meinen Beobachtungen trotz aller Statistik ungewöhnlich häufig vorkommt, daß Leute ihre draws vervollständigen. Alles nur Zufall .
Was vielleicht zu überlegen ist, ob man unbedingt am Flop eine teure "Pot-odds-Kaputtspielerei" (tolles Wort ) betreiben muss. Habe ich auch oft versucht, aber kostet in der Regel nur chips oder Geld, da die Leute einfach zu oft callen, vor allem im cashgame.
Im Tunier oder S&G wäre sozusagen das zuspielen von PotOdd, insbesondere am Turn, sowieso falsch, da hier die Devise gilt, lieber einen kleineren Pot zu sichern als einen größeren zu verlieren.
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  #5 (permalink)  
Alt 27.05.2007, 04:50
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1.Sets werden mit 33% Wahrscheinlichkeit zum Full House, das is schon richtig....das Set allerdings gegen nen Draw slow zu spielen halte ich für eher schlecht, da du den Pot unnötig oft verlieren wirst.
Wenn der Draw am Tisch liegt ist das set halt nicht ganz so profitabel wie auf nem ungefährlichen Board wenn dein Gegner "nur" TPTK hält zB, aber das is dann halt so.
2.Im Cashgame is das schon in Ordnung die Odds so zu gestalten dass er rein rechnerisch einen Fehler macht, mathematisch betrachtet verdienst du jedesmal dann wenn dein Gegner gegen seine Odds called, unabhängig davon ob du diesen einen Pot grade verlierst oder gewinnst (was hart zu verstehen is wenn du online gerade 10mal hintereinander outgedrawt wurdest obwohl du jedesmal potsize gesetzt hast um den draw teuer zu machen...und du in 10 Händen nen 3stelligen Betrag verloren hast..)
Insofern darf er ja callen.
Allerdings im Turnier oder SnG willst du nicht dass er mitgeht.
Erstens hast du dann meist nen beträchtlichen Anteil deiner Chips im Pot (weil du ihm ja Odds gegeben hast zum drawn und demnach gesetzt hast), und zweitens - wie mein Vorredner schon geschrieben hat - lieber nen kleinen Pot gewinnen als nen großen verlieren.

Ausserdem nicht zu vergessen, die Implied Odds (zumindest für mich) zählen beim Draw mehr als die momentanen Pot Odds...nicht ausser Acht lassen
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  #6 (permalink)  
Alt 27.05.2007, 05:02
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Zitat:
Zitat von Mundgeruch Beitrag anzeigen
1.Sets werden mit 33% Wahrscheinlichkeit zum Full House, das is schon richtig....das Set allerdings gegen nen Draw slow zu spielen halte ich für eher schlecht, da du den Pot unnötig oft verlieren wirst.
Wenn der Draw am Tisch liegt ist das set halt nicht ganz so profitabel wie auf nem ungefährlichen Board wenn dein Gegner "nur" TPTK hält zB, aber das is dann halt so.
2.Im Cashgame is das schon in Ordnung die Odds so zu gestalten dass er rein rechnerisch einen Fehler macht, mathematisch betrachtet verdienst du jedesmal dann wenn dein Gegner gegen seine Odds called, unabhängig davon ob du diesen einen Pot grade verlierst oder gewinnst (was hart zu verstehen is wenn du online gerade 10mal hintereinander outgedrawt wurdest obwohl du jedesmal potsize gesetzt hast um den draw teuer zu machen...und du in 10 Händen nen 3stelligen Betrag verloren hast..)
Insofern darf er ja callen.
Allerdings im Turnier oder SnG willst du nicht dass er mitgeht.
Erstens hast du dann meist nen beträchtlichen Anteil deiner Chips im Pot (weil du ihm ja Odds gegeben hast zum drawn und demnach gesetzt hast), und zweitens - wie mein Vorredner schon geschrieben hat - lieber nen kleinen Pot gewinnen als nen großen verlieren.

Ausserdem nicht zu vergessen, die Implied Odds (zumindest für mich) zählen beim Draw mehr als die momentanen Pot Odds...nicht ausser Acht lassen
Deine Implied Odds sind beim Flush aber doch relativ klein - nicht vergessen. Wenn ich meinen Gegner auf einen Flushdraw setze und das Ding kommt, bekommt der Jung keinen Cent mehr.
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  #7 (permalink)  
Alt 27.05.2007, 05:19
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Schon klar, aber bei nem Straight siehst dus manchmal nicht, grade wenn ich n tightes Image am Tisch hab und trotzdem frecherweise mit niedrigen 1-Gaps oder 2-Gaps gelimped oder gar geraised hab .
Bei nem Flush sind die Implied Odds zugegeben vergleichsweise klein.
Trotzdem bewerte ich bei nem Draw lieber die Implied Odds als die PotOdds, wobei man die nicht ganz ausser acht lassen darf, wenn die bet zu hoch is muss man halt raus
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  #8 (permalink)  
Alt 27.05.2007, 13:24
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was sind denn implied odds?
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  #9 (permalink)  
Alt 27.05.2007, 16:46
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Die Implied Odds sind Odds basierend auf der Vermutung wieviel du noch aus deinem Gegner rausleiern kannst wenn du deinen Draw vervollständigst zB.

Bedeutet im Endeffekt dass es weniger Sinn macht gegen einen Smallstack einen Draw zu spielen als gegen einen Bigstack, weil du beim Smallstack selbst im Falle dass er AllIn geht nicht soviel bekommst.
Natürlich darf er nicht erkennen dass du auf einem Draw sitzt, oder zumindest soll er dir nur auf eine kleine %-Chance einen Draw geben sodaß er bereit ist den Pot weiter zu füttern selbst wenn du den Draw gemacht hast.
Deshalb sind die Implied Odds bei nem Flush kleiner als bei ner Strasse, weil den Flush jeder Donk riecht (is auch nich so schwer ), aber man die Strasse manchmal nicht/nur schwer sehen kann.
Darum ist es auch so wichtig seine Hand zu verschleiern, sonst
"Wenn ich meinen Gegner auf einen Flushdraw setze und das Ding kommt, bekommt der Jung keinen Cent mehr."
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  #10 (permalink)  
Alt 27.05.2007, 17:51
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aso danke, also sollte man auch mal gegen die Pot Odds callen wenn man zB gegen nen BigStack spielt und die Potodds von nem Flushdraw zB 3,5:1 sind?

und kann man die Implied Odds irgendwie berechnen oder ist das einfach Spekulation wie viel man noch aus ihm rausleiern kann?
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