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  #1 (permalink)  
Alt 25.10.2007, 20:32
Poker Profi
 
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Standard Legal, illegal, shyce egal???

Hi!

Was mir schon lange im Kopf rumgeistert is folgendes:
Onlinepoker um Echtgeld ist defakto in Deutschland verboten, aber eine sogenannte Grauzone, da es nicht verfolgt wird. Möglicherweise besteht kein Interesse seitens des Staates, z.B. wenn die Strafverfolgung mehr kosten würde, als sie einbringen würde. Der Staat ist gewissermassen ja nur ein Unternehmen. Die Staatsorgane scheinen unser Treiben also zu tolerieren. Würde seitens der Öffentlichkeit, insbesondere Medien ein grösseres Interesse bestehen, würden die Delikte vielleicht auch verfolgt werden.

Dies ist alles nur Spekulation...maybe wird doch stichprobenartig kontrolliert. Möglich wäre dies über die Rückverfolgung des Internetzuganges über den ISP, der Auskunft darüber gibt wer sich mit welchem endlichen Server verbunden hat.

Ein Internetzugang kann so mit einem Onlinepokeranbieter in Verbindung gebracht werden. Da der Staat bekanntlich an alle Daten heran kommt, sofern er will und darf, wäre es möglich den Kontentransfer zu beobachten.
Die BR ist zwar nicht einsehbar, aber was ist wenn ich mir per Banküberweisung was auszahlen lasse und das kommt heraus???
Im Prinzip ist man wegen illegalen Glücksspiel und Steuerhinterziehung fällig. Gehe ich zum Finanzamt und versteuer den Gewinn muss ich ja angeben woher der stammt...
Lüge ich und gerate an einen Sachbearbeiter, der etwas schlauer ist, als seine Kollegen, wird die Post vom Staatsanwalt nicht lange auf sich warten lassen.

Geht alles gut hab ich den Betrag versteuert und kann mich freuen...bis zur nächsten Auszahlung. Ich mache mir nix vor, irgendwann fliegt sowas auf und dann kann man alle vorherigen Auszahlungen auch vergessen, da die einkassiert werden, Stichwort illegales Glücksspiel.

Also was machen?
Versteuern und alles auf eine Karte setzen?...
oder nichts versteuern und eine Anklage wegen Steuerhinterziehung riskieren (die viel stärker geahndet wird, als illegales Glücksspiel).
Wobei ich mich hier frage, wie der Staat auf eine illegale Einnahmequelle das Recht auf Steuern erhebt? Muss ein gefasster Drogendealer seinen Gewinn auch versteuern?

Warum ich das frage ist ganz einfach, bei Pacific Poker kann man sich das Geld direkt überweisen lassen ohne einen Umweg über diverse Geldverwaltungsangebote zu nehmen.

Also versteuern ja/nein oder den Umweg wählen und Prozente an z.B. Neteller und Konsorten zahlen???

edit: Kommen Schecks zuverlässig an und sind gedeckt?
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  #2 (permalink)  
Alt 26.10.2007, 01:13
Benutzerbild von Thrym
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genau das frage ich mich auch! einige anmerkungen:

- die zahl der deutschen die um echtgeld online-poker spielen dürfte inzwischen fast in die millionen gehen. nicht wenige protzen in foren wie diesem lauthals mit ihren gewinnen. profis geben offen zu sich mit online-poker ihren lebensunterhalt zu verdienen.

- der staatsvertrag bzw das deutsche glücksspielmonopol verstößt gegen eu recht

- es ist noch nicht geklärt soweit ich weiß ob das land des servers oder das des anbieters zählt.

- party poker ist ein börsennotiertes unternehmen, wie kann das sein bei etwas offensichtlich illegalem? es gibt doch auch keine drogendealer an der börse?

- woher wollen die wissen ob ich das geld was auf moneybookers ist nicht bei oddset-online gewonnen habe?

- woher wollen die wissen daß das geld was ich auszahle nicht vorher eingezahlt wurde per paysafecard. vielleicht bin ich ein fisch der nur mal ein turnier gewonnen hat und insgesamt im minus?

