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  1. #1
    JoeyChaoz ist offline Moderator
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    Standard AJ/KQ UTG 6-Max

    Hi Leute!

    Ich spiele ja zz noch auf NL2 6max und dort habe ich mit einigen Händen/Situationen kleine Probleme:

    z.B.: AJ und KQ UTG

    Was soll man hier machen? Ein Call kommt ja nicht unbedingt in Frage und bis jetzt machte ich damit auch immer einen open-raise.
    Jedoch immer mit einem unguten Gefühl...

    Das Problem an der ganzen Geschichte ist nämlich, dass es auf NL2 keine Sau interessiert, aus welcher Position der Raise kommt und auch ein openraise von 4-5 BB munter gecallt wird und man sich dann am Flop OOP (außer wenn nur die Blinds callen) wiederfindet.
    Und AJ oder KQ finde ich OOP nicht so prickelnd...
    Außerdem haben diese 2 Hände meiner Meinung nach oft großes Potential, die "second best Hand" beim Showdown zu werden.

    Und bei einer 3Bet wirft man im Normalfall so eine Hand sowieso sofort auf den Muck, ohne mit der Wimper zu zucken.

    Also finde ich mich mit einem Openraise dieser 2 Hände in einer von 4 Situationen wieder:

    - Der ganze Tisch foldet und man sackt die Blinds ein.

    - Man wird gecallt und muss am Flop OOP spielen.

    - Man wird nur von einem oder beiden Blinds gecallt und hat noch Position

    - Man kassiert eine 3Bet (welche auf NL2 selten light sind) und muss folden.

    Ich kann jetzt leider noch keine Aussage treffen, welche Variante am häufigsten zutrifft, da ich dafür noch zu wenig Hände habe, aber die Tendenz läuft vorerst in Richtung Variante 2.
    Wenn also diese Variante die häufigste wäre, wäre es dann nicht besser, diese 2 Hände UTG einfach zu folden?

    Eine ähnliche Situation entsteht mit diesen Händen auch in den Blinds, wenn es mehrere Limper gab. Nur dass hier die Wahrscheinlichkeit, dass man den Pot gleich abstaubt, erfahrungsgemäß geringer sind, als im obrigen Beispiel. Aber im Gegenzug hat man hier ein geringeres Risiko, sich eine 3Bet einzufangen.
    Doch Schlussendlich findet man sich auch hier meist OOP am Flop wieder.
    Im Gegensatz zum UTG-Beispiel könnte man hier auch ein einfaches completen des SB statt eines Preflop-Raises in Betracht ziehen...

    Ein wiederum ähnliches Problem habe ich derzeit auch mit kleinen PP. Mittlerweile fülle ich damit in einem "family Pot" den SB nur noch auf, da ich finde, dass der Pot dann mir seinen 12 BBs schon groß genug ist, um ihn im Falle eines Sets noch gut ausbauen zu können.

    So! Jetzt seid ihr dran^^!
    Was haltet ihr von meinen Schlussfolgerungen?

    Gruß,
    Joey

    Edit: Mit AJ und KQ bin ich UTG mit meinem derzeitigen Standard-Open-Raise laut HEM noch leicht im Plus (Ist aber nicht wirklich ausagekräftig --> Samplesize), aber beim SB Beispiel kann man auch jetzt schon erkennen, dass ich mich als Preflop Aggressor mit kleinen PPs (hatte 22-77 gefiltert) oft selbst in schwierige Situationen (WA/WB) hineinmanöveriert habe, die - trotz Potcontrol - den einen oder anderen $ kosteten...
    Geändert von JoeyChaoz (10.11.2009 um 19:19 Uhr)

  2. #2
    Yves ist offline Poker Profi
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    Standard

    Wenn du dich unwohl fühlst beim Spielen einer bestimmten Hand spricht nichts dagegen sie zu folden, aber...

