Geschrieben von: Zartbitter Mittwoch, 11. November 2009 um 20:21 Uhr
Leere ist vielleicht nicht das passende Wort, aber das erste das dir einfällt und doch irgendwie trifft es genau. Es trifft auf den Punkt wie du dich fühlst. Du fühlst dich klein und schwach, ja fast schon hilflos und es ist dir egal. Dinge die dir früher Freude bereitet haben, sind zu Nichtigkeiten geworden. Und eigentlich fühlst du dich wie lebendig Tot, denn du fühlst nichts mehr. Erst nach sehr intensivem Nachfühlen kommt eine Flut von Emotionen hoch, wobei eine tiefe Traurigkeit das meiste verschluckt. Alles was übrig bleibt ist der kleine traurig graue Rest deines Selbst, das du früher mal mit “ich“ betitelt hast. So, oder so ähnlich, geht es jedem 5ten (!) Menschen einmal in seinem Leben.
20% der Erwachsenen in Deutschland erkranken einmal in ihrem Leben an einer Depression1. Allerdings wird nur die Hälfte der Erkrankungen entdeckt und behandelt. Depressionen sind mittlerweile eine Volkskrankheit, die bei 10-15% der Betroffenen im Selbstmord endet. Eine Volkskrankheit die keinen Unterschied zwischen sozialen Schichten, Geschlecht, Kultur noch Alter macht. Eine Krankheit die weiterhin ein Tabu Thema ist, trotz Tausender Betroffenen. „Und was hat das ganze jetzt mit Poker zu tun?“, wird der ein oder andere sich nun fragen. Nun, soviel wie mit dem täglichen Leben, denn es kann jeden treffen und das ohne Vorwarnung. Auch die Pokerszene bleibt davon nicht verschont. Mike Matusow ist einer der wenigen Größen der Pokerszene der sich öffentlich zu seiner Erkrankung bekannt hat. Allerdings ist er von einer besonderen Form der Depression betroffen, der bipolaren affektiven Störung, die neben depressiven Episoden auch durch manische Episoden gekennzeichnet ist. Nebenbei Angemerkt, viele Spielsüchtige2 haben als Ursache ihrer Sucht eigentlich eine Depression als Grunderkrankung, die Spielsucht hat sich im Laufe der Zeit als eine Art destruktive Bewältigungsstrategien manifestiert. Dies nimmt der Betroffene aber nicht mehr als destruktives Verhalten wahr.
Auf der einen Seite ist diese Erkrankung ein Tabuthema, auf der anderen Seite ist es in Mode ein bisschen depressiv zu sein. Siehe nur das jugendkulturelles Modephänomen Emo, oder wie leichtfertig man sagt „ach irgendwie bin ich heute etwas depressiv“.
Eine tatsächliche Depression ist eine schwere Erkrankung die behandelt werden muss, denn der Botenstoffhaushalt (Neurotransmitter -> Serotonin) des Gehirns ist bei einer Depression gestört. Das ist nichts was einfach mal so wieder weggeht! Depressionen sind heute sehr gut behandelbar, je nach Form sogar vollständig heilbar. Es gibt verschiedene Therapieansätze, die durch einen Neurologen auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt werden. Wer den Verdacht hat an einer Depression erkrankt zu sein, den möchte ich bitten sich an einen Arzt des Vertrauens zu wenden und sich die fachmännische Hilfe zu holen, die jedem Menschen zusteht!
Zartbitter
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Das du das Thema mit Enke grad deswegen angesprochen hast leuchtet mir jetzt ein.
Dann auf bald =)
Ich lese auch gerne konstruktive Kritik, denn sie hilft mir besser zu werden. Was mir hingegen nichts bringt ist ein ständiges Wiederholen von "kein Bezug zu Poker". Denn hier scheiden sich die Geister an der Definition.
Dann hast du einen Punkt angesprochen, der auch mir auf den Keks geht. Denn ich stelle mir die Frage, wer richtet den Familien von den "anderen" Anonymen 15% sein Beileid aus? Niemand!
Und genau das war einer der Gründe warum ich diesen Text geschrieben habe. Es ist nichts neues das die Selbstmordrate bei schweren depressiven Erkrankungen sehr hoch ist. Und es sind sehr viele Menschen betroffen und dennoch hat es die Medien bis vor ein paar Tagen nie wirklich interessiert. Gerade jetzt gegen Ende des Jahres schnellt die Selbstmordrate wieder hoch, dies könnte man eindämmen wenn man den unentdeckten Betroffenen rechtzeitig Hilfe anbietet. Da aber in Deutschland die öffentliche Aufklärung über die Erkrankung Depressionen sehr schlecht ist, ist dies ein Punkt den man aufgreifen kann.
Und genau hier habe ich angesetzt.
mir gefällt grade das auch etwas waqs nich 1000fach im forum zu finden ist hier geschrieben wird.
ming hat natürlich recht.es gibt die kommentarfunktion um zu kommentieren.ich pers kommrntiere aber nur sachen die mich interessieren oder die ich irgendwie meine kommentieren zu müssen weil evtl auch mist geschrieben wird.wenn ich aber was kritisiere dann sollte es doch fundierter sein als "is halt meine meinung" oder "geht mir aufn keks"!
die kommentare hier gegen posts ohne pokerbezug sind jedenfalls föllig daneben!es ist def vom admin gewünscht das hier nicht nur pokern thematisiert wird.wers nich lesen will lässt es!alle 8 monate n kommentar hier reinzustellen hat def weniger mit bloggen zu tun!
Das mit Robert Enke geht mir allgemein ein wenig auf den Keks. Ich meine, es gibt bestimmt 50 Leute täglich die sich wegen solchen Problemen umbringen und nur weil er berümht ist soll man trauern oder wie? Nix für mich, fand das schon bei MJ nervig. Klar isses tragisch, aber nunja...ich hoffe man versteh was ich meine.
So, das wars.
Ich hoffe dein nächster Beitrag gefällt mir wieder besser.
mfg minq
Ich selbst würd mich eher in den berreich "stimmungsschwankend" als depresiv einordnen, aber auch das ist manchmal mehr als genug... klar gibt es auch depresive Pokerspieler, aber das hast du sicher nur erwähnt um nen Bezug zum pokern her zu stellen... Und das brauchst du wenn du mich fragst nicht... ich lese hier sehr gerne was du schreibst... ob mit oder ohne poker content ... für den pokercontent gibt es außerdem ja auch noch gefühlte 25 andere blogger!
Ich kann es nicht jedem recht machen minq.
Findet euch dabei ab, oder beschwert euch doch einfach direkt beim Admin.
Ich sehe da keinen persönlichen Bezug, der Pokerbezug ist auch eher wischiwaschi und sonst find ich hat der Artikel relativ wenig Sinn. Tut mir leid =) Jeder der Blogger kann zwar schreiben, was er will, aber gut finden muss man das ja nicht immer