Lasst mich nach wiedermal sehr langer Zwangsabstinenz die besten Nachrichten vorweg verkünden: ICH HABE WIEDER INTERNET!!! Das sind für den März die mit Abstand besten Nachrichten, die ich Euch verkünden kann. Geht davon aus, dass ich von nun an wieder regelmäßiger blogge und hoffentlich nicht mehr nur von meinen Live-Besuchen schreiben muss.  
 
Nichts desto trotz möchte ich den hälftigen März, inkl. dem gestrigen Abend, kurz Revue passieren lassen: bisher 6x kam ich im März ins Casino und spielte nebenher auch ein Rebuy-NL-Turnier in Saarbrücken, sowie das Round-per-Round in Wiesbaden. Beide Turniere, wie auch das Cashgame verlief ziemlich schlecht: im Round-per-Round verlor ich einen Coinflip, um dann einen Re-Raise mit Medium Stack nicht zu callen und dann Short Stack irgendwann als 12. (von 40) auszuscheiden. Das anschließende Cashgame ergänzte dann den Verlust auf insgesamt be*** ca. 1.200 € – bis zu dem Zeitpunkt hatte ich den Gewinn aus dem Februar (sechs Besuche) mit 2.325 € fast komplett wieder abgegeben.  
 
Gestern kam dann Gott-sei-Dank ein später Turnaround: eine Stunde vor dem eigentlich Live-CG spielte ich noch ein bisschen 2/4 am E-Table und grindete insgesamt 290 €. Guten Mutes ergänzte ich diesen Gewinn ein klein wenig und startete dann am 2. Live-Table 5/10 mit 300 €. Nach ereignislosen 3 Stunden (kein Witz!) und nachgestackten 200 € hatte ich bereits sieben Pockets ohne Set postflop folden müssen, um dann im BB mit 10  8  und 115 € Rest limpen zu dürfen. Der SB raist 40 € auf einem Flop mit 975 (2x Karo). Ich pushe instantly, werde 2x gecallt und SB foldet. Mit gehofften 18, aber realistisch 15 Outs trifft die Q  den Turn, River <blank> und ich kassiere den Mainpot von knapp unter 400 €. Innerlich war ich an diesem Abend sehr froh nun wieder in Richtung Starting Stack zu gehen und wollte eigentlich bei 500+ € vorzeitig nach Hause fahren. Wenige Hände später (350 € Rest) raise ich in MP AKo auf 50 €, werde vom Button ge-min-reraist (was für geile Worte man in der Pokerwelt nutzen kann!!!), um mit dem Rest zu pushen. Button callt, bis zum River liegen nur Low-Cards, River A und ich schlage seine Pocket Queens. Typisches AKo Overplay, aber auch typischer Coinflip (was den Spielzug aber nicht aufwertet). Es ging weiter Schlag-auf-Schlag: wieder nur 3-4 Hände später erweist sich das ewig lange Warten dann doch als Positiv à rote Asse im BB auch noch! Zwei MP-Caller, CO raist auf 7-fachen BB, ich min-reraise auf 140 € und werde vom CO gecallt. Er spielt den Flop J  10  5  mit 150 € an, was mich sehr überraschte, da er zwar viele Hände raist und kleine Raises callt, Conti-Bets in der Größenordnung aber nur mit wirklich starken Händen kommen. Ich halte es in dem Moment für unwahrscheinlich, dass er AJo/s spielt, setze Ihn deshalb auf KK/QQ und calle nur. Turn 7 , er bettet weitere 150 € und ich gehe mit Rest ca. 350 € All-In und zögerlich aber ohne große Überlegung gecallt. Mit der Q <non-spades> sehe ich mich beaten, mit der Last Action zeige ich Ihm die Asse und er muckt. Später sagt er mir, dass er sehr stark war und er mir alles gegeben hat, nur keine Asse à da hatten wir wohl das typische AA vs. KK. 😉  
 
Schlussendlich konnte ich etwas über 1.000 € Gewinn mitnehmen (inkl. E-Table), ärgerte mich aber noch über folgende Hand: im CO bekomme ich 2x hintereinander 9  7  und nach dem ersten Limp folde ich sie bei drei Limpern und einem Raise auf 40 €. Flop kommt 10  8  5 , einem kleinen Raise und zwei Callern folgt der J  und das All-In von zwei Spielern mit insgesamt ca. 700 weiteren Euro. Beide Spielen High Card: ein Bluff und ein verpasster Flushdraw. Hätte, hätte, Fahrradkette…  
 
Die Woche will ich mal schauen, ob ich mir nicht auch online ein schönes Ziel finde, um auch wieder online Spass am Pokern zu finden. In meinen ersten Tagen Internet habe ich mit einem geringen Restguthaben auf Tower Gaming wieder zum OH8 gefunden. Mag sein, dass ich mich dort wieder heimisch fühlen werde und mein Glück online wieder im OH8 suche – back 2 the roots, quasi… 😉  
 
Euer Gambit