Okay, mit Stats kann man hier ja arbeiten

Handanalysen ohne Stats finde ich immer ziemlich bescheuert, weil z.B. die Beschreibung unten gegen ne Nit null Sinn machen würde...
Allgemein ist Fold Preflop natürlich eine gute Option, besonders gegen Nits. Gegen so einen Gegner würde ich aber zum Call oder gar zur 4 Bet neigen. Das sind halt die beiden Mittel Gegen übertriebene 3-Beter (meist halten die sich für extrem schlau, oft sind die vielen 3Bets aber eher Leak als schwer zu spielen).
Klar ist JTs prinzipiell ne Hand, wo der Flop dein Freund ist, was wieder gegen die 4Bet spricht. Ich würds wohl in vielleicht gut 70% der Fälle callen und in knapp 30 % der Fälle 4Beten, weil das gegen so einen Spieler ein großartiger Spot ist, um mal was fürs Image zu tun. Und um ihm ein bißchen seine Grenzen aufzuzeigen und ihn vielleicht auch etwas zu tilten. Negel mich nicht auf die Prozente fest, ist immer auch Gefühls- und Historysache.
Wenn so ein 12 % 3Bet-Spinner preflop rumballert wie blöde, musst du wenn du callst allerdings auch SEHR light runtercallen, wenn du irgendwie das Board triffst. Seine Range ist hier halt extrem dünn. Klar, daß man mit mitelstarken made-Hands nicht selber Action machen sollte, weil man sich sonst komplett gegen Monster(start)hände isoliert. Wenn du hier weißt, daß er ne extrem dünne Range hat, ist das hier natürlich die Mutter aller Spots für einen Raise/Shove am Flop. Dünne Range des Gegners heißt riesen Fold Equity, und selbst bei nem Call haste nie ein Problem. Falls er zu zwei Bluff-Barrels fähig ist, kannste auch den Flop callen und nen blanken Turn auf seine zweite Barel shippen. Seine Range bleibt dünn und du hast auch am Turn noch ne recht brauchbare Equity.
Wobei die Q in dem Fall hier mit Abstand die mieseste Karte für die zweite Option ist. Nicht weil er die oft hat, sondern weil er dir jetzt am Turn einen ship nicht mehr glauben kann und somit die Idee des Turnships gestorben ist, weil du von jeder 9+ nen Snapcall bekommst

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