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  1. #1
    pokerklaus ist offline Fischfutter
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    Böse Pokerturniere - neue Gesetzgebung

    Hallo Pokerfreunde!

    Da ich selber den Traum hatte, Pokerturniere auszurichten, stehe ich seit einiger Zeit in Kontakt mit dem Braunschweiger Ordnungsamt, dem LKA und dem Innenministerium für Glücksspiel.

    Vor einigen Tagen haben die Länder den Enturf eines neuen Erlasses bez. der Veranstaltung von Pokerturnieren an die Kommunen geschickt, welcher in 9 Punkten die Rahmenbedingungen beschreibt.

    Auf die Schnelle:
    1. Die Spieler dürfen keinen Spieleinsatz (BuyIn) zahlen (mehr dazu in Punkt 6)
    2. Die Spieler müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben.
    3. Der Ablauf sowie das Regelwerk des Turniers muss öffentlich ausgehängt sein
    4. Jeder Gast darf mit seinem "Turnierbeitrag" nur einmal am Spiel teilnehmen
    5. Der Veranstalter hat dafür Sorge zu tragen, daß die Spieler nicht untereinander Wetten bzw. höhere Einsätze machen. (Wie das in der Praxis aussehen soll, weiß ich nicht...)
    6. Es darf ein Startgeld bzw. Turnierbeitrag in Höhe von 15,-€ erhoben werden, dieser Betrag darf ausschließlich zur Deckung der Turnierkosten verwendet werden. d.h. Gebühr für Tische und Chips, Personal, ... nicht etwa z.B. für ein kostenloses Buffet dass man als Anreiz zur Teilnahme bereitstellt. Und auf gar keinem Fall darf das Startgeld dazu verwendet werden um Preise bereitzustellen oder zu beschaffen! Es darf keinen Zusammenhang zwischen den Startgeldern und den Gewinnen geben!
    In Sonderfällen, kann mehr Geld verlangt werden, dies muss dann aber durch hohe Kosten gerechtfertigt sein. Spielt aber nachdem man Punkt 8 gelesen hat eh keine Rolle mehr... denn wer bezahlt schon 15€ wenns maximal 60€ zu gewinnen gibt??? (Ehrliche Frage!)
    7. Jeder bekommt die gleichen Chips, ein Rebuy ist ausgeschlossen. Auch die Chips von ausgeschiedenen Spielern dürfen nicht mehr verwendetwerden... Dies ist mir total schleierhaft, denn die Chips der ausgeschiedenen Spieler wechseln ja nach und nach den besitz... Wohl eher ein Zeichen für die Praxisfremdheit der Beamten, die sich dieses Regelwerk ausgedacht haben .
    8. Es dürfen ausschließlich !gesponsorte! Sachpreise im maximalen Wert (unabhängig der Spielerzahl o.ä.) von 60€ ausgezahlt werden.
    Finde mal einen Sponsor, der für 20-30 Spieler 60€ Werbungskosten für angemessen hält. Und wenns mehr als 20-30 Spieler werden, sind 60€ Preisgeld ja auch lächerlich...
    Ferner keine Werbung für Glücksspiel gestattet (Strafbare Handlung!)
    Außerdem sind als Preise keine Teilnahmen an anderen Glücksspielen erlaubt... also keine Qualifikation für die WSOP o.Ä.
    9. Muss nicht aber sollte: Hinweise auf Gefahren des Glückspiels...

    Dies ist ein Entwurf, wird aber wohl nicht mehr stark verändet.
    Vielleicht bringt eine Lawine von Beschwerden etwas???

    Eine sehr traurige Entwicklung, da ich für meinen Teil mich nicht am Geld der Spieler beeichern wollte und auch nicht in Konkurrenz mit den Spielbanken treten wollte sondern vielmehr den Spass am Pokerspielen vermitteln und das Geld mit einer Umsatzbeteiligung gastronomischer Betriebe verdienen wollte, in denen das Event stattfindet. Nun ist es aber mehr als unwahrscheinlich, dass man unter diesen Bedingungen die Menschen zum mitspielen motivieren kann.


    Freue mich auf Eure Meinungen!

    mfg
    PokerKlaus@Braunschweig

  2. #2
    Mars1978 ist offline Fisch
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    Nabends,

    wie sieht es den mit einer >Tunierserie< aus?

    Beispiel:

    Jeder Spieler bezahlt 10€ Tunierbeitrag. Bei z.B. 40 Spielern macht es unterm Strich 400€.

    Abzüglich der kosten c.a. 150€ über.

    Das geld wird dann verschenkt!... <----- merken!

    Da es sich dann um eine Tunierserie Handelt, findet das ganze c.a. 10 mal Statt.

    macht nun unterm Strich 1500€ die jemand geschenkt bekommen hat.<---merken! :-)

    DA die Spieler während der 10 Tunierspiele nun kein Geld oder Sachpreise gewonnen haben, sondern beispielsweise nur Punkte, handelt es sich doch sicherlich NICHT um Glücksspiel im Sinne des OA, LKA etc.

