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  #1 (permalink)  
Alt 09.07.2007, 13:55
Highroller
 
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Standard Regelfrage:Chinese Poker

Wie werden diese Punkte denn genau abgerechnet?

Beispiel:

SpielerA hat mit minus 10 Punkte.
SpielerB hat hat plus 20 Punkte.

Muss Spieler A jetzt 20 oder 30 an Spieler B zahlen???

Und wie ist das genau mit den Bonuspunkten z.B. Vierling, Full House in Middle oder Backhand usw...
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  #2 (permalink)  
Alt 09.07.2007, 14:55
Benutzerbild von Vince
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Royalties (ich glaub, die meinst du mit Bonus) gibt es eigentlich nach Absprache, also keine feste Regel.

Zu ersten bin ich mir fast sicher, dass es netto abgerechnet wird.
Also man erhält ja units pro front, middle und back.
Daher kann es doch eigentlich keine negativen scores geben.
höchstes

spieler A : front 0, middle 1, back 0
spieler B front 1, middel 0, back 1

Angenommen es gibt foglende units
front $10, middle $20 und nach $30

dann hat A $20
B $40

Also schuldet A dem B $20.

So hatte ich es mal verstanden.
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  #3 (permalink)  
Alt 09.07.2007, 20:11
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vielleicht hilft dir das weiter!

Zitat:
Chinese Poker wird um Punkte gespielt, welche auf einem Zettel notiert werden können. Dabei entspricht jeder Punkt einem bestimmten Geldbetrag. Gespielt wird Chinese Poker mit 2 bis 4 Spielern wobei jedem Spieler 13 Karten ausgeteilt werden. Diese muss der Spieler nun in drei Händen aufteilen. Die Back- und die Middlehand umfassen je 5 Karten, die Fronthand 3 Karten. Dabei muss, gemäß dem normalen Pokerranking, die Backhand das beste Blatt sein. Die Middlehand muss schlechter als die Backhand sein, dafür aber besser als die Fronthand. Hierbei ist zu beachten, dass bei der Fronthand keine Straights oder Flushes zählen.

Nachdem jeder Spieler seine Hände erstellt hat, ordnet er sie folgendermaßen vor sich an:
Die Backhand liegt direkt vor ihm, darüber die Middlehand und noch einmal darüber die Fronthand. Nun werden die Hände umgedreht und gemäß dem Scoring untereinander verglichen.

Scoring

Obwohl verschiedene Varianten im Umlauf sind, ist die normalübliche Scoringmethode die "2-4" Regel, welche auf folgenden Grundsätzen basiert:

Schlagen zwei der eigenen Hände die zwei Hände des Gegners, gewinnt man zwei Punkte. Dem Verlier werden zwei abgezogen.


Gewinnt man alle drei Hände, erhält man vier Punkte. Dem Verlierer werden vier Punkte abgezogen.

Das mag zunächst kompliziert klingen, ist jedoch mit etwas Übung und logischem Denken durchaus schnell zu meistern. Hier ein Beispiel:

Spieler 1:

Backhand: Ad Jd 9d 5d 4d (Ace High Flush)
Middlehand: 2d 3h 4c 5s 6h (6 high Straight)
Fronthand: Kc Js 9s (King-high, Jack Kicker)

Spieler 2:

Backhand: 2h 3s 4s 5h 6s (6 high Straight)
Middlehand: Ac Ah Th 6c 5c (Pair of Aces)
Fronthand: 7h 7s Qc (pair of Sevens)

Spieler 3:

Backhand: Kh Kd Ks 2c 2d (Kings full)
Middlehand: Ts Tc Td 9c 4h (Trip Tens)
Fronthand: 3c 3d Qd (Pair of Threes)

Spieler 4:

Backhand: 8d 8c 8s 8h 6s (Quad Eights)
Middlehand: Jh Jc 7c 7d As (Jacks and Sevens)
Fronthand: Qs Qh 9h (pair of Queens)

Daraus ergibt sich folgendes Bild:

Spieler 1 vs. Spieler 2:

Backhand: Flush von Spieler 1 schlägt Straight von Spieler 2
Middlehand: Straight von Spieler 1 schlägt Ass-Paar von Spieler 2
Fronthand: Siebenerpaar von Spieler 2 schlägt King High von Spieler 1.

