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Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Avatar von Zartbitter
    Zartbitter ist offline Moderatorin
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    Standard Fragen mehrere Limits & Rakeback

    Hi,

    ich bin neu hier, lese aber bereits länger still mit. Ich spiele seit ca. 10 Monaten, 5 davon Cash online (Hold`em NL full ring, Omaha Hi PL, Hi/low Fix), BR ist stabil mit wachsender Tendenz. Alles in allem kann ich nicht klagen.

    Ich hätte einfach gerne ein paar Meinungen, Erfahrungen, Anregungen ect.


    1) Mehrere Limits gleichzeitig spielen?

    Wenn ich mich hier so umsehe spielen die meisten ihr Stamm Limit, bzw. bauen ihre BR auf um einen Limit Aufstieg zu erreichen. Vorteil/Sinnvoller?

    Ich für meinen Teil spiele mehrere Limits gleichzeitig, z.B. Hold´em NL 6 bis 50$, einfach um mein Spiel und meinen read zu verbessern. Und genau das stößt meistens auf Unverständnis, mit der tollen Begründung; wenn man eine Limit Stufe beherrscht auf zur Nächsten, die kleinere hat man ja lange genug gespielt.
    Meine Gegenargumente, es gibt soviel Poker Foren, ständig kommen neue Bücher auf den Markt, neue Strategien, auch in den Micro Limits gibt es sehr starke Spieler und last but not least in jeder Blind Stufe gibt es vermehrt bestimmte Spielertypen. Ähnliche Erfahrungen/Meinungen dazu?


    2) Rakeback

    Hat schon mal jemand Rakeback von einem "Promoter/VIP Spieler" der großen Anbieter angeboten bekommen bzw. dieses genutzt? Also über die üblichen offiziellen 30%? Muss ich auf irgendetwas besonders achten?



    lg

    Zartbitter

  2. #2
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    Standard

    Hallo Zartbitter,

    Zitat Zitat von Zartbitter Beitrag anzeigen
    Meine Gegenargumente, es gibt soviel Poker Foren, ständig kommen neue Bücher auf den Markt, neue Strategien, auch in den Micro Limits gibt es sehr starke Spieler
    ich habe selbst auch schon auf diversen Limits gespielt (Fixed Limit 1&2, 5&10, PLO 0.25/0.50 - PLO 5/5, sowie NL10-NL1000) und meine Erfahrung ist ebenfalls sehr vielschichtig ausgepraegt.
    Man kann das wirklich nicht verallgemeinern, weil die Tischkonstellationen immer individuell bedingt sind.
    Ich habe schon NL50 Tische gehabt, die sehr tough waren und auf NL1k Spielern gesehen, die UTG mit AT raisen und mit dem TP gegen nen TAG dann broke gehen.

    Trotzdem lassen sich gewisse Tendenzen erkennen.
    Desto hoeher das Limit, desto niedriger ist im Schnitt auch die Preflopseen & Averagepotrate.
    Man bekommt vorallem Online auf NL600+ selten ne Auszahlung, wenn man z.B. seinen Flushdraw komplettiert, oder nur jede halbe Stunde mal eine Hand raist (also weak tight spielt).
    Was vorallem daran liegen duerfte, dass man dort haeufiger auf erfahrenere Spieler/Pros/Semipros stoesst.

    Wenn Du Deine Readingablities verbessern moechtest, ist eigentlich fast schon belanglos, auf welchen Limit du spielst. Da jeder Spieler mehr oder weniger stark ausgepraegte Leaks hat, die es auszunutzen gilt. Wenn Jemand zu aggressiv spielt, call ihn halt looser runter, wenn jemand zu tight ist, bluff ihn raus/geh ihm aus dem Weg.
    Um Villain besser einschaetzen zu koennen, ist es sehr hilfreich, wenn Du dir folgende Fragen stellst :
    Zitat Zitat von RiNGeL4RsChMiTOHrEn Beitrag anzeigen
    was für karten spielt er?
    (generell, was für karten limpt / raist er preflop?)
    wie spielt er draws? (spielt er sie grundsätzlich an? wenn ja, was für welche?
    beeinflusst die position seine art, draws zu spielen?)
    stealt er in position?
    (wie oft) greift er vom button/co die blinds an?
    verteidigt er seine blinds?
    mit was für karten geht er in den showdown?
    blufft er häufig?
    oder setzt er nur wenn er etwas hat?
    mit welchen händen/wie oft rereaist er preflop?
    wie oft reraist er postflop?
    spielt er (halbwegs) mathematisch korrekt? (oder drawt er auch nach overcards und gutshots? -> hilft die hand zu definieren)
    betreibt er solides riverplay?
    wie oft foldet er auf 3bets? (ist wichtig, damit du ihn auch mal ip. mit sc reraisen oder mit kk/aa nur flatcallen kannst)
    slowplayed er seine monster häufig?
    kann er sich auch von guten karten trennen?
    ist er imstande, herocalls zu taetigen? (oder spielt er nur seine karten?)
    raist er aus den blinds lp-limper?
    squeezt er?
    ...
    und daraufhin dann deine Calling und Reraisingrange lockerst.

