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KAPITEL I
Ok, dann erzähl ich mal. Weiß nicht in welches Forum ichs schreiben soll, ein Mod kann es ja ggf. verschieben. Vorweg: Ich werde nicht alles chronologisch erzählen und ja, natürlich hab ich sehr viele Bilder, aber jedes Bild ist so um die 1,5 MB groß und ich hab keine Ahnung, wie ich die hoch laden kann. Wenn mir jemand sagt wie, dann werde ich ein paar hochladen. Wahrscheinlich werde ich auch einige Wortwiederholungen, Rechtschreib- und Grammatikfehler einbauen, aber ich schreib einfach drauf los und werde nicht danach noch Korrekturlesen. Zur Vorgeschichte: Ich hab ein Semester in San Diego studiert, das in etwa 4-5h mit dem Auto von Las Vegas entfernt ist. Deswegen war ich zweimal auch dort, einmal für ein Wochenende und einmal für 4,5 Tage. Am Morgen bin ich mit zwei weiteren Studenten losgefahren, so dass wir gegen 14:00 Uhr in Las Vegas da waren. Die Fahrt war schon mal sehr angenehm – die Straßen sind überbreit, es gibt Null Stress auf den Highways und um dich herum sind nur Berge, die Prärie und wahnsinnig viele geplatzte Autoreifen. Wir haben aber von Enterprise – Rent a car ein neueres Auto geliehen, weswegen die Befürchtungen, auf der Straße liegen zu bleiben, eher gering waren. Auf der Mitte der Strecke ist ganz interessant, dass es 14 Meilen nur bergauf geht, so dass nach dem „Aufstieg“ ein vergleichbarer Druck auf den Ohren wie beim Fliegen entstand. Auf 100 Meilen gab es keine Tankstelle, weswegen der Tank aufgefüllt sein sollte bevor man die letzte Stadt vor Las Vegas verlässt (hab den Namen vergessen). Dazwischen kommt mal u.a. Ghost Town und andere Mini-Dörfer, die man aber lieber meiden sollte, wenn man wie ich zu viele Horrorfilme gesehen hat. Ein Hotel wollten wir uns vor Ort suchen, da die Entscheidung nach Vegas zu fahren, recht kurzfristig entstand. Leider haben wir gar nicht erst bei den größeren Casinos angefragt, weil wir dachten, das wäre eh zu teuer. Ein Trugschluss wie sich später heraus stellte. Also haben wir im „Travelodge“ angefragt – das liegt relativ zentral auf dem Strip (dem schönsten Teil von Vegas) und genau zwischen Planet Hollywood und Balys. Wir haben 90$ für ein Zimmer gezahlt, dass aber wirklich hässlich war und auch nur mit zwei (sehr große) Betten ausgestattet war. Aber zum Schlafen waren wir ja eh nicht da. Zu allererst wedeln dir auf dem Strip hunderte von Mexikanern mit kleinen Visitenkarten von Call-Girls und Stripclubs zu. Der Freund, mit dem ich auf dem 5-Tage-Trip dort war, hat alle gesammelt und ist so auf 200 verschiedene „Motive“ gekommen. Interessant ist, dass in Nevada Prostitution verboten ist. Aber wenn man die Mädels wohl ein Zimmer zum Strippen bestellen würde, bieten die dir das anscheinend „illegal“ an. Habs aber nicht ausprobiert – zu wenig Zeit gehabt ;-) Zum Strip: Eine sehr sehr beeindruckende und schöne Straße. Die zudem sehr sauber ist – mal abgesehen von den Bauarbeiten an neuen Casinos, etc., die natürlich etwas Schmutz verursachen. Quasi alle Casinos stehen direkt nebeneinander und sind trotzdem übervoll. Und die versuchen sich natürlich an Prunk zu überbieten. Bellaggio mit seinen Wassershows, Mirage mit seinem Vulkanausbruch, etc. Das schönste Casino von innen war für mich das Caesars Palace. Da war alles sehr weitläufig, extra Raum für die Pokertische, riesige Hallen mit Römern, Trojanischem Pferd, etc. Aber insgesamt ist es schwierig die Casinos so zu beschreiben, dass sie so rüberkommen wie sie sind: gigantisch groß und an Reichtum schwer zu beschreiben. Um im MGM, Bellagio, Caesars Palace, etc. alle Räume zu erkunden, braucht man schon ordentlich viel Zeit. Den Sushi-Laden im MGM zu finden, hat mich locker 15 Minuten gekostet… Auch hatte ich in den insgesamt knapp 7 Tagen überhaupt nicht die Zeit, alle Casinos mir von innen anzuschauen. Ansonsten wären mir auch die Beine vor Schmerzen abgefallen )Von einem anderen habe ich z.B. später erfahren, dass er das Wynn für das schönste Casino hält und im Eingangsbereich vom Wynn gleich