Resultat: Spieler 1 gewinnt 2 Punkte, Spieler 2 verliert 2 Punkte.

Spieler 1 vs. Spieler 3:

Backhand: Full House von Spieler 3 schlägt Flush von Spieler 1
Middlehand: Straight von Spieler 1 schlägt Trips von Spieler 3
Fronthand: Dreierpaar von Spieler 3 schlägt King High von Spieler 1.

Resultat: Spieler 3 gewinnt 2 Punkte, Spieler 1 verliert 2 Punkte.

Spieler 1 vs. Spieler 4:

Backhand: Quad Eights von Spieler 4 schlägt Flush von Spieler 1
Middlehand: Straight von Spieler 1 schlägt Two Pair von Spieler 4
Fronthand: Damenpaar von Spieler 4 schlägt King High von Spieler 1.

Resultat: Spieler 4 gewinnt 2 Punkte, Spieler 1 verliert 2 Punkte.

Spieler 2 vs. Spieler 3:

Backhand: Full House von Spieler 3 schlägt Straight von Spieler 2
Middlehand: Trip Tens von Spieler 3 schlägt Ass-Paar von Spieler 2
Fronthand: Siebenerpaar von Spieler 2 schlägt Dreierpaar von Spieler 3.

Resultat: Spieler 3 gewinnt 2 Punkte, Spieler 2 verliert 2 Punkte.

Spieler 2 vs. Spieler 4:

Backhand: Quad Eights von Spieler 4 schlägt Straight von Spieler 2
Middlehand: Two Pair von Spieler 4 schlägt Ass-Paar von Spieler 2
Fronthand: Damenpaar von Spieler 4 schlägt Siebenerpaar von Spieler 2.

Resultat: Spieler 4 gewinnt 4 Punkte, Spieler 2 verliert 4 Punkte.

Spieler 3 vs. Spieler 4:

Backhand: Quad Eights von Spieler 4 schlägt Full House von Spieler 3
Middlehand: Trip Tens von Spieler 3 schlägt Two Pair von Spieler 4
Fronthand: Damenpaar von Spieler 4 schlägt Dreierpaar von Spieler 3.

Resultat: Spieler 4 gewinnt 2 Punkte, Spieler 3 verliert 2 Punkte.

Damit kommen wir zu folgender Berechnung:

Spieler 1: (+2, -2, -2) total= -2
Spieler 2: (-2, -2, -4) total= -8
Spieler 3: (+2, +2, -2) total= +2
Spieler 4: (+2, +4, +2) total= +8


Bonus Hände:

Je nach Spielrunde oder Spielort ist es auch möglich, dass man für bestimmte Hände ("Royalities" genannt) Bonuspunkte bekommt. Diese variieren jedoch von Ort zu Ort und können beliebig festgelegt werden. Typisch ist folgende Aufteilung:

Straight Flush in der Middle- oder Backhand: 4 Punkte
Quads in der Middle- oder Backhand: 3 Punkte
Full House in der Middlehand: 1 Punkt
Trips in der Front Hand: 2 Punkte

Besondere Hände wie ein 13 Card Flush bzw. Straight oder 6 Paare werden mit einem automatischen Sieg gegen den Gegner im Wert von 12 Punkten belohnt.


Variationen:

In den High Stakes Spielen während der Turniere ist eine Variante beliebt, bei der die Middlehand die bestmögliche Lowball Deuce to Seven Hand ist. Das Maximum, was erreicht werden kann ist 2-3-4-5-7. Straights oder Flushes zählen gegen einen.
Greg Raymer entwickelte eine 17 Karten Variante für maximal 3 Spieler. Dabei wird den drei bekannten Händen eine vierte Hand mit vier Karten hinzugefügt. Ziel ist es die beste Badugi Hand zu erstellen. Ziel in Badugi ist es die niedrigste Hand mit allen vier Farben zu erhalten. Asse sind niedrig und dementsprechend ist A-2-3-4 rainbow das bestmögliche.


Fazit:

Chinese Poker ist mehr als eine nette Abwechslung. Zwar hält sich der Skillfaktor im Vergleich zu anderen Pokervarianten in Grenzen, dennoch macht ein Abend Chinese Poker eine Menge Spaß und jeder der nach etwas Abwechslung auf dem Pokertisch sucht, sollte Chinese mal eine Chance geben.
__________________
Mein Pokerblog
http://jose004.blogspot.com
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