    Gru- Max
    Geändert von RiNGeL4RsChMiTOHrEn (25.04.2009 um 19:27 Uhr)

  3. #3
    Avatar von Zartbitter
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    Hi,
    erst einmal Danke für deine ausführliche Antwort, hat mich gefreut.


    Da es unmöglich ist sich diese Fragen innerhalb von 7 bis 30 sek. zu beantworten, arbeite ich relativ stark mit beobachten und Notizen machen. Einer der Gründe warum ich nicht mehr als max. 4 Tische gleichzeitig spiele.

    Flops sehe ich mir im Durchschnitt, je nach Tisch, zwischen 13-23% an.

    Probleme beim Einschätzen habe ich eigentlich nur bei Überaggressiven Spielern von denen man nie die Hände zu Gesicht bekommt.
    Wobei ich das mittlerweile für mich jetzt so gelöst habe, das ich ein Monster slow spiele, denn Geld kommt von allein in den Pot. Wird das Board zu gefährlich, durch einen All in push ihn ins Grübeln bringe. Habe ich eine solchen Spieler öfters am Tisch sitzen, handhabe ich es auch teilweise so das ich in einen Informations- call am River investiere.

    lg
    Zartbitter

  4. #4
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    Zitat Zitat von Zartbitter Beitrag anzeigen
    Da es unmöglich ist sich diese Fragen innerhalb von 7 bis 30 sek. zu beantworten, arbeite ich relativ stark mit beobachten und Notizen machen. Einer der Gründe warum ich nicht mehr als max. 4 Tische gleichzeitig spiele.
    Ich weiss nicht, wie multitaskingfaehig du bist, aber ich denke, dass auch 4 Tische schon zuviel sind.
    Zumindestens, wenn Du Dich wirklich darauf konzentrieren und deine Readingabilities schaerfen moechtest.

    Zitat Zitat von Zartbitter Beitrag anzeigen
    Probleme beim Einschätzen habe ich eigentlich nur bei Überaggressiven Spielern von denen man nie die Hände zu Gesicht bekommt.
    Auch gegen diese Spieler kannst Du mit den oben erwaehnten Fragen weiterkommen.
    Die meisten Maniacs/Lags verfahren auch nach nem bestimmten Muster. Sie raisen z.B. auch kleine Pocketpaare, Suited X-Gapper, Any 2 Picturecards oder Ace-Rag.
    Desto haeufiger die Raises, desto weiter logischerweise auch die Range.
    Und ab und an wird er auch in den Showdown gehen.
    Deshalb solltest Du immer auch ueberlegen, wie er die Hand weitergespielt hat.
    Wie haeufig Contibettet er? Wie reagiert er auf Reraises/Calls?
    Wie ist der Aggressionsfaktor am Turn in Relation zum Flop?
    (kann man ihn floaten?)
    Weiss er auch, was er da tut? Oder ist es ein Maniac mit technischen Defiziten? (dagegen Hilft nur ABC Poker + die Bereitschaft, im Zweifelsfall einfach zu callen).
    Wenn er nur aus spaeter Position so aggressiv spielt (und in den anderen Positionen seltener raist), kann man das leicht ausnutzen. Indem man ihn halt light reraist (wenn er ne Hand folden kann) oder runtercallt, wenn man irgendwas halbwegs Schickes getroffen hat (im Battle of the Blinds sind gegen solche Spieler das Tp/Mp mit good Kicker meist die Nuts, da der Gegner auch nur jedes dritte mal den Flop trifft er mit seiner Range gegen marginale Haende wie AT, KJ... meist hinten liegt).
    Natuerlich muss man auch da dann drauf achten, wie sich das Spielverhalten einem gegenueber aendert.
    Aber das ist alles ne Sache der Erfahrung.
    Geändert von RiNGeL4RsChMiTOHrEn (25.04.2009 um 21:45 Uhr)