erstmal ein Ferrarri-Shop auf dich wartet… Getränke, egal ob Longdrink oder nicht-alkoholisch gibt es übrigens in jedem Casino umsonst. Und es stört auch niemanden, ob du High Stackes Poker zockst oder nur 5-Cent-Automaten sitzt. Das Personal kommt überall vorbei und bringt dir dein gewünschtes Getränk. Nur wenn du kein Trinkgeld gibst, lassen sie sich weniger blicken (in der Regel ist das aber nie mehr als 1 $). Von daher kann man sich für lau ordentlich einen antrinken, wovon wir auch Gebrauch gemacht haben. Poker hab ich an diesem Wochenende nur einmal gespielt und zwar aus dem Grund, da ich nicht wollte, gleich zuviel Geld zu verlieren und dann an meinem längeren, geplanten Trip kein Geld mehr dafür übrig zu haben. Also hab ich mich an den niedrigsten No-Limit-Tisch im MGM gesetzt, 1 / 2 $ No-Limit. Mein Arsch ist ordentlich auf Grundeis gelaufen, ich war sehr nervös und war dankbar, dass meine beiden Sitznachbarn sehr nette Leute waren. Der eine, ein etwas älterer Texaner mit Hut und Zahnstocher im Mund (um die 60), der andere ein sehr dicker Schwarzer, der in etwa den gleichen Stil wie ich gespielt hat: Pussy-Style. Bloß nur nicht mit marginalen Händen in den Pot einsteigen und bloß nix zu verlieren. Der Texaner (rechts von mir) hat das krass ausgenutzt und immer meinen Blind angegriffen, wirklich immer. Hab dann auch irgendwann nur noch gelacht, bevor er am Button dran war. Nach einer Stunde bekomme ich dann mal 33 und floppe das Set und kann gegen den einzigen Proleten am Tisch ordentlich Chips gewinnen, der mich am Flop sowie Turn und River rausbluffen wollte. Für ihn kam leider hinzu, dass ich am Turn das Full House bekommen habe. Sein möglicher Flush, sein WSOP-Pulli und Pornobrille konnten mich nicht aus der Hand rauskriegen und ein 150$ Pot gehörte mir. Jetzt ging alles natürlich viel leichter. Hände wie KJs hab ich nun auch in Late Position geraised und konnte ein paar kleinere Hände gewinnen. Mit einer gefloppten Straße habe ich leider gegen ein Full House verloren, aber da sich das Board schon am Turn gepaired hat und er so was komisch rumgeflucht hat, war ich schon misstrauisch und hab nicht viel verloren. Den gleichen Betrag hab ich danach mit meinen Assen gewonnen, die auf einem Board 34J56 zum Glück gg einen Gegner gehalten haben. Schließlich kam die „Alptraum-Hand“. Ich bin im Big Blind mit Qs4s. Ein Call in Middle Position, der Texaner macht seinen Standardraise auf 10$. Ich calle und nehme mir fest vor, auch den Flop zu check-raisen, egal was kommt. Der Flop ist KdJd6s. Ich checke, MP checkt, Texaner raist um 20$. Ich reraise auf 44$. MP called, Texaner geht raus und schüttelt den Kopf. Am Turn kommt die Qd. Ich checke und versuche einen Bluff zu induzieren, dass ich quasi den Flush bekommen hab. MP checked. Am River raise ich weitere 40$ (eine Art Value-Bet, denke ich mir). MP geht all-in. Damit es nicht ganz so lächerlich aussieht, überlege ich nun lange, bis ich endlich mich von den Karten trennen kann. MP zeigt mir netterweise seine Karten und Raunen macht sich am Tisch breit: Royal Flush. War insgesamt also ne ordentliche scheiß Idee ausgerechnet gegen einen Royal Flush meine einzig, gebluffte Hand zu spielen. Aber als der Texaner dem Tisch sagt: „Man, that`s crazy. This guy [also ich] had something serious.“ Stolz, dass mein Plan also doch aufgegangen war, war mir das verlorene Geld egal. Meine letzte gespielte Hand war dann AT in Late Position. Ich treffe auf dem Flop das Ass. Raise Half-Pot-Size, der andere geht all-in. Ich muss noch in etwa 25$ draufzahlen. Er dreht QQ um. Am River kommt die Zehn, die mir zu Two-Pair verhilft, ihm aber zum Flush (4-Herz aufm Board). Hatte mich mit 200$ an den Tisch gesetzt und ihn nach 2-3h mit 205$ verlassen. Dafür aber unzählige Wodka-Energy-Drink-Mischungen und andere Sodas. Also insgesamt waren die Stunden eine superspaßige Erfahrung. Am nächsten Tag sind wir in einen Club gegangen, der mich etwas an das Format „Girls gone wild“ erinnerte und schließlich nach San Diego zurück. Das Wochenende war zu Ende.