- soweit ich weiß wurde noch nie jemand in deutschland wegen online-pokern belangt
__________________
Wo die andren niederknien,
Staub, Verachtung sich verdienen,
Stehe ich, komm sei mein Zeug:
Blutend, aber ungebeugt!
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  #3 (permalink)  
Alt 26.10.2007, 01:25
Benutzerbild von Thrym
Moderator
 
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eines noch:
in diesem forum hat mal jemand geschrieben daß der staat deshalb keine steuern erhebt, weil dann auch die verluste von der steuer absetzbar wären. hab k.a. von sowas, wollte es nur noch gesagt haben
__________________
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  #4 (permalink)  
Alt 26.10.2007, 01:31
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Beiträge: 1.372
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Zitat:
Zitat von STEKLO Beitrag anzeigen
eines noch:
in diesem forum hat mal jemand geschrieben daß der staat deshalb keine steuern erhebt, weil dann auch die verluste von der steuer absetzbar wären. hab k.a. von sowas, wollte es nur noch gesagt haben
das ist natürlich quatsch.
Wenn ein Unternehmen ein Produkt unter Herstellungskosten verkauft, fordern die auch keine Mehrwertsteuer für die Differenz vom Staat

Und dann denke ich auch, dass es sehr schwer ist verluste von Rake zu trennen...
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  #5 (permalink)  
Alt 26.10.2007, 04:53
Poker Profi
 
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6 Danksagungen in 5 Posts
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Zitat:
woher wollen die wissen daß das geld was ich auszahle nicht vorher eingezahlt wurde per paysafecard. vielleicht bin ich ein fisch der nur mal ein turnier gewonnen hat und insgesamt im minus?
Einziges und sehr gutes Argument.

Alles andere was du aufgezählt hast, hat nix zu heissen in diesem Land.

Deutsches Recht ist...
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  #6 (permalink)  
Alt 01.11.2007, 14:40
Highroller
 
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Da Poker als Glücksspiel gilt ist es definitv nicht steurpflichtig. Gewinne aus Glücksspiel sind in Deutschland nämlich nicht steurpflichtig.
Die Frage ob Online-Poker nun illegal ist, doer nicht, ist nochmal ne andere.
Sehr sicher ist glaube ich der Neteller Account, mit dieser Karte, womit man am Geldautomaten abheben kann (also keine Überweisungen mehr aufs Girokonto nötig).
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  #7 (permalink)  
Alt 01.11.2007, 17:42
Angler
 
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Zitat:
Zitat von Mark Beitrag anzeigen
das ist natürlich quatsch.
Wenn ein Unternehmen ein Produkt unter Herstellungskosten verkauft, fordern die auch keine Mehrwertsteuer für die Differenz vom Staat

Aber natürlich !!!!

Das ganze hat sogar einen Namen "Vorsteuer"

Beispiel
Herstellungskosten: 1.000 € + 190 € USt
(Ich unterstelle hier, dass alle Kosten USt behaftet sind)

Verkaufskosten: 800 € + 152 € USt

Im Rahmen der USt Anmeldung wird berechnet

152 € Umsatzsteuer
190 € Vorsteuer ./.

38 € Erstattung !!! für den Unternehmer

Aber Umsatzsteuer ist hier ein schlechtes Beispiel, da ja nur der Endverbraucher davon betroffen ist.
Für ein Unternehmen ist die USt ein durchlaufender Posten.

Auf die anderen Punkte sind wir ja schon eingegangen bei einem anderen Thema...
__________________

Geändert von DonMR13 (01.11.2007 um 17:44 Uhr).
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  #8 (permalink)  
Alt 01.11.2007, 19:51
Benutzerbild von jasonbourne
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die erklärung muss man nicht checken...vorsteuer hat damit garnichts zu tun.

im übrigen dürfen nach deutschen/europäischem recht konzerne verluste mit gewinn verrechnen um steuern zu sparen, oder irgendwas in der richtung.

1. Bemerkung: Poker= Glücksspiel, Erträge aus Glücksspiel=nicht steuerpflichtig,
Glücksspielmonopol= Staat, daher Poker = illegal!!!denn nicht vom staat....somit dreht sich alles im Kreis, weils keiner weiß, also gehts auch m Finanzamt am A...vorbei (wenn du nicht jeden Monat 100 riesen rumschiebst)
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  #9 (permalink)  
Alt 02.11.2007, 16:25
Angler
 
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apropos direkte überweisung.....soweit ich weiss wird die überweisung nicht direkt von pp gemacht sondern von einem finanzdienstleister sprich steht dann da nicht : pacific poker oder so .........vermutlich von einem unternehmen mit ausländischem sitz also schwer ausfindig zu machen ......
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  #10 (permalink)  
Alt 02.11.2007, 17:29
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ist bei moneybookers aber doch genauso.
da steht auch nicht "ihre illegalen glückspielgewinne" auf meinem kontoauszug
__________________
Gruß,
Markus
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