  5. #5
    Avatar von Zartbitter
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    Zitat Zitat von RiNGeL4RsChMiTOHrEn Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht, wie multitaskingfaehig du bist, aber ich denke, dass auch 4 Tische schon zuviel sind.
    Deshalb schrieb ich ja max. 4 Tische. Standart sind 2 bis 3 Tische.



    Es sind 2 Überaggressive die ich öfters am Tisch habe, beide spielen auffälligerweise den gleichen Style.

    Und ab und an wird er auch in den Showdown gehen.
    - Seltens, Draws/Gutshots werden bis zum bitteren Ende durchbezahlt, Flush auch auf gepaarten Board.


    Wie haeufig Contibettet er?
    - Grundsetzlich unabhänig von der Position, 90% des Pots als Conti

    Wie reagiert er auf Reraises/Calls?
    - Reraise, Kommt auf die Höhe an und von wem es kommt
    - Calls, Contibet 90% des Pots, bei einem Raise, erfolgt grundsätzlich ein Reraise ggf. push all in, allerdings nur wenn er out of position ist.

    Wie ist der Aggressionsfaktor am Turn in Relation zum Flop?
    - Bet Potsize, also verstärkt, wird auch das bezahlt wird der River gecheckt, all in wird dann nicht mehr gezahlt

    (kann man ihn floaten?)
    - Nein deshalb ist out of position bei ihm "billiger" den diese Bet wird "nur" gecallt.

    Ich denke beide wissen was sie tun, denn beide sind auch bereit, nachdem ihr 3/4 stack in der Mitte liegt, zu folden.

    (im Battle of the Blinds sind gegen solche Spieler das Tp/Mp mit good Kicker meist die Nuts, da der Gegner auch nur jedes dritte mal den Flop trifft er mit seiner Range gegen marginale Haende wie AT, KJ... meist hinten liegt).
    - Tp spiele ich reraise, Overpair ebenfalls. Mp schmeiße ich trotz gutem Kicker weg, was vielleicht ein Fehler ist.


    Ich weiß ich lerne noch, aber was mich an den zwei so unheimlich nervt, Draws werden grundsätzlich teuer und das hat nichts mit Hand schützen zu tun. Die eigene Hand kann man nur durch ein all in schützen, alles andere wird bezahlt. Und genau das ist ein Spielzug den ich nicht gerne mache, denn in meinen Augen wirkt es einfach blöd in einen 30$ Pot, 50 nachzuschieben nur damit er foldet.


    lg
    Zartbitter

  6. #6
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    overbets haben schon manchmal ihre daseinsberechtigung.
    wenn der pot sweet enough ist oder ich gegen stations spiele, overbette ich auch den pot.

    nochmal zu den readingabilities :
    bei fixed limit ist noch wichtig : raist er am flop i.p. fuer ne freecard? (wenn ich einmal soetwas erkenne, gibts von mir immer n gleich noch n erneutes raise... und wenn er dann nochmal drueber geht* c- cc/cc oder c/f (bei flatcalls seinerseits b,b) je nachdem wie haeufig er das macht*)
    wie oft 2/3-barrelt er (z.b. mit ace / k-high)? (da ist dann meist auch das pp gut, wenn keine ace oder allzuviele bildkarten unterwegs sind)
    zu omaha : ueberspielt er AAXX auch postflop? (oder spielt er danach passiv? dann kann man auf halbwegs trockenen boards den pot selbst auch oeffter mal ip. stealen)
    spielt er auch im hu wie am fullringtisch? (fuer tuniere wichtig).
    setzt er haeufig auch mit 2 pair?
    spielt er auch kleinere flushdraws aggressiv(bzw. bezahlt er dafuer)?
    zu NLHE:
    wie spielt er/wieviel setzt er mit marginale(n) haende(n) (betreibt er damit smallballpoker? / kann man ihn da oft noch rausbluffen?)
    wie veraendert sich die foldeq. bei big bets?

    auch die reaktionszeit kann etwas ueber die staerke der hand verraten (bei der entscheidungsfindung helfen, wenn man sich nicht sicher ist). instant-checks bedeuten meistens, dass er wirklich nichts hat. instantbets sind selten ein bluff. (ist beim livepoker eher relevant, aber auch online manchmal hilfreich).