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It`s not about sex, Gary. It`s about trust! Geändert von BigSmooth (14.05.2008 um 15:08 Uhr). |
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KAPITEL II
Kurz vor Ende meines USA-Aufenthaltes hat mich ein Freund noch aus Deutschland besucht. Diesmal haben wir die Hotels schon von SD via Internet gebucht und ich musste feststellen, dass wenn man die Hotels (=Casinos) wie Unterhosen wechselt, man wirklich sehr billig davon kommt. Haben über Las Vegas Deals, Las Vegas Show Tickets, Las Vegas Hotel Deals | LasVegas.com gebucht. Eigentlich wollte ich auch noch in die Jay-Leno-Live Show in Vegas, aber die war leider komplett ausgebucht. Übrigens gibt es in jedem Casino Shows / berühmte Showgrößen. Von Rockbands bis Elton John zum Circuit Soleil, irgendwelche doofen Zauberer, etc. Die erste Nacht im Las Vegas Club – Downtown. 25$ pro Nase. Die zweite / dritte Nacht im Stratosphere – ziemliches Ende des Strips (weswegen wir mit dem Auto zum „Zentralplatz“ gefahren sind, da es zu Fuß viel zu weit ist und die Beine sowieso höllisch durch die ganzen Casino-Spaziergänge belastet werden). 20$ pro Nase, incl. Zugang zum Stratosphere Tower. Die nächsten Nächte im Tropicana, incl. Buffetgutschein für 8 $ - und das Buffet war relativ hochwertig, aber vor allem lecker. Da wir den Tag in den Universal Studios, L.A., verbracht haben, sind wir erst am späten Abend Richtung Vegas gestartet und um kurz vor 12 in den Las Vegas Club eingecheckt. Ein wirklich hässliches und schmutziges Casino, das aber trotzdem gut gefüllt war. Da wir noch nicht schlafen wollten, sind wir also etwas in Downtown rumgelaufen, das im Prinzip ja auch nur aus Casinos besteht, die aber im Gegensatz zu den Strip-Casinos wirklich hässlich sind – trotzdem aber natürlich mindestens zehn mal so groß wie die deutschen Dinger. Nach einem Stück Pizza gings ins Golden Nugget, da das das einzige Casino war, das mir von Namen her bekannt war. Eigentlich wollte ich nicht pokern, weil ich nicht am ersten Tag zu viel verlieren wollte, um dann die nächsten Tage nicht voll genießen zu können (wollten neben Vegas-Besichtigung noch zum Grand Canyon, Hoover Dam…). Aber mein Freund hat mich überredet und deshalb an nen Pokertisch gesetzt. Um sicher zu gehen, nicht zu viel verlieren, habe ich einen Fixed Limit Tisch 2/4$ entdeckt und mich dort mit 100$ hingesetzt, nach dem Motto: „Mit Fixed Limit kannste nicht so viel verlieren und selbst wenn sind es „nur“ 100$, was ja „nur“ ca. 75 € sind“. Eigentlich wollte ich nur eine Stunde zocken, weil wir am nächsten Tag zum Grand Canyon wollten – übrigens, ein Riesenvorteil wenn du nur eine Nacht in einem Hotel schläfst, ist, dass du um 10 Uhr aus dem Zimmer rausmusst und deshalb nicht den ganzen Tag verschläfst. Generell habe ich noch nie so wenig geschlafen wie in Vegas. Genauso an diesem Tag nur 2,5 Stunden. Weil aus der „nur eine Stunde zocken“ ist eine lange Pokernacht bis halb sechs in der Früh geworden. Und das Beste: mit knapp 500$ Gewinn und vielen netten Typen und lustigen Gesprächen (den 80 jährigen Texaner, der mir weiß machen wollte, dass Rodeoreiter die härtesten Typen der Welt sind, habe ich ja schon im anderen Thread hingewiesen) viel der Abschied sogar sehr schwer. Zu Fixed Limit sei gesagt: Ich kenn mich da theoretisch schon sehr gut aus, weil ich auf Pokerstrategy damals mit Fixed Limit meine Pokerkarriere begonnen hatte. Allerdings habe ich gemerkt, dass 1/2$ für mich Endstation und nur break-even zu spielen war und bin dann irgendwann auf NL umgestiegen. Habe dementsprechend Ewigkeiten kein FL mehr gespielt, aber trotzdem einen enormen Wissensvorsprung vor den anderen am Tisch gehabt. Generell muss ich sagen, dass das Live-Poker-Niveau viel geringer ist als online. Zumindest bei den Limits und den Tischen, an denen ich gespielt hatte. Nach einer Stunde kamen die guten Karten und ich hab quasi jede Hand, in der ich involviert war, gewinnen können, weil ich mindestens immer two-pair hatte, aber mich die Gegner auch immer voll ausbezahlen wollten. Die krasseste Hand: First Position raised auf 2$, zwei caller (generell hat es keinen Unterschied gemacht, ob man Preflop gelimpt oder geraised hat, es gab oft immer so um die 6-7 caller), ich reraise auf 4 mit KJs, weil ich wissen wollte, was First Position haben könnte – denn der Typ (um die 50) war der tighteste am Tisch und nach dem er meinen Reraise noch mal erhöhte, hab ich ihn auf AA oder KK gesetzt. Ich calle, wir sind zu dritt im Pot. Was mir in dieser Hand zu gute kam, ist dass ich so etwas das Maniac-Image am Tisch hatte und es schon ca. 4 Uhr in der Früh war (zwei am Tisch waren voll besoffen, eine Army-Veteran, der in Deutschland stationiert war und immer nur „THE GERMAN WILL WIN, FOLD ALL gebrüllt hat, der Rest war wie auch ich übermüdet, aber bei mir war zu viel Adrenalin im Blut, so dass ich das nicht gemerkt hab). Zudem hatte ich viele Pötte gewonnen ohne meine Karten zeigen zu müssen, weswegen die teilweise also nicht wussten, ob ich überhaupt was hatte. Der Flop ist: JJ7. Early Position raised, MP called, ich reraise. Early reraised, MP called, ich reraise. Early called, MP called. Turn 7. Early raised, MP reraised, ich reraise. Early called, MP called. Am River kam irgendetwas kleines. Early raised, MP called, ich reraise, early reraised, MP called, ich reraise, early reraised, MP called, usw…. Das hätte noch ewig so weitergehen können, da es kein Cap-Limit gegeben hat…. Allerdings machte sich so langsam Angst in mir Breit, dass jemand von denen die 77 gehalten hat. Also hab ich dann irgendwann nur noch gecalled. Und was passiert: Early zeigt: AA. MP zeigt: K7. Ich gewinne einen riesiegen Pot (weiß nimmer wie groß) mit JJJ77. Das war verrückt. Irgendwann war es Zeit abzudanken, da der Tisch auch kurz vor der Auflösung stand und ich Full Ring gegenüber Shorthanded bevorzuge. [to be continued...]