    wenn so viel hinter dir gecallt wird, dann solltest du im Normalfall eigentlich die stärkere Handrange haben. Vielleicht hilft es ein paar Szenarios zu durchdenken:
    a) Du triffst --> Valuebetten
    b) du triffst nichts bist aber Headsup gegen einen Gegner --> Contibetten und Secondbarrels (Scarecards nutzen)
    c) du triffst nicht und bist OOP im Multiway-Pot --> Hier würd ich die Hand mehrheitlich einfachaufgeben

    In den Blinds ist completen ok. Du willst keinen großen Pot spielen und erst recht nicht OOP. Also Limp mit und mach Action wenn du triffst. Dadurch behälst du auch viele Hände drinnen die second best Hands machen.
    Selbes trifft auf PP zu. completen und Druck machen wenn du triffst.

    Raise aus den Blinds wäre gut wenn du weißt, das viele folden werden. Da das aber selten der Fall sein wird kannst du den Value der Hand auch im unraised Pot holen.

  3. #3
    Avatar von Thrym
    Thrym ist offline Moderator
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    ich mache das komplett von der stärke des tisches abhängig. wenn er voller donks ist, die keine ahnung haben was ein kicker ist, dann raise ich und spiele es gegen 40/1 oder 60/40 gegner auch gerne oop. wenn der tisch voller regs ist, ist ein fold nicht verkehrt, ganz besonders nicht wenn einige davon hohe 3bet werte haben.
    Mein Sportwetten-Tagebuch ist wieder offen
    http://www.pokern.com/forum/sportwet...-tagebuch.html

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  4. #4
    Avatar von Phigo
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    imo und ich sprech da aus erfahrung, einfach im 15/12 mode spielen und viel mehr ip als oop spielen. AJ open ich, KQ mach ich nicht mal auf NL25, ausser ich bin an nem Nit - tisch. Ist aber auch immer auslegungssache, aber standard spielen da und nicht nachdenken und leveln, dann kannste bald auf NL10 rumturnen, NL2 ist echt zu easy um KQ utg open zu müssen. IMO

  5. #5
    JoeyChaoz ist offline Moderator
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    Danke euch dreien für eure Antworten.

    @Yves: genau das waren eben meine Überlegungen. Nur denke ich, dass man auf NL das Arbeiten mit Scare-Cards eher vergessen kann, da der Durchschnitt so was gar nicht bemerkt^^. (spiel bei Everest...)

    Und second-barrels feure ich jetzt auch nur noch mit einer Made-Hand bzw. guten Draws ab, da auf meinem Limit fast alle (schätze mal gute 90%) mit 60/3
    Stats rumgammeln. Gepaart mit einem enorm hohen WTSD-Wert rendiert es sich imo nicht (bzw. nur selten), gegen solche Gegner mit Air noch einen nachzulegen.

    @Thrym:

    Gegen einen Gegner mit den von dir genannten stats hätte ich damit auch kein Problem. Aber meistens haben alle solche stats (ganz selten findet man auch einen anderen soliden Spieler) und da fühl ich mich OOP (auch gegen nur 2) schon unwohl.
    Und wenn man unsicher ist, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, einen Fehler zu machen; also unsicher = -ev^^

    @Phigo:

    Du hast völlig Recht: Standart ABC-Poker ist imo auch die beste Methode, um auf NL2 schnell weiterzukommen. Eike Adler schreibt ja auch in "Poekr mit System 2", dass man sich immer genau einen "Skill-Level" über seine Gegner setzen soll. Und das ist in dem Fall klassiches ABC-Spiel. Außergewöhnliche Moves, Floats, etc. würden hier die Varianz zu sehr verstärken, denk ich mal...

    Und ich werde demnächst auch einen Shot auf NL10 wagen. Hab jetzt 20 BIs für NL10 und werde das Limit ausprobieren, wenn ich 25 zusammen hab bzw. wenn ich meine ersten 50k auf NL2 aufgezeichnet habe. (möchte vor dem Aufstieg noch eine kleine Leaksearch starten)

    Ich nenn es noch einen Shot mit 25 BIs, weil ich mich so einschätze, dass ich eher anfällig auf das "scared-money-Syndrom" bin und deswegen spiel ich normal auf 40-50 BIs. Vl etwas zu konservativ, aber besser als anders rum^^.

