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  #1 (permalink)  
Alt 07.03.2007, 13:43
xXx xXx ist offline
Shark
 
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Standard AA richtig spielen!

Ich hab langsam schon Angst davor AA auf die hand zu bekommen!
Online geht es noch, aber in Live Tirnieren hab ich damit immer "Pech"!
Jetzt würde ich gern mal wissen ob es jetzt wirklich Pech ist oder ob ich einfach falsch spiele!?!

Ein Beispiel:

Live Turnier, 8er Tisch
Spieler A ICH -Dealer Stack 4000 (Durchschnitt)
Spieler B BB
Spieler C SB
Spieler D u.s.w.

Blind bei 200/400

Preflop:
Spieler D - FOLD
Spieler E - Raise auf 800
Spieler F - Call
Spieler G - Fold
Spieler H - Fold
ICH - Raise auf 1600 (AA)

BB- FOLD
SB- FOLD
Spieler E -FOLD
Spieler F- Call

Auf was soll ich so einen Spieler nun setzen, der 2 Rasises in der größe Callt?? AK ?? KK ?? QQ?? AQ?? TT ??
Ich hab es zumindest so getan!

FLOP : 2K - 5P - 8H

Spieler F - Check
Ich will im eigentlich keine Karte mehr geben und gehe davon aus das er den Flop wohl nicht wirklich getroffen hat! Er hat Insgesamt noch 500 Chips mehr als ich!!
Ich geh AllIn!
Spieler F - CALL ...............mit 55 !!

Da ich Anfänger bin würde ich jetzt gern mal von ein paar Leuten hören was ich falsch gemacht hab, bzw was ich besser machen kann!!

Greetz
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  #2 (permalink)  
Alt 07.03.2007, 13:57
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Hehehe,

es mag wirklich sein, dass AA die mitunter schwerste Hand zu spielen ist. Die Problematik AA zu gewinnen und Chips einzuheimsen ist nicht so das Problem. Das Problem ist eher, möglichst viele Chips zu erhalten. In Deinem Fall hättest Du mit einem Preflop Re-Raise All-In eventuell den Raiser und auch den Caller rausgedrückt, aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Hätte er aber nun tatsächlich nichts mit Pockets getroffen oder nur ein Pärchen bei besagtem Flop, hättest Du Geld verschenkt...

In Deiner Situation wäre ich nicht All-In gegangen, da auf dem Board lediglich u.U. ein Straight-Draw liegt. Das Risiko ein AA wegwerfen zu müssen weil ein Pärchen, ein möglicher Flush oder eine mögliche Straight aufm Board liegt, muss man nunmal teilweise eingehen... je nach Turn und River hätte Dein Gegenüber vielleicht sogar Dir ne Straight gegeben...

Insgesamt bleibe ich dabei:
AA sind gar nicht so einfach wie es scheint und erst recht kein Erfolgsgarant - auch hier kann man ne Menge falsch oder nicht richtig machen
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  #3 (permalink)  
Alt 07.03.2007, 14:04
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Also doch eher weniger setzten und dem Gegner ne Karte geben!?
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Alt 07.03.2007, 15:08
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mit AA gegen einen Drilling zu verlieren ist natürlich bitter,
aber fangen wir vorne an (rein von der situation, denn wir kennen nicht das verhalten der spieler am tisch):

1. ein spieler in früher position hat geraist (spieler e).
der call von spieler f mit dem 5er pärchen ist in dieser situation falsch.
denn ein raise in früher position deutet eigentlich auf eine sehr starke hand.
das 5er pärchen zu spielen ist schon mal verkehrt.

2. du reraist (absolut richtige entscheidung, denn du hast die beste hand!) und bringst alle, auch den eigentlichen aggressor in dieser runde, zum folden. und spieler f call (mal wieder). dieser call ist noch schlechter als der vorher, denn jetzt muss er damit rechnen, hinten zu liegen.

3. auf dem flop kommen nur kleine karten und es ist nicht ersichtlich, das dein gegner etwas getroffen haben könnte, denn er hätte genau so gut AK oder QQ oder sonstwas spielen können.

