Ich muss meinen Vorrednern mal widersprechen... Der Gegner ist kein "donk" oder "vollhonk" weil er die Hand so spielt.
Er hat fehlerfrei gespielt, aggressiv und nicht passiv - perfekt.
Die minimale Erhöhung muss man mit einer solchen Hand zahlen. Dann folgt ein sehr, sehr schöner Flop aus seiner Sicht: 12 sichere Outs + 3 (Asse), die häufig schon zum Sieg reichen.
Er entscheidet sich also für einen klasse Semibluff, einen Check-Raise.
Damit signalisiert er so viel Stärke, dass er häufig bereits an dieser Stelle den Pot gewinnt.
Nämlich dann, wenn keine sonderlich starke Hand beim Gegner liegt. Bezahlt er nur, verliert er selbst gegen ein kleines Paar, wenn er nicht trifft. Und wwenn er trifft, bekommt er von ihnen keine weitere Auszahlung.
Spielt er gegen eine starke Hand, erfährt er dies durch die Erhöhung und kann sich sicher sein, dass er ausgezahlt wird, wenn er trifft. Auch das All-in, das auf seinen check-raise folgte, muss er auf jeden Fall zahlen. Meist findet er sich in einer Coinflip-Situation wieder und selbst im schlimmsten Fall, gegen einen Drilling, hat er noch knappe 35% Siegchance. Oft genug ist man sogar klarer Favorit, weil der Gegner ebenfalls einzig einen starken Draw hat (z.B. 8s9s).
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Aber es ging ja nicht um die Spielweise des Gegners...
Du hättest vor dem Flop ein wenig mehr setzen dürfen. Es geht nicht darum immer viel Action zu erzwingen mit Assen auf der Hand. Du willst gegen ein starkes Blatt beim Gegner spielen und nicht gegen schwache Hände.
Hände wie 56s wollen einen billigen Flop und du tust ihnen den Gefallen. Werden dann daraus 2 Paar oder sogar mehr, kann man es nur schwer durchschauen und kann alles verlieren. Treffen sie jedoch nichts, sind sie sofort raus, ohne noch einen Cent zu investieren.
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Manchmal verspeist man den Bären, und manchmal wird man eben vom Bären verspeist…
Geändert von DenimDemon (17.06.2007 um 21:29 Uhr).
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