Da ich mich erst kürzlich hier angemeldet habe und mir bei poker-institut.org die Mühe gemacht hatte, eine kleine Anleitung für alle zu verfassen, die Lust haben, ihre alten Dice-Chips etwas aufzumöbeln, darf ich auch dieses Forum beglücken:
Hier also die Anleitung zum Erstellen eigener Labels - wen's interessiert undfür den kleinen Geldbeutel:
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Hallo Leute,
wer kennt das Problem nicht? - Man spielt eine Runde mit Dice-Chips und plötzlich fragt einer "Äh - was war der rote schnell mal wieder wert?" - Antwort: "Das is'n 10er!" - Rückantwort: "Oh Mann - bei uns war's immer 'n 25er - da soll sich mal einer auskennen..."
Klar - der Vorteil unbedruckter Chips ist auch tatsächlich, dass man die Wertigkeiten frei vergeben kann... das war's dann aber auch schon mit den Vorteilen...
Welcher Chip-Besitzer sehnt sich demnach nicht danach, seinen Chips (und seien es "billige" Dice) ein halbwegs individuelles Aussehen zu verpassen? Klar, man kann sich die Teile von Gamblerstore und Co. teuer bedrucken lassen. Man kann auch individuell angefertigte Chips im Internet bestellen - da geht's aber dann ins Geld...
Demzufolge war ich auf der Suche nach Aufklebern (zu neudeutsch: Labels) für meine Dice Chips. So weit ich mich erinnern kann, gab's 2 Kollegen (poker-institut.org), die schon ähnliches gemacht hatten: Dice Chips selbs belabelt... Danke an dieser Stelle nochmals für die Anregungen...
Wen's interessiert - oder wer so etwas auch gerne machen möchte, kann jetzt gerne weiterlesen. - Ich werde hier eine (mehr oder minder kleine) Anleitung (eine Art "Leitfaden" also) geben, wie man's m.E. am besten anstellt, die Dice-Chips mit einem Label zu versehen.
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SCHRITT 1: Das Arbeitsmaterial
Wo bekommt man so bedruckbare Aufkleber her? Im Fachhandel hatte ich so gut wie keine kreisrunden gefunden. Hier hilft das Internet: unter
www.flexicom24.de gibt's das was man sucht. Die Artikel-Nr. der Bögen lautet FX1156 (vielen Dank nochmals an die Vorreiter, die mich auf diese Bögen aufmerksam gemacht hatten...). - Die Qualität der Teile ist echt OK. Sie lassen sich sowohl mit Laser- als auch mit Inljet-Druckern bedrucken und haben die richtige Größe - 24 mm Durchmesser, also ideal für den "Innenkreis" von Dice-Chips. - Pro Packung gibt's 100 Bögen a 70 Aufkleber - also insgesamt 7.000 kleine "Klebekreise".
SCHRITT 2: Das Design
Das ist wohl der Schritt, bei dem man am wenigsten helfen kann. Die Geschmäcker sind verschieden. Für den Unkreativen Chip-Gestalter kann man aber auf Seiten wie
Poker Chips-ChipTalk.net oder
Best Poker Chip Labels - Custom poker chip labels ,
Chipstyler Custom Poker Chip Labels / Stickers und noch rund 1 Mio. Seiten Anregungen finden.
SCHRITT 3: Die Software
Es soll ja tatsächlich Leute geben, die nicht täglich irgend etwas auf dem Rechner designen... sehr viel sogar... Nun - auch ich stand vor dem Problem, welches Programm man nehmen solle. Ich bin der Meinung: Vollkommen egal - hauptsache man kommt damit zurecht. Von Gimp über Microsoft's Picture It bis hin zu Photoshop und Co. - alles OK, wenn man damit zu Rande kommt und einem der Funktionsumfang ausreicht... Bzgl. der Farbe bei den Dice-Chips gibt's folgendes zu sagen: Wahrscheindlich gibts pro Farbe 20 verschiedene Farbsättigungsgrade, so dass blau beim einen Dice-Besitzer nicht gleich blau beim anderen ist. Am besten man findet selbst mittels Probedruck raus, was man für ne Farbe will (sollte man überhaupt das Bestreben haben, den Originalfarbton zu 100 % zu treffen...). Ich empfehle aber ein Abspeichern der Bilder im .jpg-Format - Größe ist relativ egal, da ich diese in Word genau eingestellt habe (siehe unten).
