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  #1 (permalink)  
Alt 06.03.2008, 16:25
Fisch
 
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Standard Begriff "early position"

Hallo zusammen,

bei der sog. "early position" wird ja immer von der schlechtesten Position geredet (strategischer Nachtteil, da sie zuerst setzen müssen und man nicht weiß, was die anderen machen blablabla..) . Als early position gilt allgemein ja der SB, BB und der UTG.
Ich kann das beim besten Willen nur für den UTG und den SB bestätigen!!! Der BB hat wegen seiner Position doch überhaupt keinen Nachteil. Er kann sich das Wettverhalten aller Spieler anschauen und danach folden, checken oder raisen (und somit wieder andere unter Druck setzen). Die Blinds sind beim folden zwar weg, aber das ist doch der einzige Nachteil. Ohne vorherige Erhöhungen kann ich als BB mit´schlechten Starthänden auch checken und den Flop anschauen...

Also Poker-Profis: Wie sieht eure Meinung dazu aus ???
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Alt 06.03.2008, 16:28
Benutzerbild von Dansel
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es geht größtenteils um die position am flop. und da ist BB und vorallem SB (der ja dann UTG ist ^^) scheisse.
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Alt 06.03.2008, 16:33
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Natürlich hat der BB eine schlechte Position postflop. Er ist (wenn der SB ebenfalls im Spiel bleibt) der 2., der nach dem Flop agieren muss.

Dass es preflop etwas anderes ist und man da als BB zuerst die anderen sieht, ist schon klar.

Allerdings bezieht sich die early position auf das Spiel postflop und da haben die 3 Spieler links vom Button einfach positionsmäßig einen Nachteil, aber das hast du ja eh schon im Ausgangspost erwähnt.
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fold equity (Update)

Mein Homer ist kein Kommunist. Er ist vielleicht ein Lügner, ein Schwein, ein Idiot und ein Kommunist, aber er ist ganz bestimmt kein Pornostar!
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Alt 06.03.2008, 16:35
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Es geht ja auch nicht darum was preflop los ist (da hat der BB die letzte Entscheidung zu treffen), es geht darum was nach dem flop bzw. postflop passiert und da ist der BB (wenn der SB nicht bereits preflop gefoldet hat) als 2. am Zug, das wiederum bedeutet, schlechte Position!

Du weist postflop einfach nicht was die anderen Spieler die noch drinn sind machen -> wenn du bettes kann es sein das einer hinter dir raist -> wenn du checks bettet einer hinter dir vllt und du weis nicht unbedingt wo du stehst.

Das ganze setzt sich auf allen Straßen (Turn, River) fort, du bist immer der, der als max 2. agieren muss (außer preflop haben alle bis zum SB gefoldet) und nie weist was die anderen noch machen!

MfG

Edit: Als ich meinen Post verfasst habe, hatten schon zwei andere geantwortet...toll!
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Geändert von >>>TMC<<< (06.03.2008 um 16:38 Uhr).
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Alt 06.03.2008, 16:52
Fisch
 
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Okay, nach dem Flop ist das schon klar, aber da ist dann doch ein wesentlicher Unterschied zur preflop-Situation. Das wird in den vielen "Poker-Tips" aber dann nicht klar genug differenziert. Es wird ja immer viel über Starthände philosophiert, da sollte das meiner Meinung nach nicht unerwähnt bleiben...


Danke übrigens für eure schnellen Kommentare
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Alt 06.03.2008, 17:06
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Ja klar geht´s da um die Starthände:
Du musst dir ja preflop überlegen, ob du deine aktuelle Hand postflop aus schlechter ( = early) Position spielen willst oder nicht!
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Alt 06.03.2008, 17:14
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Ist vielleicht überflüssig zu erwähnen (aber ich *liebe* es halt noch einen draufzusetzen): Als Big Blind hast du Postflop ja nicht nur einen absoluten sondern häufig auch einen relativen Nachteil. Da die meißten PF Raises aus später Position kommen und mit einer gewissen Regelmäßigkeit zum PF Raiser gecheckt wird, hat man als BB dann häufig eine schwere Entscheidung zu treffen, wenn aus der späten Position ein Bet auf dem Flop kommt und man dann noch 1-2 Leute links neben sich hat. Mit einer mittelmäßigen Hand ist es dann schon schwierig zu callen.

