..auf den Trichter gekommen bin ich durch... hmm... eigentlich durch meine Hold'em Unfähigkeit bzw. durch meine Hold'em Unfähigkeit, meine Neugier und Langeweile.
Die Unfähigkeit rührte aus meinen vielen Lehrstunden im Hold'em, die man unter der Überschrift "Warum 27o so selten gewinnt..." zusammenfassen kann. Anfangs habe ich halt ohne Hintergrundwissen oder ähnliches nur Rotz gespielt und das dann auch kräftig bezahlt, habe aber immer gedacht, dass ich das Spiel
beherrschen würde - typisch von sich überzeugter Fisch!
Die Neugier rührte aus den anderen Tischen da mit so komisch vielen Karten mit so ganz anderen Regeln usw.. Klein-Alex sich dann auch mal an den Tisch gesetzt, denn das muss ja so wie Hold'em gehen und mit vier Kreuz, vier Assen, nem Drilling usw. All-In gegangen und reihenweise gewundert, warum ich nun doch verloren habe. Schnell (aber leider doch viel zu langsam) wurde mir klar "So geht das nicht!", also ein bisschen nachgelesen und so'n bisschen verstanden. Also mit ein bisschen Verständnis an die Hi/Lo-Tische, weil da verliert man ja immer nur die Hälfte. Wieder Mal für Mal mitgegangen, weil ich "nur" ein Pärchen oder gar High Card hatte und dachte "Das ist ne gute Lo-Karte" (im Sinne von niedrigste Wertigkeit). Wieviel Euro so den Bach runter sind, will ich gar nicht wissen

Langeweile rührt aus dem absolut Action-killenden Prinzip des Hold'ems, wenn man es konsequent tight aggressive spielt. Nur so, schaff ich es im Hold'em Gewinn zu machen. Beim Omaha und ganz speziell beim Hi/Lo ist fast immer
was los und die Komplexität (=Challenge) ist einfach nur umwerfend. Mir gefällt es, dass ich viel mehr Outs berücksichtigen muss und das parallel für zwei verschiedene Pots und dann noch den Gegner auf Hi, Lo oder beides setzen muss.
Natürlich will ich auch Werbung für Hi/Lo machen, aber möglichst neutral probiere ich jedem mal Hi/Lo zu empfehlen, der 25 USD zu viel hat... ich bin auf jeden Fall aus den oben besagten Gründen nicht mehr davon weggekommen und spiele Cash ausschließlich Hi/Lo!