Zu beachten gibt's aber unbedingt folgendes: Da man's nie 100 %-ig schaffen wird, die kleinen Bildchen absolut exakt auf die Aufgleber zu drucken braucht man einen sog. Beschnitt-Rand. Diesen sollte man beim Designen schon vorab mit bedenken (also z.B. etwaige Farbkreise und Co. etwas über das eigentliche Endprodukt hinaus designen...).

Erläuterung: Den roten Bereich wird man auf dem Endprodukt sehen. Der weiße Beschnittrand aussen rum dient dazu, etwaige Ungenauigkeiten beim Ausdruck auszugleichen.
SCHRITT 4: Das Drucken
Hier wurd's erstmalig etwas haarig. Nachdem ich den einen oder anderen Probedruck aus design- und farbtechnischen Gründen gemacht hatte, stellte sich das Problem, dass man die Teile ja auf die Bögen a 70 Aufkleber drucken solle. Ich habe vieles probiert, d.h. diverse Programme zum Ausrucken (Adobe, Word, Grafiksoftware,...) und viele Möglichkeiten zum genauen Ausrichten versucht (z.B. mit Tabellen)...
Da die Aufkleber einen Durchmesser von 24 mm haben, sollte man mindestens 2,6 cm für jede Grafik nehmen, um etwaige Ungenauigkeiten beim Papiereinzug auszugleichen. Dieser überschüssige Rand wird gemeinhin als "Beschnitt" bezeichnet. Ich hatte meine Grafiken von vorne herein kreisrund gemacht (andere empfehlen quadratisch), um Tinte zu sparen...
Letzendlich hat sich aber folgendes als absolut tauglich erwiesen: (Download hierzu gibt's unten)
Ausdruck mittels MS Word - Einstellungen:
- Grafikgröße (in Word einstellen): 2,61 x 2,61
- Seitenränder: oben 1,37 - unten 1,4 - links/rechts je 1,05
- Absatz: 1,37-zeilig
- alles zentriert
- Schrift (sie beeinflusst die Größe von Leer-Zeichen): Times New Roman 12er
- zwischen den einzelnen Bildern in einer Zeile: je 2 x Leerzeichen
Wenn man sich so das ganze Blatt vollpflastert, dürfte das so halbwegs hinhauen... Beachtet aber bitte: Jeder Drucker hat eine leicht unterschiedliche Konfiguration, so dass evtl. Grafiken leicht verschoben werden und Farben anders ausgedruckt werden! (Ich haben einen PIXMA Canon Tintenstrahl-Drucker benutzt mit den Original-Tinten.)
Aussehen sollten die bedruckten Bögen dann in etwa so (man sieht auch den Beschnitt recht gut):
Bedruckte Bögen
SCHRITT 5: Das eigentliche Bekleben
Nun - da gibt's so gut wie nix zu sagen... Ausdauer und "Viel Spass"!
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Ich finde, dass es sich so um eine sehr gute Möglichkeit handelt, seine Dice-Chips aus den Tiefen der Individualitätslosigkeit zu holen und mit einem eigenen Design zu versehen. - Wie oben bereits gesagt: Über Geschmack lässt sich streiten... Ich habe mich jedenfalls für ein eher "klassisches" Design entschieden und meine eigene Note nicht etwa durch ein Logo hinzugefügt - ich hab' lediglich meine Initialen genommen... So seht aber selbst:
Dieses Bild gibt's auch noch ein wenig größer:
Größer
Weitere Bilder gibt's hier:
Der ganze Haufen
Nochmal der ganze Haufen
1 bis 10.000
1 bis 25
50 bis 500
1.000 bis 10.000
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In diesem Sinne! Allzeit ein gutes Blatt - bis die Tage...
Wutzl