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It`s not about sex, Gary. It`s about trust! Geändert von BigSmooth (14.05.2008 um 15:08 Uhr). |
| Folgende 2 Pokerfreunde bedanken sich bei BigSmooth für diesen Beitrag: | ||
Dapapst (14.05.2008), ThomasA1000 (14.05.2008) | ||
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And now, for the first time in history, the Ody-Steamboat-Club proudly presents the one and only Texas Hold ém-Song. So, please give us a big wow: http://de.youtube.com/watch?v=xaqmValBiOo |
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Sehr schön geschrieben!
Auch sehr cool sind die Randanekdoten, wie z.B. der Army-Veteran oder der 80-Jährige Cowboy. Vielen Dank für den Bericht!! Es waren doch sicher noch mehr in Vegas und können direkt diesen Thread dazu nutzen, um ihre Erfahrungen hier mitzuteilen, oder? Also, ich finde dies sehr spannend! |
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Sehr unterhaltsamer Beitrag, danke. Wann warst du denn dort?
zu den Fotos: Wenn du Bilder hochladen willst musst du sie vorher etwas kleiner machen. Am besten, du lädst dazu IrfanView runter...das ist ein nettes kleines Bildbetrachtungsprogramm-----> klick Damit öffnest du das gewünschte Bild und speicherst es wieder ab....im folgenden Dialog musst du unten eventuell das Häkchen bei "show dialog" setzen. Jetzt kann du die Speicherqualität festlegen. Leider weiß ich nicht, ob man mit IrfanView gleich mehrere Bilder verkleinern kann. Dann gehst du auf Imageshack. Dort klickst du auf "Auswählen" und suchst das Bild raus. (Ich seh grad, die Bilder dürfen bis zu 1,53 MB groß sein...is aber vllt auch nicht empfehlenswert zwecks ladezeit) Dann unten auf "host it" klicken. Sobald das Bild hochgeladen wurde, klickst du in "thumbnails for forums (1)", kopierst das alles und fügst es hier ein. Jetzt müssten deine Bilder hier in klein auftauchen! Geändert von Maebi (14.05.2008 um 11:41 Uhr). |
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Schöner Bericht! Danke das du dir die Mühe gemacht hast!
P.s.: Ich würde dir statt Imageschack lieber Direchtupload empfehlen. Geht mMn schneller, du hast 4Mb pro Bild und die "Haltbarkeit" liegt bei min. 1Jahr. Je nach dem wie viele Bilder du hast, kannst du dir auch überlegen dich kostenlos anzumelden. So kannst du mehrere gleichzeitig hochladen (max 10), 8Mb pro Bild, unbegrenzte "Haltbarkeit" etc.
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Auf dem Weg nach Vegas ist Dir bestimmt die kleine Stadt mit dem wundervollen Namen "Zzyzx" aufgefallen?!
Ich war letztes Jahr für 'ne Weile im High Desert (Victorville, sagt Dir bestimmt auch was) mit Abstecher nach LV. Unser Problem war nur, dass wir einen alten Kia hatten, der von Victorville nach Vegas mindestens 3 Mal überhitzte . Natürlich ging uns dann irgendwann auch der Sprit aus und wir mussten total überteuert kurz vor Vegas tanken.Hier mal ein Vergleich der Spritpreise Victorville - Las Vegas: http://img530.imageshack.us/img530/2107/103mb1.jpg http://img530.imageshack.us/img530/7893/122fp9.jpg Generell fand ich das Ceasar's auch am schönsten (So wird übrigens dort gedealt: http://img153.imageshack.us/img153/6766/134to9.jpg). Leider bin ich noch keine 21 und durfte somit noch nicht zocken. Jedoch gibt es in Californien mindestens 1 Casino in dem man schon ab 18 Jahren spielen kann, jedoch ist mir der Name des Casinos, sowie auch der Name der Stadt entfallen (irgendwo im San Bernadino County jedenfalls). Viel tollere Bilder von Vegas konnte ich leider auch nicht machen, da wir keine sooo tolle Kamera hatten; hoffe deine Bilder sind besser geworden. Achja, die Mexikaner mit ihren scheiß Visitenkarten waren neben den vielen schrecklich aussehenden Frauen dort, am nervigsten. ![]() Sobald ich 21 bin gehts auf jeden Fall nochmal hin! |
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Victorville sagt mir gar nix. Zzyzx aber hingegen müsste ich mal gelesen haben. In Californien gibts ja recht viele Casinos in den Indianer Reservaten. Ich war da mal in einem, dessen Namen ich auch schon vergessen hatte. Da war ein großes Outlet daneben... Mist, total vergessen.
