Hi!
Ich habe mir vor kurzem mal einige Chip Samples besorgt, um einen Eindruck von einigen hier im Forum erwähnten Chips zu bekommen. Ich dachte mir, ich fasse meine Eindrücke hier einfach mal zusammen. Es gibt ja schon viele Vergleiche hier im Forum, aber vielleicht kann der eine oder andere hiermit ja noch was anfangen. Außerdem habe ich noch einige Bilder gemacht auf denen teilweise mehr zu erkennen ist als auf vielen Bildern aus Internetshops.
Die Chips, die mir zur Verfügung stehen:
1 x NEXGEN 8000
1 x NEXGEN 8002
1 x NEXGEN Lucky Bee
1 x Tournament Clay
3 x Nevada Jack
3 x Desert Sands
3 x Suits & Stars Ceramic
3 x Paulson Pharaoh's Club
3 x Paulson Top Hat & Cain
3 x Paulson National Poker Series
Nexgen 8000 und Nexgen 8002:
Unterscheiden tun sich diese Chips zum einen durch die verschiedenen Farben der Chips selbst und zum anderen durch die Faben der Edgespots (8000: einfarbig; 8002: dreifarbig).
Gleich hingehen ist der sonstige Aufbau der Chips. Auf dem Rand um das Label (bei meinen Samples nicht vorhanden) ist der gleiche Schriftzug zu lesen. Das Material ist ebenfalls das gleiche: Kunststoff. Auffällig ist, dass es ein relativ weicher Kunststoff ist. Mit dem Fingernagel kann man leicht in die Oberfläche ritzen. Auf der anderen Seite fassen sich die Chips dadurch "netter" an.
Die Verarbeitung ist in Ordnung, könnte aber noch etwas besser sein. Wenn man mit dem Finger über die Kante fährt, so stellt man fest, dass diese auf der einen Seite schön glatt ist, aber auf der anderen Seite sich umlaufend eine kleine Kante befindet (zu erkennen auf den Bildern, speziell auf dem senkrechten Scan). Positiv ist allerdings, dass es keine größeren abstehenden Ecken oder Rückstände von der Herstellung gab, die erst mit dem Fingernagel entfernt werden müssen (Wie es bei vielen billigen Chips der Fall ist, wie man hier im Forum lesen kann).
Vom Klang her sind diese Chips noch nicht optimal. Sie klingen ähnlich wie die billigeren Dice Chips (Habe mit Freunden vor einiger Zeit mit solchen gepokert und meine mich zu erinnern, dass diese im Klang recht ähnlich waren. Habe hier zu Hause allerdings nicht den direkten Vergleich). Der Klang der Ceramic Chips (Desert Sands, Nevada Jack und Suits & Stars) gefällt mir besser (relativ hohes Klicken). Um es gleich vorweg zu nehmen: nicht zu toppen ist in meinen Augen (wohl eher Ohren) der Klang der Paulsons. So muss das klingen!
Vom Gewicht her sind dies die schwersten Chips (1x12g, 1x12,5g). Das geht noch in Ordnung, schwerer sollten sie aber auch nicht sein.
Zur Stapelbarkeit kann ich mit drei Chips recht wenig sagen. Es hat aber den Anschein, als ob dies ganz gut geht. Sie liegen fest aufeinander und sind in sich nicht gewölbt. Auf der Tischplatte liegen sie komplett auf. Wenn man gegen den zugegebenermaßen nicht gerade hohen Stapel der drei Chips stößt, verschieben diese sich relativ leicht. Allerdings nicht nicht ganz so leicht, wie die Nevada jacks und Desert Sands. Deren Oberfläche scheint noch rutschiger zu sein. Möglich, dass sich das gibt, wenn ein höheres Gewicht darauf lastet.

Nexgen Lucky Bee:
Sogut wie alles zu den anderen Nexgen geschriebene gilt auch hier. Materialanmutung, Klang, Gewicht (12g) und Stapelbarkeit sind gleich. Es ergibt sich lediglich an anderes Design, welches mich persöhnlich mehr anspricht. Die eingravierten Bienen in den Rand sind schön fein gearbeitet und insgesamt wirkt der Chip etwas hochwertiger (ist natürlich Geschmackssache).



Tournament Clay:
Auch dieser Chip ist aus Kunststoff. Allerdings ist hier das Material etwas härter als bei den Nexgen. Es ist immer noch möglich mit dem Fingernagel Ritze zu hinterlassen, jedoch geht dies deutlich schwerer. Die kleine umlaufende Kante an der Seite des Chips ist wie bei den Nexgen auch hier vorhanden, aber weniger ausgeprägt (siehe Seitenansichten Nexgen und Tournament im Vergleich).
Die Schrift auf dem Rand ist in diesem Fall nur gedruckt, lässt sich aber nicht ohne weiteres abkratzen. Ganz anders verhält sich das beim Label. Dieses ist in eine Vertiefung eingeklebt, allerdings nicht besonders sorgfältig. Die äußere Kante des Etiketts hebt sich leicht an. Dort kann man mit dem Fingernagel hinter haken und das Label abziehen. Hinzu kommt noch, dass das gesamte Label in sich uneben ist (habe davon kein Foto, ist mir aufgefallen. Könnte das bei Bedarf aber nachreichen). Auf dem einen Bild ist zu erkennen, dass das Label auf der einen Seite nicht hundertprozentig mittig aufgeklebt ist, auf der anderen Seite sitzt es aber genau da wo es sein soll. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Oberfläche des Etiketts, die sehr glatt (und relativ groß) ist. Dadurch ergeben sich zwei Nachteile. Erstens liegt der Chip dadurch nicht so gut in der Hand (rutschig, fühlt sich nicht "edel" an). Außerdem werden Fingerabdrücke sichtbar, wenn man gegen das Licht schaut. Und damit ergibt sich auch schon das zweitens: Die Oberfäche spiegelt. Liegt der Chip undgünstig auf dem Tisch, ist die Schrift auf dem Label nur noch schwer zu erkennen. Dieses Problem wird vermutlich gemindert, wenn man in etwas dunkleren Räumen spielt oder man eine indirekte Beleuchtung verwendet. Der Druck auf dem Label ist ziemlich gut. Er ist scharf und im fotorealistischen Stil.
Zum Klang und zu der Stapelbarkeit kann ich an dieser Stelle nichts sagen, weil ich nur einen Chip besitze. Nur soviel, der Chip ist eben und liegt gleichmäßig auf dem Tisch auf.
Das Gewicht liegt bei 11,5g. Auffällig ist noch, dass der Durchmesser mit dem der Nexgen Chips identisch ist. Damit sind die "Kunststoff-Chips" (Nexgen, Tournament) etwas größer (etwa 0,5mm) als die anderen Chips (erkennt man einigermaßen auch an Stapel Bildern, 3. Post).