4. der check von ihm ist ausgezeichnet, denn er hat dich in die falle gelockt. du gehst all-in, da du schon fast pot-comitted bist und jetzt den pot haben willst. über den all-in move kann man sich streiten, aber aus deiner sicht heraus keinesfalls verkehrt, denn du kannst davon ausgehen, vorne zu liegen, wenn dein gegner overcards oder ein hohes pärchen wie QQ, KK oder evtl. auch AA gespielt hat.

fazit: dein gegner hat sehr schlecht gespielt und hat mit glück sein set gefloppt. ich würde jetzt auch mal vermuten, das sein check-raise eher zufall war, denn sein spielverhalten deutet nicht auf einen erfahrenen spieler hin.

ich würde das unter bad beat abhaken, mich ärgern und ne apfelsine essen.
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Alt 07.03.2007, 15:10
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Wie schon gesagt, hätte ich wohl langsamer gespielt (im falschen Glauben, die beste Hand zu haben). Resultat hätte in diesem speziellen Fall aber das Gleiche sein können. Hätte er beispielhaft aber Deine angesprochenen AK, AQ, KK, QQ o.ä. gehabt, wäre er bei einem kleinen Raise auch noch mitgegangen und Du hättest trotzdem die Zügel in der Hand.

---> siehe auch seine Spielweise: er war sich sicher die beste Hand zu haben und checkte...


P.S.: Saarländer? Woher?
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Alt 07.03.2007, 18:07
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also, das ist doch das problem bei tunieren: die hand ist dein schicksal, du hast ja schon soviel drin, das bei nem fold das tunier realistisch vorbei ist. d.h. du kommst selbst wenn er all in pushed doch nicht raus aus der hand. mit den trips rechnet doch keiner.( ich auch nicht, darum sind sie so gefährlich)

@ alex: der all in move ist komplett richtig, er hat die initative, die beste hand aus seiner sicht, es ist total fahrlässig nich all in zu gehen und ne freecard zu gewähren:

der gegner macht preflop den fehler, er ist 4 zu 1 underdog gewinnt nur 1 von 5 fällen, das war halt genau dein fall

ich hätte ihn auf a k gesetzt, und dann hat er halt nichts getroffen und ich nehm ihm jetzt die hand. das er called ist normal er ist ja auch pot comitted.
das ist der typische tod der arlines, die flak: trips.
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Alt 07.03.2007, 18:27
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hmm. also ich finde auch du hast richtig gespielt. ich wäre vlt vor dem flop schon all in gegangen, aber ist ansichtssache.

AA slow zu spielen meiner meinung nach einfach nur falsch. AA ist nicht mehr als ein paar, was von 100000 händen geknackt werden kann. und der vergleich AA slow zu spielen und ein geflopptes set ist sehr schwach ^^.

du hast alles richtig gemacht und pech gehabt.

AA ist wohl die hand die am einfachsten zu spielen ist. raise (wenn vorher einer raist -> reraise... aber ein saftiges, nicht nur min. raise oda sowat). nach dem flop mind. mit 3/4 pott anspielen bzw raisen wenn einer setzt.

wenn man dann noch gegner hat, muss man sein spiel der situation anpassen
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Alt 07.03.2007, 19:03
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Ja genau alles richtig gemacht und dein gegner wurde für sehr schlechte moves belohnt thats poker.

Vorsichtig musst du nur bei flush , straigth gefahr oder wenn halt was dopelt kommt zb QQ aufgen board.
Nartülich musst du preflop kräftig raisen um solche hände wie 55 aus den pot zu drängen. Genau darum musst du ja preflop raisen dammit nen poket 55 nicht mit spielen darf weil sonnst ist ja jeden board gefährlich
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  #9 (permalink)  
Alt 07.03.2007, 21:47
Shark
 
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Mit den Assen macht man in der Regel nicht viel chips, wenn du sie aggressiv und nach meiner Meinung richtig spielst. Bei Tunieren, im mittleren Teil oder in der Endphase, kann das schon wieder ganz anders aussehen. Hier gewinnst du entweder nen großen Pott oder kassierst nen sehr teuren bad beat, weil die Gegener häufig zu Action auch mit schlechteren Händen gezwungen sind und du somit sehr stark vom Glück abhängig bist.

