Naja, in der 4. Staffel von High Stakes Poker hat er mir deutlich besser gefallen als zuvor. Was ich nicht mag, ist seine arrogante Art. Er tut so, als würde er für den ganzen Tisch entscheiden (z.B. die Straddle-Entscheidung), dabei ist er gerade mal seit ein paar Jahren ein wirklich bekannter Spieler, während die anderen seit zig Jahren oder Jahrzehnte Pokerstarts sind. Er sollte sich nicht besser darstellen, als er ist.
Sein Spiel als solches war geprägt von einigen guten Moves und guten Bluffs (obwohl er wieder mit seinem Ausdruck, dass er der beste Bluffer aller Zeiten sein will, ziemlich übers Ziel hinausschiesst). Allerdings hat er die einige Pot-Gewinne auch vielen one-outern oder ähnlichem zu verdanken. Fast die Hälfte aller Pots hat er nicht gewonnen, weil er besser gespielt hat, sondern weil er einfach nur Glück hatte.
Zu seinem Tournament-Spiel kann ich nichts sagen, da ich solche Übertragungen ungern sehe. Gerade die Final-Tables geben selten Aufschluss darauf, ob jemand gut spielt, sondern vielmehr, dass er vor dem Flop das bessere Blatt hatte und das Glück hatte, dass jemand mit einem schlechteren Blatt sein All-In callt. Da ist Pokern eher Nebensache, das Glück entscheidet vielmehr wer gewinnt und wer nicht.
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