Ich fahre morgen in Urlaub. Wenn ich da kein I-Net haben sollte im Appartement, dann kommen die Bilder erst ab nächste Woche Freitag oder so... Hier die nächsten beiden Kapitel. KAPITEL III Der Wecker ist auf 9:30 gestellt, um 10:00 Uhr müssen wir das Zimmer verlassen, ansonsten wird uns ein weiterer Tag berechnet – hat zumindest die Dame an der Rezeption behauptet. Schnell unter die Dusche gehüpft und ab ins Auto. Ziel: Grand Canyon. Da der Grand Canyon sich ja über ein paar hundert Meilen erstreckt (vllt auch noch mehr / weniger, weiß ich gar nicht), geben wir lieber mal keine Adresse ins Navigationssystem ein, sondern hören auf die Verkäuferin von Jack in the Box (beste Fastfoodkette in Amerika und u.a. Sponsor der Lakers – falls jemand schon mal Fans der Lakers während des Spiels „we want tacos“ rufen hat hören, der weiß ab jetzt, dass es bei einem Lakers-Heimspiel, bei denen die weniger als 100 Punkte kassieren, zwei Tacos bei JinB umsonst gibt… auch habe ich gestern in der Zukunft (im Film Total Recall) gesehen, dass es Jack in the Box auch auf dem Mars geben wird -, aber die Kette ist nur an der Westküste sesshaft), die uns in „die Richtung“ schickt. Nach ca. 90 Minuten Fahrt werden wir aber misstrauisch, da kein Schild kommt, das uns besagt, dass wir richtig fahren. Aber was uns noch viel misstrauischer macht, dass weder auf unserer, noch auf der Gegenbahn uns ein zweites Auto begegnet. Also drehen wir um und entscheiden uns auf Casino-Sightseeing. Wie schon mehrfach erwähnt, die Dinger sind groß und ich zähl mal ein paar auf, bei denen ich in den Tagen nicht mal einen Fuß reingesetzt habe: Wynn, Rio, Palms, Luxor, Venetian, Palazzo… Und wenn wir bei Casinos sind: 2 (am Strip), die mir überhaupt nicht gefallen haben, waren das Harrahs und Planet Hollywood. Auf unserem Fußmarsch gehen wir auch ins Bellagio und stellen erstaunt fest, dass da grad ein 10 Mio $ Pokerturnier stattfindet. Da müssen doch irgendwelche Profis dabei sein? Richtig! Negreanu, Hansen und Todd Brunson – Fotos gemacht, wie sie am Tisch saßen, aber sofort war ein Security zu Stelle. Wenn ich mich recht erinnere, war es übrigens das Five Diamonds Doyle Brunson Turnier oder so… Normalerweise ist es ja auch nicht erlaubt, Fotos im Casino zu machen, aber solang man sich nirgendwo aufhält wo exzessiv gegambelt wird, nehmen es die Ordner nicht so eng. Das Zuschauen macht aber nicht wirklich Spaß, da die Zuschauer recht weit von den Tischen weg sind und man so nicht mal erahnen kann, was der Dealer für Karten austeilt. Wir sind uns nicht sicher wie es zum Ausgang geht, also fragen wir einen Bellagio-Mitarbeiter. Der ist gleich überfreundlich und anstatt uns den Weg einfach nur zu zeigen :“hey guys, i take you out. Just follow me.“ Natürlich unterhält man sich auch, wo man her kommt. Er war auch Ex-Soldat, natürlich auch in Deutschland stationiert. Und das Lustigste: In Bad Aibling. Genau in dem Dorf/kleine Stadt bin ich zur Schule gegangen und wohne immer nur noch ein paar KM entfernt (Rosenheim). Wir machen ein Foto mit ihm, er gibt uns seine Visitenkarte und freut sich schon darauf, dass wir ihm das Foto zukommen lassen. Es ist jetzt ca. halb vier und wir checken ins Stratosphere ein und ruhen uns eine Stunde aus. Wie gesagt: die Casinos stehen zwar alle direkt nebeneinander, aber es ist einfach alles so groß, dass ich noch nie soviel zu Fuß an zwei Tagen gelaufen bin. Mein Kumpel schläft in der Stunde und ich schau mir seine Callgirls-Karten an. Mein Objekt der Begierde ist „Suki“ (amerkanisch-asiatische-mischgirls sind eh das Geilste, was es auf der Welt gibt) und zudem steht auf ihrer Karte „keine verdeckten Kosten“. Genügend Geld hätte ich am Vorabend ja auch gewonnen, aber meiner Freundin zur Liebe lass ich mal lieber die Karte stecken. Ausserdem fühl ich mich in Tittenbars u.