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Alt 02.03.2007, 12:20
Eisbär Eisbär ist offline
Angler
 
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Standard Chipvergleich: Nexgen, Nevada Jack, Desert Sands, Suits & Stars, Paulson (Teil 3)

Paulson Pharaoh's Club, Paulson Top Hat & Cane, Paulson National Poker Series:

Ich erlaube mir mal an dieser Stelle alle Paulson Chips zusammen abzuhandeln, da deren Eigenschaften bis auf das Design identisch sind.
Die Paulson Chips sind sogenannte Clay Chips. Wobei dies auch nicht meint, dass sie zu 100% aus Clay (Ton, Lehm) bestehen. Das wäre viel zu weich. Allerdings verhalten sich diese Chips trotzdem anders als die zuvor beschriebenen. Vom Grundsatz her sind diese Chips sehr hart. Mit dem Findernagel kann man direkt auf der Oberfläche keine Kratzer einbringen. Setzt man aber genau an der Kante an, so erreicht man, dass kleinere Stückchen abbröckeln. Viel drastischer ist dies, wenn man zwei Chips gegeneinader reibt. Dann hinterlassen beide Chips jeweils Rückstände auf dem anderen. Es ist hier also etwas Vorsicht geboten, wenn man möchte, dass die Chips auch nach längerem Umgang wie neu aussehen.
Von der Verarbeitung des Materials her gesehen sind die Paulsons absolut perfekt. Es gibt hier keine abstehenden Kanten. Der äußere Rand ist absolut plan, so dass man die Chips problemlos auf den Rand aufstellen kann. Bei den anderen ist dies zwar auch möglich, erfordert zum Teil aber eine ruhigere Hand.
Vielleicht nicht ganz so hundertprozentig in Ordnung sind die Edgespots. Diese sind zwar aligned angeordnet, zum Teil aber etwas ausgefranst und teilweise gibt es es auch einige verirrte "Farbspritzer" (ich bin mir an dieser Stelle nicht sicher, ob die Edgespots aufgemalt sind oder aus durchgängig gefärbtem Material bestehen, auf jeden fall erkennt man bei der hohen Vergrößerung der Scans, dass diese nicht immer ganz perfekt sind). Wenn die Chips allerdings in Originalgröße vor einem liegen, fällt dies nicht so auf.
Das Inlay ist bei den Paulson Pharaoh's und bei den Paulson NPS bei allen Werten kreisrund, bei den Paulson Top Hat & Cane variiert die Form mit den verschiedenen Werten. Das Inlay sitzt genau zentriert in der Mitte, ist plan (ganz anders als bei dem Tournament Chip) und ist mit einer dicken Kunststoffschicht überzogen. Diese fasst sich gut an, ist allerdings sehr glatt, wordurch sich wieder zwei Probleme ergeben. Erstens fasst es sich zwar gut an, man könnte aber im Prinzip leicher abrutschen (passiert in der Ralität nicht, da der Rand außen rum extrem griffig ist!). Und zweitens spiegelt die Oberfläche. Zu erkennen ist dies auf dem Bild mit allen Chips im Überblick. Die Werte sind dank der großen Schrift auf weißem Hintergrund sehr deutlich zu erkennen. Das Design der Inlays ist schlicht aber elegant, der Druck ist von guter Qualität. Die Prägungen in dem Rand sind sehr fein, besonders bei den Top Hat & Cane, und haben keinerlei Fehler. Schön sind auch die leuchtenden Farben.
Wie ich am Anfang bereits erwähnt habe, ist der Klang der Paulsons einfach genial. Ich finde es an dieser Stelle etwas schwierig ihn treffend zu beschreiben. Vielleicht etwas dumpfer als das Klang der Keramik Chips, aber kein Klacken wie bei den Nexgens. Ich hatte schon mehrfach gelesen, dass der Klang sehr "authentisch" ist, konnte mir aber nichts drunter vorstellen. Jetzt sag ich einfach mal ganz platt: stimmt. Das Geräusch klingt einfach richtig, genau wie es sein soll.
Zum Stapeln kann ich nur sagen, dass die Paulsons die anderen Chips um Längen schlagen. Ich habe 9 Paulson Chips, von denen ich mal annehme, dass sie sich alle gleich verhalten, unabhängig von der Serie. Der Stapel mit den 9 Chips steht wegen der ziemlich rauhen Oberfläche "bombenfest". Zur besseren Vorstellung: Wenn man die 9 Keramik Chips alle aufeinander auf ein Blatt Papier legt und den untersten Chip verschiebt, bewegt sich der ganze Stapel (logisch ). Schiebt man nun den Zweiten von unten an, so wird der Stapel an dieser Stelle auseinandergeschoben, der untere Chip bleibt auf der Stelle liegen. Gleicher Versuchsaufbau bei den Paulsons. Bei den 9 Chips auf einem Blatt Papier verschiebt sich der gesamte Stapel samt unterstem Chip auf dem Blatt Papier auch dann noch, wenn man an dem dritten (manchmal sogar vierten) Chip von unten schiebt.
Die Chips wiegen zwischen 9,5g und 10g (4x9,5g, 5x10g).









Fazit:
Das Fazit ist für mich relativ eindeutig und auch einleuchtend. Der Spruch, "you get what you pay for", ist hier mehr als zutreffend. Die teuersten Chips sind in meinen Augen zugleich auch die besten. Mich speziell reizen die Top Hat & Cane am meisten. Bei diesen finde ich den Rand beeindruckend fein und elegant gestaltet, außerdem machen die verschiedenen Inlayformen diesen interessanter und heben ihn von der Masse ab. Das ist aber natürlich Geschmackssache.
Ärgerlich ist natürlich der hohe Preis speziell hier in Deutschland. Badlax hat in diesem Thread (http://www.pokern.com/forum/poker-mi...son-chips.html) geschrieben, dass er die Top Hat & Cane für 1,20 pro Stück bekommt. Ein so gutes Angebot habe ich sonst in Deutschland noch nicht gefunden. Bei apachepokerchips in den USA gibt es die allerdings (wenn man 500 Stück nimmt) schon für umgerechnet 86 Cent pro Stück. Dieser Preis liegt dann sogar noch unter dem Preis von den Nevada Jacks hierzulande und ist damit mehr als gerechtfertigt.


Gruß,
Lars

Annmerkung 1: Wie oben schon erwähnt habe ich nur einen bzw. drei Chips von einer Sorte. Gespielt habe ich deshalb mit keinem der Chips.
Anmerkung 2: Die Farbwiederbage bei den Bilder ist vielleicht nicht immer hundertprozentig originalgetreu


Zusätzliches Bildmaterial:

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