    Wenn nun durch die im Tunierverlauf gewonnenen Punkte eine TOP 50 ermittelt ist, und diese nun Völlig gratis ein Finaltunier bestreiten, in dem es nebenbei zufällig um ca. 1500€ geht, ist das dann vieleicht LEGAL?

    meiner Meinung nach ist es alles eine Auslegungssache und eine suche nach Gesetzeslücken. Sicherlich ist das Beispiel mit dem >verschenken< des Geldes keine Musterlösung aber sicherlich gibt es möglichkeiten legalt Tunierserien zu veranstalten.

    greetz mars

  3. #3
    Avatar von ALx63
    ALx63 ist offline Highroller
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    ich vermisse den punkt das nachweißlich steuern abgeführt werden müssen, ist doch beim staat so üblich, oder kommt sowas wenn sich die herren gesetzgeber mal richtig schlau gemacht haben?

  4. #4
    Avatar von Vince
    Vince ist offline Poker Star
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    Ist echt krass mit welchen Nazi-Methoden der Staat (oder hier speziell das Land) eines seiner letzten Monopole "zum Wohle der Gemeinschaft" verteidigt.

  5. #5
    LuckyGirl77 ist offline Poker Profi
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    ich hoffe hier immer noch auf die EU. Denn da ist ja derzeit noch was am laufen hinsichtlich Deutschland und seinem Glücksspielmonopol

  6. #6
    Avatar von Gambit
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    @ Vince:
    Tu mir doch den Gefallen und zieh nicht solche Vergleiche... find ich reichlich unpassend... sorry...

    @ Mars:
    1.) Also verarschen lassen sich die da oben mit Sicherheit nicht und nur weil Du das Preisgeld verschenktes Geld nennen willst, wird das Ganze abgenickt oder so.
    --> "Es darf ein Startgeld bzw. Turnierbeitrag in Höhe von 15,-€ erhoben werden, dieser Betrag darf ausschließlich zur Deckung der Turnierkosten verwendet werden."
    --> "Es dürfen ausschließlich !gesponsorte! Sachpreise im maximalen Wert (unabhängig der Spielerzahl o.ä.) von 60€ ausgezahlt werden."

    2.) Oh ja, das LKA, OA o.ä. wird Dir sicherlich auf die Füße treten, auch wenn nicht um Geld gespielt wird (was in Deinem Beispiel aber eh der Fall ist). Denn das Spiel bleibt das Gleiche und auch ohne Einsatz wäre es (dem Gesetz nach) ein Glücksspiel.
    Love you EVE!!!

  7. #7
    Avatar von Tezet
    Tezet ist offline Shark
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    Zitat Zitat von AlexK3881 Beitrag anzeigen
    Denn das Spiel bleibt das Gleiche und auch ohne Einsatz wäre es (dem Gesetz nach) ein Glücksspiel.
    Falsch. Sofern es keinen Einsatz gibt, erfüllt es nicht mehr die Definition des Glücksspiles und fällt unter die Kategorie Preisausschreiben/Gewinnspiel.

    Das Szenario das Mars da aufstellt, das geht aber natürlich nicht. Ob der Einsatz anfangs oder später gezahlt wird, ist vollkommen egal. Einsatz bleibt Einsatz.

  8. #8
    Skywalker ist offline Shark
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    Was ich jetzt nicht nachvollziehen kann ist das mit den 15 Euro BuyIn, aber keine Preise im Wert von über 60 Euro.

    wie machen das dann die anderen Veranstalter, wo ja die Preise weitaus höher sind!

  9. #9
    Avatar von Gambit
    Gambit ist offline Pokergott und ehemaliger Moderator
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    Zitat Zitat von Tezet Beitrag anzeigen
    Falsch. Sofern es keinen Einsatz gibt, erfüllt es nicht mehr die Definition des Glücksspiles und fällt unter die Kategorie Preisausschreiben/Gewinnspiel.
    Wieder was gelernt...
    Jo, meine Aussage würde auch keinen Sinn machen, sonst dürften die Kinderlein im Kinderzimmer auch kein "Pokern mit Austauschen der Karten" spielen...
    Love you EVE!!!

  10. #10
    Avatar von rock
    rock ist offline Poker Gott
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    Zitat Zitat von Vince Beitrag anzeigen
    Ist echt krass mit welchen Nazi-Methoden der Staat (oder hier speziell das Land) eines seiner letzten Monopole "zum Wohle der Gemeinschaft" verteidigt.
    Sicherlich überzogen der Vergleich, trotzdem eine Sauerrei ... wieso dürfen/müssen mir realitätsfremde, alte, runzlige, keine Ahnung von der Welt habende Fettsäcke vorschreiben was ich zu tun habe? Ich darf mit meiner Kohle machen was ich will und wenn nochmal so 'ne Pflaume sagt Poker ist ein Glücksspiel, nee, ich dreh durch ...

    Ist Österreich denn besser? Ich glaub ich wander aus ..

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