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Craps

Bei dem Spiel Craps handelt es sich um ein Würfelspiel, welches besonders in den USA beliebt, aber durch diverse Filme weltweit bekannt geworden ist. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhundert wurde das Spiel als Vereinfachung des alten, englischen Spiels Hazard in Amerika eingeführt und hat bis heute an Beliebtheit dazu gewonnen – dies ist vor Allem auch daran ersichtlich, dass Craps bis dato in amerikanischen Casinos ein fester Bestandteil des Portfolios ist.


Spielarten beim Craps

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Spielarten, da diese unterschiedlichen Bedingungen ausgesetzt sind: das Privatspiel, das Casinospiel und einer Spielvariante mit Karten, die auf Grund eines Würfelspielverbotes in einigen amerikanischen Gegenden entstanden ist. Die Regeln sind weitestgehend gleich und haben nur bei den Wetttypen Unterschiede aufzuweisen. Auch in Europa wird Craps vermehrt gespielt, findet sich hier aber vielfach in der vereinfachten Version European Seven Eleven wieder, welche diverse Wettmöglichkeiten aus dem Portfolio gestrichen hat und dadurch die Gewinnchancen für die Spieler vergleichsweise weniger attraktiv gestaltet.

Vorrunde

Beim Craps spielt man mit zwei roten, scharfkantigen und durchsichtigen Würfeln, die in der Hand – nicht im Würfelbecher – gewürfelt und von da aus gegen eine Wand geworfen werden. Die Spieler setzen sich zusammen aus dem Shooter – der Spieler der am Zug ist - und den Faders – die Gegner, die gegen sein Banco – das eingesetzte Geld – bieten. Beim Online Craps ist leider der Würfelspaß wie im echten Casino nicht so hoch.
Wenn alle Einsätze gemacht wurden, beginnt das Spiel indem der Shooter den ersten Wurf macht. Bei diesem gibt es drei Möglichkeiten: der Spieler gewinnt sofort, wenn er die Gesamtaugenzahl sieben oder elf erreicht – dies nennt man einen Natural. Er verliert sofort mit einem Crap, der bei der Augensumme zwei, drei oder zwölf entsteht und er darf noch einmal Würfeln, wenn die Summen Vier, Fünf, Sechs, Acht, Neun oder Zehn erwürfelt werden. Dies nennt man dann einen Point.

weitere Runde

Hat der Shooter einen Point gewürfelt, gelten ab dem zweiten Wurf folgende Regeln: wirft er die Summe, die er beim ersten Wurf getätigt hat, gewinnt er. Wirft er diesmal insgesamt eine Sieben, verliert er und wirft er irgendeine andere Zahlenkombination, darf er noch einmal würfeln. Hat der Shooter verloren und möchte noch einmal würfeln, muss er neuerlich ein Banco in das Spiel bringen, ansonsten gibt er die Würfel an seinen rechten Nachbarn weiter, der nun automatisch zum Shooter wird. Verliert er auf Grund einer Sieben im zweiten Wurf, hat er keine andere Wahl als an den nächsten Mitspieler zur Rechten abzugeben. Gewinnt er, kann er durchaus auch weiterhin den Shooter mimen, darf dann aber bei einem Sieg nicht mehr auf das Geld in der Bank zurück greifen, hat also nur noch wenig vom Spiel.


Einsätze beim Craps

Zu beachten ist noch die Höhe der Einsätze. Der Shooter bringt seinen Banco und fordert somit die Faders auf, den ihren ebenfalls in die Bank zu legen. Kommt dabei weniger als das Angebot des Spielers mit den Würfeln zusammen, kann dieser die Differenz dessen wieder aus der Bank heraus nehmen. Setzen die Fader insgesamt mehr als der Shooter eingesetzt hat, dann kann dieser seinen Einsatz entweder ebenfalls erhöhen oder muss sich nach folgenden Regeln richten: würfelt der Shooter zum ersten Mal, gilt als Erstes der Einsatz seines Vorgängers, der die Würfel abgeben musste und erst dann die Einsätze der Spieler rechter Hand, bis der Bankbetrag erreicht ist. Gewann der Spieler aber gerade eine Partie, gilt der im vorangegangenen Spiel höchste Einsatz eines Spielers als Erstes, ehe bis zum Erreichen des Bankbetrages die der rechter Hand stehenden Spielereinsätze mit hinzugezogen werden. Diese Regelung gilt im Übrigen auch, sofern die Würfel des Shooters von seinem Vorgänger freiwillig weiter gegeben wurden. Letztlich ist noch die Variante möglich, in der der Spieler durch einen Crap das Spiel verlor und nun ein neues Banco legt. Hier gilt zunächst der vorherige höchste Einsatz als Grundlage und erst dann die Einsätze aller weiteren Spieler rechter Hand.

Nebenwetten

Natürlich können auch die Spieler untereinander so genannte Nebenwetten – sie werden Side bets genannt – abschließen. Solche Wetten beinhalten in der Regel die Vermutung darüber, welche Summe im nächsten Wurf fällt oder eben auch nicht fällt. Ebenso kann gewettet werden, dass eine bestimmte Summe vor einer Sieben fällt oder dies nicht tut. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig.

Im Vergleich zum Privaten Spiel sind die Grundregeln des Craps im Casino gleich geartet. Der wichtigste Unterschied liegt einzig und alleine darin, dass die Spieleinsätze nicht unter den Spielern ablaufen, sondern alles gegen die Bank gespielt wird. Dies gilt auch für etwaige Nebenwetten. Jeder im Besitz der Würfel darf hier so lange spielen, bis er durch einen Point verliert. Insgesamt gibt es neun verschiedene Wetten, die man während eines Casino-Craps abgeben kann, allerdings werden nicht alle Neun von allen Casinos weltweit akzeptiert, so dass sich hier vor Ort erkundigt werden sollte, welche Regeln gerade aktuell sind.
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