    Ich bedanke mich nochmal für eure Antworten. Die nächste Frage kommt bestimmt^^

    Bis dahin ein gutes Blatt,
    Joey

  6. #6
    Avatar von Phigo
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    Zitat Zitat von JoeyChaoz Beitrag anzeigen
    Danke euch dreien für eure Antworten.

    @Yves: genau das waren eben meine Überlegungen. Nur denke ich, dass man auf NL das Arbeiten mit Scare-Cards eher vergessen kann, da der Durchschnitt so was gar nicht bemerkt^^. (spiel bei Everest...)

    Und second-barrels feure ich jetzt auch nur noch mit einer Made-Hand bzw. guten Draws ab, da auf meinem Limit fast alle (schätze mal gute 90%) mit 60/3
    Stats rumgammeln. Gepaart mit einem enorm hohen WTSD-Wert rendiert es sich imo nicht (bzw. nur selten), gegen solche Gegner mit Air noch einen nachzulegen.

    @Thrym:

    Gegen einen Gegner mit den von dir genannten stats hätte ich damit auch kein Problem. Aber meistens haben alle solche stats (ganz selten findet man auch einen anderen soliden Spieler) und da fühl ich mich OOP (auch gegen nur 2) schon unwohl.
    Und wenn man unsicher ist, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, einen Fehler zu machen; also unsicher = -ev^^

    @Phigo:

    Du hast völlig Recht: Standart ABC-Poker ist imo auch die beste Methode, um auf NL2 schnell weiterzukommen. Eike Adler schreibt ja auch in "Poekr mit System 2", dass man sich immer genau einen "Skill-Level" über seine Gegner setzen soll. Und das ist in dem Fall klassiches ABC-Spiel. Außergewöhnliche Moves, Floats, etc. würden hier die Varianz zu sehr verstärken, denk ich mal...

    Und ich werde demnächst auch einen Shot auf NL10 wagen. Hab jetzt 20 BIs für NL10 und werde das Limit ausprobieren, wenn ich 25 zusammen hab bzw. wenn ich meine ersten 50k auf NL2 aufgezeichnet habe. (möchte vor dem Aufstieg noch eine kleine Leaksearch starten)

    Ich nenn es noch einen Shot mit 25 BIs, weil ich mich so einschätze, dass ich eher anfällig auf das "scared-money-Syndrom" bin und deswegen spiel ich normal auf 40-50 BIs. Vl etwas zu konservativ, aber besser als anders rum^^.

    Ich bedanke mich nochmal für eure Antworten. Die nächste Frage kommt bestimmt^^

    Bis dahin ein gutes Blatt,
    Joey

    endlich maln anfänger der vernünftige fragen stellt...war ja bei vielen inkl mir nicht so der fall

    Also mit 20 BIs kannste locker maln shot wagen, aber die 50k hände auf NL2 ist imo auch sehr sehr gut, super Überlegung. Wenn du so bedacht weiter machst wirds easy und mitte nächstes Jahr kannste auch über diesen Post lachen.

    gogogogo gl

  7. #7
    Avatar von Thrym
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    Zitat Zitat von Phigo Beitrag anzeigen
    KQ mach ich nicht mal auf NL25, ausser ich bin an nem Nit - tisch.
    hmmm...

