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Online Poker
Natürlich können ebenso wie Gelegenheitsspieler auch Profis die verschiedenen Plattformen wie PokerStars oder PartyPoker nutzen. Zusätzlich zum kostenlosen Spiel, bei dem das Spielniveau meist eher niedrig ist, gibt es auch beim Online Poker die Möglichkeit, um echtes Geld zu spielen.
Dazu muss per Visa-Karte oder anderweitig Geld eingezahlt werden. Allerdings gestattet nicht jedes Bankinstitut Online-Poker-Transaktionen. Um die Rechtsordnungen mancher Länder zu umgehen, haben einige Plattformenanbieter ihren Firmensitz in Ländern, in denen das Betreiben von Online Glücksspielen günstiger für sie ist. In Deutschland zum Beispiel gilt das Anbieten und die Teilnahme an einem nicht genehmigten Glücksspiel als strafbar. Daran müssen sich Casinos eben so wie die deutschen Pokerplattformen im Internet halten.
Die Plattformen finanzieren sich, indem sie den so genannten Rake, einen Teil des ausgeteilten Gewinns einbehalten, so wie dies auch in traditionellen Casinos üblich ist. Neben der Tatsache, dass Online Poker von fast jedem Ort der Welt und zu jeder Zeit gespielt werden kann, bieten sich dem Onlinespieler noch weitere Vorteile. Vor allem für Anfänger ist die unterstützende Software der Plattformen hilfreich beim Erlernen der Pokerregeln. Des Weiteren geschehen das Vergeben der Karten und die Zuteilung des Gewinns online schneller als in Casinos, sodass in kürzerer Zeit mehr Spiele gemacht werden können. Dadurch, dass in den meisten Fällen nur mit virtuellem Spielgeld gespielt wird, ist das Risiko für jeden Mitspieler deutlich geringer als in einem Casino.
Allerdings zeichnet sich auch ab, dass viele Onlinespieler ein anderes Setzverhalten haben, als sie es mit Echtgeldeinsatz hätten. Sie neigen dann zu riskantem Spielverhalten, auch bedingt durch die Schnelligkeit des Onlinespiels. Während in traditionellen Casinos die Angestellten den emotionalen Zustand der anwesenden Spieler beobachten, ist dies bei Online Spielen nicht möglich. Aufgrund der ständigen Verfügbarkeit der Pokerplattformen im Internet ist der Suchtcharakter nicht zu unterschätzen.
Ein großer Nachteil beim Online Poker ist es, dass keine Möglichkeit besteht, den Gegner in seiner Mimik oder Gestik zu beobachten, was sonst eine wichtige Komponente des Pokers ist. Das Betrügen ist beim Online Poker auch eher möglich als beim traditionellen Poker.
Via Chat könnten die Onlinespieler sich absprechen und so den ehrlichen Spielverlauf hindern. Große Onlinecasinos bieten zusätzlich Turniere an, bei denen man sich für die Pokerweltmeisterschaften, die World Series of Poker, qualifizieren kann. Der Amateurspieler Chris Moneymaker gewann 2003 so seine Teilnahme an den WSOP und gewann schließlich ein Preisgeld von 2,5 Millionen Dollar. Dies löste auch bei Hobbyspielern einen regelrechten Pokerboom aus. Die Jahreseinnahmen der Onlineplattformen haben sich in den letzten vier Jahren stetig erhöht.
Mittlerweile spielt über 250.000 aller Deutschen regelmäßig online Poker.