ä. eh nicht so wohl, wieso also dann, wenn eine gekaufte Professionelle bei mir im Zimmer (ohne Musik???) vortanzt?! Nach der Pause gehen wir auf den Stratosphere-Tower, der vielleicht höchste Punkt in Vegas(???), aber auf jeden Fall hat man so einen Überblick über die Stadt, den Strip und die tausenden Häuser auf der „anderen“, eher dreckigen Seite. Auf dem Tower sind noch drei Karussells für Geisteskranke. Und da ich neben Höhenangst auf jeden Fall nicht geisteskrank bin, überlasse ich es anderen, damit zu fahren. Aufgrund dessen, dass ich am Vorabend mit Fixed Limit gut gewonnen habe, dass man nicht „all-in“ gehen kann und somit der Abend nicht vorschnell zu Ende sein muss, entscheide ich mich wieder für Fixed Limit. Und die Blinds sollten schon 2 / 4 $ sein. Im Bellagio ist das niederste Limit 3 / 6 $, im Caesar`s Palace möchte ich am nächsten Tag sowieso ein Turnier spielen (und deswegen lieber noch ein anderes ausprobieren). Im Mirage ging Fixed Limit grad nix zusammen, weswegen ich übers New York (Pokerraum wegen Umbauarbeiten gesperrt) ins Excalibur gekommen bin. Da werden massig FL 2/4 Tische angeboten und hinzu kommt, dass wenn man mit den Assen verliert, man an einem Rad drehen darf und den doppelten Betrag, den das Rad anzeigt, ausgezahlt bekommt (von 20 – 500 war die mögliche Range). Es ist jetzt so ca. 18:00 Uhr und ich setze mich an den Tisch. Am Anfang spiele ich wieder supertight und schaue mir alles genau an. Kurzer Einschub zum Thema Tells: Ich muss sagen, dass ich kaum Tells machen konnte und zumindest anhand der Gesichter oder Handbewegungen kaum was erkennen konnte. Aber zwei Leute konnte ich an diesem Abend sehr gut lesen: ein sehr nettes Mädel, dass immer was sehr Hohes gehabt hat, wenn sie geraised hat und einen ägyptischen Geschäftsmann, der seine Chips immer in die Hand genommen und über den Tisch gehalten hat. Nach dem Motto „ich hab die Eier, ich hab das Geld, ich werde dich callen“. Hat man dann aber geraist, hat er gefoldet… Naja, die erste Hand in der ich involviert bin, ist vom Button aus. Ich hab A9s, vor mir ein caller, ich raise. Der Flop kommt 566. Eine Frau (etwa um die 40) erhöht vom SB aus. Der Limper foldet. Ich mache einen Reraise. Die Frau reraist mich wieder. Ich calle. Meine Überlegung ist: die Frau hat bisher sehr gut aufgepasst, weiß, dass ich bisher noch keine Hand gespielt habe und ich möchte, dass sie mich auf die Asse setzt. Ausserdem glaube ich ihr nicht, dass sie eine 6 hat, denn sonst denke ich, dass sie nicht sofort einen Raise rausgehauen hätte. Am Turn kommt ein T. Sie raised, ich reraise, sie called nur. Ok, denke ich mir. Sie wird eine 5 haben und jetzt schauen wollen, ob das reicht. Vielleicht bekomme ich sie aber noch aufm River aus dem Pott. Auf dem River kommt dann natürlich die 5. Ich denke mir scheiße. Und sie raised auch gleich wieder. Ich überlege ein bisschen, ob ich noch 4$ nachschmeißen soll, entscheide mich aber letztendlich dazu, um einfach zu sehen, was sie hatte. Call. Sie flucht. „Dont worry, I have nothing“, sage ich. Sie dreht J4 um. Ich schaue verdutzt den Flop an und überlege, ob ich tatsächlich gewonnen haben sollte mit Ace high. Und tatsächlich ich gewinne. Sie schaut mich sau blöd an und sagt „Oh man, now I`m really afraid“. Die 10er Runde war super gemütlich und lustig und wir haben uns sehr gut verstanden. Wenn ich geraised habe, haben zwei Leute spaßeshalber schon immer gestöhnt. Zudem hat jeder seine Aces immer nur gelimped, in der Hoffnung, dass irgendwelche anderen Hände gewinnen würde. Meine Asse wurden auch mal geschlagen, danach durfte ich am Rad drehen und habe 40$ bekommen. Um ca. 11 Uhr habe ich den Tisch verlassen und überlegt, was ich jetzt tun sollte. Das Pokern hat so unglaublich Spaß gemacht (und nebenher kann man an sovielen Getränken nippen wie man lustig ist), dass ich keine Lust auf nen Club oder was anderes hatte. Zur Entspannung bin ich aber ein bisschen umhergelaufen, Kleinigkeit gegessen und um ca. 12:30 wieder an einen Tisch gesetzt.
