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Alt 17.04.2007, 21:12
pokerklaus pokerklaus ist offline
Fischfutter
 
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Böse Pokerturniere - neue Gesetzgebung

Hallo Pokerfreunde!

Da ich selber den Traum hatte, Pokerturniere auszurichten, stehe ich seit einiger Zeit in Kontakt mit dem Braunschweiger Ordnungsamt, dem LKA und dem Innenministerium für Glücksspiel.

Vor einigen Tagen haben die Länder den Enturf eines neuen Erlasses bez. der Veranstaltung von Pokerturnieren an die Kommunen geschickt, welcher in 9 Punkten die Rahmenbedingungen beschreibt.

Auf die Schnelle:
1. Die Spieler dürfen keinen Spieleinsatz (BuyIn) zahlen (mehr dazu in Punkt 6)
2. Die Spieler müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben.
3. Der Ablauf sowie das Regelwerk des Turniers muss öffentlich ausgehängt sein
4. Jeder Gast darf mit seinem "Turnierbeitrag" nur einmal am Spiel teilnehmen
5. Der Veranstalter hat dafür Sorge zu tragen, daß die Spieler nicht untereinander Wetten bzw. höhere Einsätze machen. (Wie das in der Praxis aussehen soll, weiß ich nicht...)
6. Es darf ein Startgeld bzw. Turnierbeitrag in Höhe von 15,-€ erhoben werden, dieser Betrag darf ausschließlich zur Deckung der Turnierkosten verwendet werden. d.h. Gebühr für Tische und Chips, Personal, ... nicht etwa z.B. für ein kostenloses Buffet dass man als Anreiz zur Teilnahme bereitstellt. Und auf gar keinem Fall darf das Startgeld dazu verwendet werden um Preise bereitzustellen oder zu beschaffen! Es darf keinen Zusammenhang zwischen den Startgeldern und den Gewinnen geben!
In Sonderfällen, kann mehr Geld verlangt werden, dies muss dann aber durch hohe Kosten gerechtfertigt sein. Spielt aber nachdem man Punkt 8 gelesen hat eh keine Rolle mehr... denn wer bezahlt schon 15€ wenns maximal 60€ zu gewinnen gibt??? (Ehrliche Frage!)
7. Jeder bekommt die gleichen Chips, ein Rebuy ist ausgeschlossen. Auch die Chips von ausgeschiedenen Spielern dürfen nicht mehr verwendetwerden... Dies ist mir total schleierhaft, denn die Chips der ausgeschiedenen Spieler wechseln ja nach und nach den besitz... Wohl eher ein Zeichen für die Praxisfremdheit der Beamten, die sich dieses Regelwerk ausgedacht haben .
8. Es dürfen ausschließlich !gesponsorte! Sachpreise im maximalen Wert (unabhängig der Spielerzahl o.ä.) von 60€ ausgezahlt werden.
Finde mal einen Sponsor, der für 20-30 Spieler 60€ Werbungskosten für angemessen hält. Und wenns mehr als 20-30 Spieler werden, sind 60€ Preisgeld ja auch lächerlich...
Ferner keine Werbung für Glücksspiel gestattet (Strafbare Handlung!)
Außerdem sind als Preise keine Teilnahmen an anderen Glücksspielen erlaubt... also keine Qualifikation für die WSOP o.Ä.
9. Muss nicht aber sollte: Hinweise auf Gefahren des Glückspiels...

Dies ist ein Entwurf, wird aber wohl nicht mehr stark verändet.
Vielleicht bringt eine Lawine von Beschwerden etwas???

Eine sehr traurige Entwicklung, da ich für meinen Teil mich nicht am Geld der Spieler beeichern wollte und auch nicht in Konkurrenz mit den Spielbanken treten wollte sondern vielmehr den Spass am Pokerspielen vermitteln und das Geld mit einer Umsatzbeteiligung gastronomischer Betriebe verdienen wollte, in denen das Event stattfindet. Nun ist es aber mehr als unwahrscheinlich, dass man unter diesen Bedingungen die Menschen zum mitspielen motivieren kann.


Freue mich auf Eure Meinungen!

mfg
PokerKlaus@Braunschweig
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