    gerade gegen nits biste doch absolut tot wenn dich jemand callt. damit verwandelst du KQ in einem völligen bluff und könntest genauso 72o aus utg openraisen... oder hab ich da nen denkfehler drin?
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  8. #8
    Avatar von Phigo
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    Zitat Zitat von Thrym Beitrag anzeigen
    ich mache das komplett von der stärke des tisches abhängig. wenn er voller donks ist, die keine ahnung haben was ein kicker ist, dann raise ich und spiele es gegen 40/1 oder 60/40 gegner auch gerne oop. wenn der tisch voller regs ist, ist ein fold nicht verkehrt, ganz besonders nicht wenn einige davon hohe 3bet werte haben.
    bei zu hohem 3bet wert einfach ab und an ne 4bet einstreuen und die überlegen sich gaaaanz schnell imo ob sie noch öfter gegen dich 3betten. alles über 10 ist imo auf den limits auch dumm. Aber das ist schon wieder was für den Fall das du weiter bist in deinen überlegungen und sicher auch für den start nicht das beste

  9. #9
    Avatar von Phigo
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    Zitat Zitat von Thrym Beitrag anzeigen
    hmmm...

    gerade gegen nits biste doch absolut tot wenn dich jemand callt. damit verwandelst du KQ in einem völligen bluff und könntest genauso 72o aus utg openraisen... oder hab ich da nen denkfehler drin?
    hmm...ja ist schwer. denke aber man kann da öfter die blinds stealen, da auch grad dauf den mikros bis 25NL (sofern ich es erlebt habe) die nits autofolden. ne caling range von ner nit ip ist doch 22-88 manche bis JJ hoch und viele Connectors. depends sicher auf board textur am Flop und auf villains fold to cbet wert, aber auf nen AXX flop ohne K oder Q schmeisst der standard mutlitabling Nit imo alles was nicht A oder set ist.

    Bin da ja auch noch in der Findungsphase, aber ich versuche im Moment immer auch min einen nit tisch im "set" (kp wie das heisst aber bei sngs wars ein Set^^) zu haben um auch zu versuchen gegen die zu bestehen. Und da klappts bisher ganz gut. Man soll ja auch immer antizyklisch spielen, daher find ich kann man KQ ab und an oder halt tischbezogen auch immer openraisen. So oft hat man KQ utg ja auch nicht.

    Aber sogesehen klar, 72o geht dann auch, aber lässt sich oop beschissener spielen als KQ oop, oder? ^^

  10. #10
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    Zitat Zitat von JoeyChaoz Beitrag anzeigen
    Danke euch dreien für eure Antworten.

    @Yves: genau das waren eben meine Überlegungen. Nur denke ich, dass man auf NL das Arbeiten mit Scare-Cards eher vergessen kann, da der Durchschnitt so was gar nicht bemerkt^^. (spiel bei Everest...)

    Und second-barrels feure ich jetzt auch nur noch mit einer Made-Hand bzw. guten Draws ab, da auf meinem Limit fast alle (schätze mal gute 90%) mit 60/3
    Stats rumgammeln. Gepaart mit einem enorm hohen WTSD-Wert rendiert es sich imo nicht (bzw. nur selten), gegen solche Gegner mit Air noch einen nachzulegen.

    @Thrym:

    Gegen einen Gegner mit den von dir genannten stats hätte ich damit auch kein Problem. Aber meistens haben alle solche stats (ganz selten findet man auch einen anderen soliden Spieler) und da fühl ich mich OOP (auch gegen nur 2) schon unwohl.
    Und wenn man unsicher ist, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, einen Fehler zu machen; also unsicher = -ev^^

    @Phigo:

    Du hast völlig Recht: Standart ABC-Poker ist imo auch die beste Methode, um auf NL2 schnell weiterzukommen. Eike Adler schreibt ja auch in "Poekr mit System 2", dass man sich immer genau einen "Skill-Level" über seine Gegner setzen soll. Und das ist in dem Fall klassiches ABC-Spiel. Außergewöhnliche Moves, Floats, etc. würden hier die Varianz zu sehr verstärken, denk ich mal...

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    Joey
    Mit den Reads die du entwickelt hast (wenn sie denn so stimmen) solltest du wirlich auf alle "abgehobenen" Plays zu verzichten und stur Valuebetten (und nicht nur Top Pair).

    Deine generelle Einstellung scheint aber sehr gut. Mit ein wenig Arbeit und Disziplin bist du schnell raus aus den Micros.

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