Preflop ist der Nachteil natürlich geringer (je nach Situation und Gegnern kann man aus dem BB raus auch richtig Action machen, z.B. mit ner 3Bet einen schwachen Raiser und einen schwachen caller squeezen), aber der Nachteil überwiegt halt.
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Alt 06.03.2008, 17:21
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Zitat:
Zitat von Joe Spacey Beitrag anzeigen
Okay, nach dem Flop ist das schon klar, aber da ist dann doch ein wesentlicher Unterschied zur preflop-Situation. Das wird in den vielen "Poker-Tips" aber dann nicht klar genug differenziert. Es wird ja immer viel über Starthände philosophiert, da sollte das meiner Meinung nach nicht unerwähnt bleiben...


Danke übrigens für eure schnellen Kommentare
Du spielst noch nicht lange oder?

Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber das ist genau der Gedankengang der die Profis/Semiprofis von den Anfängern und Fortgeschrittenen unterscheiden. Diese Leute planen ihre Hand, da wird die Entscheidung schon Preflop gefällt bevor überhaupt ein Chip in die Mitte wandert wie man in welcher Situation spielt. Die Hand wird fast bis zum Schluss durch geplant bevor auch nur ein Chip über die Linie in die Mitte geht.

Und essentiell in dieser Planung ist nun mal die Position und da stehst du als SB, BB und UTG (bei Fullring sicher auch UTG+1 usw) einfach sehr schlecht da. Gibt natürlich auch relative Position, angenommen UTG limpt/raist und du weißt, dass der Typ ein schlechter Spieler ist und du weißt, dass der restliche Tisch relativ passiv ist, dann kannst du den Typen wunderbar durch ein Reraise isolieren und spielst die Hand dann sozusagen in Position wenn man so will.

Position ist echt das A und O des erfolgreichen Pokerns!
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Alt 06.03.2008, 19:01
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Zitat:
Zitat von rock Beitrag anzeigen
Du spielst noch nicht lange oder?

Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber das ist genau der Gedankengang der die Profis/Semiprofis von den Anfängern und Fortgeschrittenen unterscheiden. Diese Leute planen ihre Hand, da wird die Entscheidung schon Preflop gefällt bevor überhaupt ein Chip in die Mitte wandert wie man in welcher Situation spielt. Die Hand wird fast bis zum Schluss durch geplant bevor auch nur ein Chip über die Linie in die Mitte geht.
naja seh ich anders. ich plane meine hand doch nicht bis zum schluss durch, sondern agiere situationabhängig. klar gibts mechanik im spiel, zb raisen und contibetten zb, dennoch würde ich nicht sagen das es irgendjemanden gibt der seine hand plant bevor irgendein chip in der mitte liegt.

aber rock sagte ja schon das beim pokern die position sehr wichtig ist.. das einzige was noch wichtiger ist, sind die karten vom gegner.. dann irgendwann kommt die potgröße. so seh ich das.
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Alt 06.03.2008, 19:12
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Zitat:
Zitat von Dansel Beitrag anzeigen
naja seh ich anders. ich plane meine hand doch nicht bis zum schluss durch, sondern agiere situationabhängig. klar gibts mechanik im spiel, zb raisen und contibetten zb, dennoch würde ich nicht sagen das es irgendjemanden gibt der seine hand plant bevor irgendein chip in der mitte liegt.

aber rock sagte ja schon das beim pokern die position sehr wichtig ist.. das einzige was noch wichtiger ist, sind die karten vom gegner.. dann irgendwann kommt die potgröße. so seh ich das.
Du planst natürlich nicht, dass du mit AK oder sowas broke gehst auch wenn der flop 567 in Pik ist. Aber du kannst z.B. planen, inwieweit du spielst wenn Gegner x callt und ich TPTK treffe.

Empfehlung: http://www.amazon.com/Professional-N...3601804&sr=8-5
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