Nachdem der Sonntag mit unvorstellbaren 45 € Gewinn ja schon ein unbeschreiblicher Erfolg war [/ironieaus], ging es am Montag grad wieder nach Saarbrücken. Diesmal um halb neun angekommen, durfte ich mich grad schon wieder in eine Warteschleife von mit mir vier Spielern einreihen, was bei Spielern mit Sitzfleisch mehrere Stunden dauern konnte. Diese Befürchtung hat sich leider bewahrheitet und so stand ich auch zweieinhalb Stunden danach (zwar an erster Stelle, aber) immernoch in der Warteschleife. In der Zwischenzeit habe ich mich auf die Warteliste der Live-Tische (Blinds 5 € / 10 €) eintragen lassen, was sich neben mir auch noch acht andere Spieler taten, so dass neben den zwei stets geöffneten Live-Tischen auch noch ein dritter Tisch geöffnet wurde, der nur bei entsprechendem Andrang geöffnet wird. In Position saß ich dann neben einem guten Bekanntn aus dem Casino von mir, der nach schlechtem Start am „2er-Tisch“ (der von der Spielstärke und den Stacks her zweitstärkste Tisch) schon ca. 300 € Plus machen konnte. 
 
Das Spielgeschehen began mit dem üblichen Austeilen der Karten für den Dealer-Button und schwupp-di-wupp bekam ich das A. Das Gegröhle am Tisch war groß und ich konnte mir Kommentare wie „Das ist ein gutes Zeichen! Wartet mal ab!“ nicht verkneifen. Mit diesem Selbstvertrauen gepaart mit dem nötigen Dummgeschwätz ging die Action on the Button mit A8 los. Vier Limper inkl. mir, Testbet 30 €Â auf K82 Rainbow-Board und Conti-Bet 60 € nach Turn 10 brachten mir den ersten Pot. Von den ersten zehn Pöten konnte ich ungelogen 60 % der Hände spielbar bezeichnen (auch sowas wie z.B. 56 late position gelimpt) und jeden einzelnen gespielten Pot spätestens im Showdown gewinnen – dem Ace of Spades sei Dank 😀 Die Krönung meiner ersten Hände war die genau 8. Hand: sechs Limper lassen mich im SB QQ empfangen. Ich raise unter Stöhnen der anderen Spieler (es war ein wirklicher Friendly Table mit viel Table Talk) auf 80 € und kriege immer noch drei Caller. Gefallen tut mir das ganz und gar nicht, denn mit Queens will ich alles andere als gegen drei weitere Spieler den Flop sehen und innerlich verfluche ich schon meinen hohen Raise – bis zum Flop: Q97!!! Im ersten Moment will ich mein Top-Set slow spielen und checken, spiel den 285 € Pot aber aus zwei Gründen mit 150 € an: 1.) die knapp über halbe Potsize könnte es noch nach einer Conti-Bet aussehen lassen und 2.) trotz Rainbow-Board und den Calls bei starkem Raise, habe ich Angst vor einer (Runner-Runner-)Straight… Erneut zwei Caller und 'ne 8 am Turn lassen mich meine verbliebenen 70 € in die Mitte schieben. Ein Spieler hat von Pot Odds und Commitment scheinbar noch nie was gehört und foldet, der andere callt. Der River bringt eine der verbliebenen Scarecards: 10! Gott sei Dank keine Overcard, aber eine göttliche Karte für JJ. Ich drehe mein Top-Set um, der andere liftet seine Karten kurz, schaut sich das Board an und muckt… Puuuuuhhhh… „Schnell her mit den Chips“ denk ich mir, bevor er sich es anders überlegt 😉 … 875 € nach nur ein paar Händen und gerade mal 200 € Starting Stack tun meinem Umzug richtig, richtig gut. 
 
Nach gut 25-30 Händen hatte sich auch meine VPIP% deutlich reduziert und der Abend brachte keine außergewöhnlichen Hände mehr, trotzdem aber noch einige Pöte: genau 1.170 € cashte ich am Abend aus, zu Spitzenzeiten waren es sogar fast 1.400 € am Tisch!!! Für Donnerstag habe ich mich nochmal mit meinem Bekannten verabredet, kann aber auch sein, dass es mich heute nochmal nach Saarbrücken zieht – wen wunderts… 
 
Euer Gambit 
 
P.S.: Achja, eine Hand fällt mir doch noch ein. Einen knapp 150 € All-In Call ersparte mir ein sau dämlicher Fisch, indem er bei einem AA10-Board und nur knappen 100 € im Pot mit besagtem Stack All-In pushte und grinsend fragte, ob er noch Geldscheine setzen dürfte *looooool* Ich dankte Ihm, nahm Ihm später dann den Rest seiner Kohle ab und foldete A4o 😎