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It`s not about sex, Gary. It`s about trust! Geändert von BigSmooth (14.05.2008 um 15:20 Uhr). |
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KAPITEL IV
Eigentlich wollte ich im Mirage spielen, aber durch das Glücksrad im Excalibur war der Spaßfaktor so hoch – egal ob man selber die Asse hat oder nicht, dass ich dort wieder spielen wollte. Stell dir vor, du hast die Asse, du gewinnst mit ihnen und fluchst dann, während alle anderen lachen. Wo gibt’s sowas? Nur im Excalibur! Übrigens bin ich mit 30$ + rausgegangen. War in recht wenigen Händen involviert, hab meine Draws nicht getroffen und sonst aber sehr solide gespielt. Um 0:30 gings weiter. Kennt ihr folgendes Gefühl? Ihr habt ständig gute Karten, bekommt n Flush oder Full House aufm Flopp oder der Draw kommt am River an und es ist euch schon fast peinlich, dass ihr jede Hand gewinnt… So ging es mir. Ich hab ständig Two Pair, Set, Flush, FH getroffen, das war für die Gegner nicht mehr lustig. Die habens aber mit Humor genommen und ich bin schon ganz rot im Gesicht geworden. Eine Keyhand war folgende: Ich bin mit 38 im BB. Drei callen zu mir. Der Flop: 889. Ich checke, alle anderen checken. Turn dann ein K. Ich checke, einer raised, ich calle. Am River dann die 8. Vierling also. Ich checke, er raist, ich reraise, er foldet. Ich überlege dann kurz, ob ich den Vierling zeigen soll, drehe meine vierte 8 dann rum und sage: „I`m sorry.“ Der Dealer nimmt die Karten und plötzlich ruft der Gegner, „Stop! He had 4 of a kind!“ Der Dealer sagt, er habe es nicht gesehen und fragt mich, ob das stimmen würde. Verdutzt sage ich ja, mein Sitznachbar bestätigt mir das. Meine beiden „Tischgegner“ reden auf den Dealer ein, dass es genau gesehen haben und er sagt „ok“. Ich kapiere überhaupt nicht was los ist, bis er mir sagt, ich darf am Glücksrad drehen. Also darf mich nicht nur drehen, wenn man mit Assen verliert, sondern auch wenn man einen Vierling oder besser erwischt. Ich drehe also und meine Glückssträhne geht weiter, weil ich 200$ bekomme. Geben dann aber den beiden Typen, die mich und den Dealer da überhaupt erst aufmerksam gemacht haben, jeweils 30$ ab. Um 5 in der Früh geht’s ab aufs Zimmer. In meiner Geldbörse befinden sich 450$ mehr als zuvor ).Am nächsten Vormittag geht’s zum Hoover Damm. Grand Canyon lassen wir bleiben, da wir uns für die ca. 4 Stunden Fahrt (und wieder zurück) zu müde fühlen. Hoover Damm ist ok, paar schöne Bilder gemacht, aber muss man nicht unbedingt gesehen haben. Gg Mittag wieder zurück, ins Tropicana eingecheckt (steht genau neben Excalibur, weswegen mir schon klar war, wo ich in der Nacht sitzen würde) und zum Bellagio gegangen, weil wir da von jemandem gehört haben, der Final Table würde grade beim 10$ Mio Turnier laufen. Also hingegangen und wieder war es nicht sonderlich interessant, weil die Abgrenzung einfach zu weit vom Tisch entfernt war. Wenn ich mich richtig erinnere, war irgendein bekannter Asiat und der Devilfish noch unter den letzten 5…. Neben mir hat eine Familie ein Foto mit irgendeinem recht dicken Kerl geschossen. Ach ja, kurzer Einschub: Man kann in die Casinos rein- und rausgehen, wie man lustig ist. Die machen keine Passkontrolle, Dresscode gibt’s schon gleich gar nicht und Kinder haben sich darin genauso aufgehalten wie Erwachsene. Die Kinder dürfen logischerweise nur nicht spielen… Naja, der dicke Kerl war Humberto Brennes. Beim zweiten Mal hinschauen, hab ich ihn natürlich erkannt. Dass er mir im Fernsehen keinen sympathischen Eindruck vermittelt hat, wollte ich ihm nicht sagen. Viel mehr wollte ich einfach ein Foto mit ihm machen. „Mr.Brenes, can we make a picture?“ – „Sure“ – „ähm… your shark?“ (beim Fotomachen mit der Familie hat er nämlich seinen rotblickenden Hai mit im Bild gehabt, den wollte ich auch bei mir aufm Foto haben).. Er sagt: „Yeah, I`m the shark“. Hat er mich leider falsch verstanden, ich hatte eigentlich gemeint, er soll sein Maskottchen in der Hand halten, weil das viel geiler ist als er. Aber ich bin ruhig geblieben. Bevor er schließlich gegangen ist, meinte er:“it was a pleasure to meet you“. Ab dem Zeitpunkt war mir klar, dass ich es zu unendlich viel Reichtum mit Pokern bringen würde. Zudem stand am Abend mein eigentlicher „Traum“ an. Cash-Game hatte ich mir nicht vorgenommen so exzessiv zu spielen, sondern nur mal zum Spaß (konnte ja keiner wissen, dass es 1) FL 2/4 gab und 2) es so positiv laufen würde). Ich wollte eigentlich nur mal bei nem richtig coolen Live-Turnier mit fairen Blindstufen spielen. Und im Caesars Palace hat man dazu die Möglichkeit. Die bieten täglich Turniere an, ab 30$ Buy-In. Schon beim 70$ Buy-In hätte es faire Blindstufen, Starting Stack und Erhöhungen gegeben, da es aber sehr gut gelaufen war in den Cash Games habe ich mich entschieden, das 150$ Buy-In Tourney zu spielen. Blinderhöhungen alle 30 Minuten, Deepstack. 