    Deshalb schrieb ich ja max. 4 Tische. Standart sind 2 bis 3 Tische.
    probier es mal nur mit einem tisch. du musst ja auch die interaktionen der spieler untereinander beobachten zu kategorisieren.

    um dir zeigen zu koennen, welchen profit mit hilfe der analyse bei nlhe ziehen kannst, hab ich dir mal hand angehaengt, die ich vor einger zeit mal im casino gespielt habe.
    Zitat Zitat von RiNGeL4RsChMiTOHrEn Beitrag anzeigen
    Blinds 2.5 / 5
    Dealt to Hero AsTs

    UTG 2 limpt, MP2 limpt, Hero limpt vom Cutoff-1, Button limpt,SB foldet,BB checkt.

    Le Flop : 3c Jd 9c
    check,check,check... Hero setzt 20, Button callt
    - Hier war ich mir schon sehr sicher, dass der Andere auf einem Draw saß, da er gerne Suited Cards spielt, mit KJ+ bei dem Board gegen eine Bet aus so später Position 100 Prozentig erhöht hätte und mit nem Middlepair nicht runter callt.
    Turn : 4h
    Hero bets 20 (Antifloatingbet*), Button callt
    River 3 : of Spade
    Da ich weiss, dass Villain mit QJ oder etwas Schlechterem nur hinterherchecken würde, aber gerne auch mal geplatzte Draws anspielt, wollte ich ihm hier die Möglichkeit "zum Bluffen" geben.
    Denn wenn eine Bet kommt, dann ist das 100% ein Bluff, da er mit jeder erhöhenswerten Hand das schon am Flop getan hätte und die 3 ihm nicht geholfen haben kann.
    Und gegen Jeden Draw liege ich vorne, denn mit AQs oder AKs hätte er vor dem Flop erhöht).

    Resultat :
    Hero checkt. Villain bets the Pot(nachdem er einige Sekunden lang auf den Pot gestarrt hat). Hero instantly callt. Button showed Ac8c & Hero schnappt sich the Pot
    *Antiloatingbet weil : ich gegen das ganze Spektrum der Kartenkombinationen, mit der er hier (neben JT und QJ) noch flat callen wuerde (KQ, QT, XXSuited = vorne liege (und auch weiss, dass er bei so nem Board z.b. kein Set slowplayen wuerde, er allerdings Bets ohne 2 pair+ selten raist, aber bei gespuerter Schwaeche auch mal movet).
    Geändert von RiNGeL4RsChMiTOHrEn (26.04.2009 um 10:14 Uhr)

  7. #7
    Avatar von Zartbitter
    Zartbitter ist offline Moderatorin
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    Zitat Zitat von RiNGeL4RsChMiTOHrEn Beitrag anzeigen
    overbets haben schon manchmal ihre daseinsberechtigung.
    wenn der pot sweet enough ist oder ich gegen stations spiele, overbette ich auch den pot.
    Schön ist es trotzdem nicht, meines Erachtens. Danke nochmals für die hilfreichen Antworten. Vielleicht äussert sich ja noch jemand anderes zu dem Thema.

    Ansonsten bleibt noch die Rakeback Frage offen, wobei ich jetzt bei 37% ja gesagt habe.


    lg
    Zartbitter

  8. #8
    Avatar von hasch-poker
    hasch-poker ist offline Poker Gott
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    Zitat Zitat von Zartbitter Beitrag anzeigen
    Ansonsten bleibt noch die Rakeback Frage offen, wobei ich jetzt bei 37% ja gesagt habe.


    lg
    Zartbitter
    37% ab dem ersen $ rake, oder musst du einen gewissen Betrag erspielen, um die 37% zu bekommn??

    Ansonsten ist 37% wohl top!
    Welche Seite wenn ich fragen darf?

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