So, zu deiner Hand.
Man könnte sagen, es war schlussendlich dieser oben beschriebene bad beat.
Jedoch kann man die Hand auch noch nen bissl anders spielen und hoffen, das paar fünfen pre-flop zu vertreiben.
Das ist hier nur mit dem pre-flop all-in möglich. Warum?
Vorwort:
In der von dir beschriebenen Situation hast du sowie dein Gegner und auch die anderen Mitspieler ein M-ratio unter 7, also orange-zone. D.h. ohne zu spielen, wirst du in 7 Runden ausgeblindet. In der orange-zone schmeißt man kleine pocketpairs, kleinere und mittlere suited connectors in einer frühen Position eigentlich weg, da das statistische Verhältnis zwischen Gewinnhäufigkeit/-höhe und Verlusthäufigkeit/-höhe zu schlecht ist und man eher noch weiter nach unten abrutscht. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen, bei den die o.a. Hände spielbar sind und zwar wenn du in mittlerer, besser hinterer Position mit einem all-in-move den Pot eröffnen oder nur reinlimpen kannst.

Gut, das alles wusste dein Gegner nicht und spielte seinen Fehler.
Aber wenn du schon raist, dann all-in. Dann stellt sich dein Gegener sich vielleicht die Frage, ob er mit den Fünfen wirklich alles riskieren will. So callt er unter Schmerzen die 800 und hofft, daß du bei dem min-raise nur A/K - A/J spielst und vielleicht im flop auch noch seine Wunderfünf trifft.

Solch ein min-raise oder fast slow-play der Asse bei einem geringen stack kann schnell tödlich enden, da man aus der Hand selten noch rauskommt.
Das kann man im Tunier mal machen, wenn man ausreichend Chips hat.
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Alt 08.03.2007, 01:30
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Zitat:
Zitat von jasonbourne Beitrag anzeigen
der gegner macht preflop den fehler, er ist 4 zu 1 underdog gewinnt nur 1 von 5 fällen, das war halt genau dein fall
Du würdest also in seiner Situation keine 800 nachlegen, wenn bereits 3.800 im Pot sind? Der 2. Call war aus meiner Sicht Pflicht!
(Ob der erste Call sein musste, ist Ansichtssache - ich finde er hätte mit so wenig Chips entweder alles setzen oder aussteigen müssen.)
_________

Das xXx vor dem Flop mit einem All-In den Pot gewonnen hätte, mag sein, aber optimal gespielt ist das definitiv nicht. Hat man das beste Blatt will man doch Action! Wer mit AA nur die Blinds und Bets stehlen will, macht etwas falsch.
TT/JJ/AK wären hier Karten für ein All-In, aber doch nicht AA.

Nach dem Flop ist klar, dass Du aus der Hand nicht mehr rauskommst - ein Spitzenblatt, bei einem Pot, der im Vergleich zu deinem Stack einfach zu groß ist für einen Fold.

Das dein Gegner gelegentlich trifft und deine Asse schlägt, gehört zum Spiel - die Gewinnwahrscheinlichkeit ist eben nur 80 und nicht 100 %. "Pech"


Lass Dir jedenfalls nicht einreden, dass Du zu irgendeinem Zeitpunkt einen Fehler gemacht hast.

(100% optimal wäre vielleicht eine Erhöhung auf 2000 (statt 1600), dass wäre fast gleichzusetzen mit einem All-In - ihr wärt beide Pot commited, die restlichen Chips würden also nach nahezu jedem beliebigen Flop in die Mitte wandern.
Und im Gegensatz zum direkten All-in vertreibst Du niemanden.)
__________________
Manchmal verspeist man den Bären, und manchmal wird man eben vom Bären verspeist…

Geändert von DenimDemon (08.03.2007 um 01:33 Uhr).
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