ich möchte nur wissen, wann man aufhören sollte zu spielen und es vielleicht mit einem anderen Hobby versuchen. Ich spiele Poker sehr sehr gern, es ist eine Leidenschaft, aber ich will nicht in 10 Jahren mit 5000€ SChulden dasitzen.
Wann weiß man, dass man in Poker nicht gut genug ist, um es täglich spielen zu können.
1. Spiel so lange Poker wie es dir Spaß macht. Wenn du mittel- bis langfristig ein loosing player bist und jeden Monat 200€ einzahlst (ich rede hier von Geld das sonst für andere Freizeitaktivitäten draufgehen würde und auf das du schlichtweg nicht angewiesen bist) und es dir trotzdem Spaß macht, sehe ich da kein Problem.
2. Wenn du keine Schulden haben willst, dann mach einfach keine. Ich sehe da auch nicht die logische Verknüpfung Poker ~> Schulden. Ich spiele leidenschaftlich Tennis und zahle dafür meinen monatlichen Obulus an den Club. Nach meinem Studium musste ich 4 Monate aussetzen, da ich keinen Job hatte und mir den Beitrag schlichtweg nicht leisten konnte. Hobby kostet Geld, ich hab aber keins und somit auch kein Hobby. Ziemlich easy, oder?
3. Zu schlecht zum täglichen spielen bist du, wenn dich Poker so dermaßen abfuckt das du keinen Bock mehr hast dich tagtäglich ausnehmen zu lassen. Es soll übrigens tatsächlich Leute geben die sich ihres bescheidenen Talents und ihren eher schwach ausgeprägten Pokerfähigkeiten durchaus bewusst sind und die trotzdem gerne spielen, da sie die competition oder whatever mögen. Wenn's dir Spaß macht, dann spiel. Wenn nicht, dann lass es. Mann muss ja nicht zwingend 8bb/100h winning player sein damit man Spaß an seinem Hobby hat. Ich habe jahrelang Quake III gespielt und bin nie über den Status, na ja, sagen wir mal "Aufbaugegner" hinausgekommen. Ich hab dann halt Gamemodi gespielt in denen das nicht so sehr auffiel, quasi das NL2 des Quakens. Man backt halt kleine Brötchen und ist dann auch mit einer knappen Niederlage zufrieden.
Da du deinen Thread allerdings mit der Überschrift "Der Traum vom Cash und der WSOP ?!" geschmückt hast, unterstelle ich dir dreisterweise einfach mal, dass du die Dollarzeichen in den Augen stehen hast und dir insgeheim schon ausrechnest wie lange du wohl brauchen wirst um NL1k zu spielen (ich übertreibe hier mal bewusst). Das ist Phase I der Pokerkarriere. In Phase II wirst du sie vermutlich regelmäßig an den Tischen auf den Sack bekommen, über Bad Beats jammern (hmm - stand da oben nicht schon so was?) und deine Gegner bei geposteten Händen generell als Fische bezeichnen. Sowieso gibt es nur Fische an den Tischen und die warten ja nur darauf von dir exploitet zu werden. Dummerweise sind die ja sooo schlecht, dass sie deine raises nicht respektieren und überhaupt sind es ja nur die bad beats die deinen Durchmarsch durch die Limits verhindern. Was besonders bitter ist, da du ja ein super-tricky player bist der mit allen Wassern gewaschen ist. Falls dem so ist, kein Grund zur Sorge - viele fangen so an. Ich verweise da mal auf zwei meiner ersten Posts in diesem Forum:
Wie spielt man gegen Fische?
Turnier mit Fischen und schnellen Blinds
Was will ich damit sagen? Eine Karriere im Poker mit respektablen und nachhaltigen Erfolgen ist mit verdammt viel Arbeit verbunden. So wie bei jeder Karriere die auf eigener Leistung beruht. Der Glücksfaktor beim Pokern eignet sich allerdings hervorragend dazu sich selbst falsch einzuschätzen und das Ausbleiben von Erfolg auf Faktoren abzuschieben auf die man angeblich keinen Einfluss hat. Gerade diese Fehleinschätzung ist ja das Schmiermittel des Poker Business. Würden schlechte Spieler auf den small stakes nicht mit dieser Einstellung ihre Kohle verdonken, würden sich die High Stakes Spieler vermutlich um wesentlich kleinere Pötte kloppen. Die Kohle schwimmt halt von unten nach oben. Und oben ist zum einen die Duft ziemlich dünn und darüber hinaus ist dort auch verdammt wenig Platz.
Geändert von Eater (28.02.2010 um 23:09 Uhr)
Up and down, over and through, back around - the joke's on you.
Es ist ein Kampf gegen Windmühlen: Standard
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