Während sich zuerst nur die privaten Anbieter von Glücksspielen gegen die Regelung aussprachen,
so werden nun auch Stimmen aus den Reihen staatlicher Anbieter laut, dass eine Neuregelung unbedingt nötig sei.
Auch die FDP hat dieses Thema in der vergangenen Woche aufgegriffen. Am Donnerstag, 03. September 2009, trafen sich auf der FDP-Fraktionsvorsitzendenkonferenz unter dem Motto „Die Konsequenzen des Glücksspielstaatsvertrags – Folgen des
Monopols & Chancen einer Liberalisierung des Glücksspielmarktes“ internationale Experten aus den Bereichen Suchtforschung, Volkswirtschaft,
Glücksspiel-Regulierung und Recht in Berlin.
Vertreter der kostenlosen Online-Pokerschule
Free Poker - Learn How to Play Poker for Free at Everest Poker waren ebenfalls zu dem Treffen geladen, um den Diskussionsprozess aktiv zu unterstützen.
Gerade im Vergleich mit anderen Ländern stellten die Teilnehmer fest, dass die Regelungen in Deutschland dringend überarbeitet werden müssten, wie die FDP in einer Pressemitteilung zur Konferenz darlegte. Deutschland fahre einen Sonderweg in der EU, da in
21 von 27 Mitgliedsstaaten Glücksspiele im Internet gesetzlich erlaubt und geregelt oder zumindest geduldet werden. Dr. Wulf Hambach, Partner der Kanzlei Hambach & Hambach und Experte für Glücksspielrecht, machte deutlich, dass die Schaffung eines attraktiven, kontrollierten und überwachten Angebots durch das Internetverbot in Deutschland torpediert werde,
indem es deutsche Online-Spieler in den Schwarzmarkt treibe. Es wurde in den Beiträgen auch darauf hingewiesen, dass ein weiter bestehendes Verbot erhebliche Folgen mit sich bringe. Verlust von Arbeitsplätzen, Steuereinnahmen sowie Wertschöpfung für die deutsche Wirtschaft durch fehlende Werbung sind nur ein Teil davon.
Detlef Parr MdB, sportpolitischer Sprecher sowie sucht- und drogenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, sieht die Notwendigkeit einer Neuregelung und regt eine vorzeitige Kündigung des Glücksspielstaatsvertrags durch die Länder an, um ohne Verzögerung eine zeitgemäße Alternative zu schaffen. Ziel sei es, Internetspiele wie Sportwetten und Online-Poker aus Sicht der Spieler und Veranstalter zu entkriminalisieren, dabei jedoch den Spielerschutz zu wahren und gleichzeitig die Finanzierung gemeinnütziger Tätigkeiten zu sichern. Notfalls seien Gesetze auf Bundesebene notwendig, wenn sich auf Landesebene nichts bewege.
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