105 Teilnehmer, die ersten 9 kommen ins Geld. Die erste Stunde war unglaublich langweilig. Im Gegensatz zum Cash-Game gab es am Tisch so gut wie kein Small Talk. Und auch sonst war die Spielweise supertight. Das mal mehr als 2 Personen den Flop gesehen haben, war eine Seltenheit. Zweimal hab ich den BB preflop wieder zurück bekommen, weil alle gefoldet haben. In den ersten beiden Stunden war ich in zwei Hände involviert gewesen. Einmal mit 99 coldcall und ein Set am Flop getroffen. Leider war ein Flush Draw am Flop und ich hatte so schiss, dass am Turn die dritte gleiche Farbe kommen würde, weswegen ich das Set zu hoch angespielt habe. Im Nachhinein hätte ich gerne slowplay gemacht oder zumindest einen check-raise. Aber so sind beide Gegner am Flop raus und ich konnte kaum bemerkenswerte Chips gewinnen. Ein ziemlichen Idioten hatten wir am Tisch. Der war auch einer der ersten, die rausgeflogen sind (das war noch in der erste Stunde). Eine Hand hatte ich gg ihn. Er raist auf 3 Big Blinds, alle folden, ich calle im BB QJs. Auf dem Flop kommen drei Undercards. Ich checke. Er checkt. Auf dem Turn kommt das Ass. Ich spiele es mit 1/3 Pot Size an. Er schaut mir tief in die Augen. „You got the Ace?“ Er foldet und zeigt seine Damen…. Ich mucke und grinse in mich hinein. Ich hoffe mal, dass der Typ kein Mentor von Burnz gewesen ist…. Naja, auf jeden Fall kartentot und die tighte Spielweise aller Spieler geht weiter. Irgendwann komme ich an einen neuen Tisch und da finde ich zumindest einen Menschen, der mal bereit ist, ein paar Sätze zu wechseln…. Ausserdem spielt ein etwas älterer Herr aus Mexiko mit, der so gut wie kein Englisch spricht und damit den Dealer fast zur Weißglut bringt. Angekommen in der Push-or-Fold-Phase [nach dem ich zuvor einen Shortie aufgedoppelt hatte, mein AJ war schlechter als sein ATs => Flush] gebe ich in Middle Position mit 99 All-In. Die Frau im BB called und zeigt TT. Ich scheide aus. 33. Platz, knapp 4h Spielzeit – war relativ zufrieden damit. Aber insgesamt hat es mir nicht halb soviel Spaß wie Cash-Game gemacht. Bis zur nächsten Pause schaue ich noch ein wenig zu. Ein weiterer Zuschauer erzählt mir währenddessen, dass Pamela Anderson hier gestern FL 3/6 gespielt hatte und die Warteliste für diesen Tisch gigantisch lang gewesen sein muss. God damnit, denke ich mir da nur…. Um ca. 11:30 bin ich wieder im Excalibur und spiele und spiele und spiele bis ca. 5:30 wieder. Der Rhythmus will ja schießlich eingehalten werden. An diesem Abend läuft es nicht so. Ich fühle mich postflop allen Gegnern zu sehr überlegen, weswegen ich zu viele Hände spiele. Ausserdem unterschätze ich einen anderen Spieler komplett, der zwar super loose ist und fast mit jeder Hand sich den Flop anschaut (egal ob zuvor erhöht worden ist oder nicht), aber rückblickend gesehen, genau wusste, was er tut. Mit dem hab ich mich aber menschlich super verstanden und wir haben nach 6h harten Kampf es beide sein lassen. Eigentlich hätte ich 10$ Minus gemacht, aber meine Asse wurden einmal geschlagen, weswegen ich 50$ bekam und somit doch + 40$ war. Mit meinem Spiel war ich an diesem Abend nicht zufrieden => zu selbstsicher, zu unkritisch, zu loose und was weiß ich noch. Dafür sehr spaßige Postflop-Duelle gehabt und wieder einige witzige Situationen, wie z.B. den besoffenen Deutschen, (siehe anderer Thread) erlebt. Das waren eigentlich so die Erinnerungen, die ich noch im Kopf haben und einigemaßen lesenswert waren. Der Rest ist nicht erwähnenswert gewesen. Danke fürs Lesen!
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It`s not about sex, Gary. It`s about trust! Geändert von BigSmooth (14.05.2008 um 15:26 Uhr). |
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