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Hallo,
ich habe eine Frage zu den Starthänden. In der Pokerliteratur lese ich immer wieder Starthandtabellen für 9-10 Spieler am Tisch mit dem Vermerk, dass bei geringerer Spielerzahl die Starthände nach unten angepasst werden und man mehr Hände spielen kann. Gibt es für diese Anpassung nach unten eine Faustformel? |
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Erstmal "Hallo und Willkommen im Forum."
Dafür gibt es keine Faustformel, da die Beurteilung der Spielbarkeit von Starthänden von vielen anderen Faktoren abhängt, z.B.: - Höhe der Blinds und Stacks - Anzahl der Spieler am Tisch - Spielverhalten der Gegner - das eigene "Image" - Position vor dem Flop und nach dem Flop - die unmittelbar vorangegangenen Aktionen usw. Es empfiehlt sich Grundkenntnis über das "M" - Keninho hat bereits einen sehr guten Beitrag verfasst. http://www.pokern.com/forum/poker-st...en/4945-m.html Vielleicht noch folgende Ergänzugen zu den Starthänden: Green Zone: Das ist die Zone in der du das ganze Turnier lang bleiben willst. Du kannst alle erdenklichen Moves machen und hast immer noch genug Chips um gut im Rennen zu sein. Du kannst konservativ, aggressiv oder super-aggressiv spielen. Um in dieser Zone zu bleiben, sollte man auch mal etwas riskieren. Yellow Zone: In dieser Zone wird der konservative Spielstil unspielbar. Man kann aggressiv oder super-aggresiv werden. Man muss nun auch schwächere Hände spielen als der konservative Spieler, sprich mit schwächeren Händen raisen und/oder callen. Man spielt weniger small pairs und small suited connectors und sollte zu den sogenannten „Smallball Moves“ umschalten: Rein in den Pot und ihn gewinnen, aber folden sobald man auf Widerstand stößt. Orange Zone: Hier ist das „First-in vigorish“ sehr wichtig (Je besser deine Position am Tisch ist, mit desto schwächeren Händen eröffnest du den Pot). Entweder mit einem Raise oder oft auch mit einem All-in Move. Small pairs und suited connectors sind hier gut spielbar. In der Orange Zone musst du aber trotzdem deine Chips beschützen, da für die großen Moves (die zum Aufdoppeln) noch genügend vorhanden sein müssen. Red Zone: In der Zone gibt es nur mehr zwei Punkte: 1. First-in Vigorish 2. All-in Alle Paare, alle Suited Connectors (okay, 23 oder 45 nicht unbedingt), alle Bilder spielen. Auch mit AA muss man hier All-in gehen, denn wenn du ständig All-in gehst und dann plötzlich nur einen kleinen Raise machst, fällt selbst dem schuppigsten Fisch auf, das hier was faul ist. Mit starken Karten muss man einfach hoffen, dass irgendeiner den Sheriff spielt und callt. Es ist viel wichtiger, sich nicht von den Blinds auffressen zu lassen. Dead Zone In der Dead Zone angekommen (meistens durch einen All-in Bad Beat gegen einen kleineren Stack) zählt nur noch First-in vigorish. Das first-in vigorish ist so wichtig, dass die Karten keine Rolle mehr spielen. Dafür das Glück: Hier kann man nur noch hoffen, das man aufdoppelt. Hauptsache man ist nicht in die Dead Zone gelangt, weil einen die Blinds aufgefressen haben. Dies gibt dir schon einen sehr guten Überblick. Wenn du die psychologischen Aspekte des Spiels hinzunimmst, sollte dir das eine schon recht genaue Marschrichtung für dein Spiel vorgeben, da sich das "M" mathematisch orientiert.
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„Wenn zwei Gegner All-in in gehen und dann tanzen, musst du Pocket Könige vor dem Flop folden.“ - M. Matusow, WSOP 2007 http://pokerexclusive.blogspot.com/ |
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