Meinen Versprechungen von gestern will ich nun auch gerecht werden und ein klein wenig über den vergangenen Monat berichten. Anders als meine Vorblogger beziehen sich meine Ausführungen ausschließlich auf das unrentable Live-Cashgame – VONWEGEN!   
 
Unrentabel ist anders: die ersten Besuche (schon berichtet) waren ja bereits vielversprechend und auch wenn man erst nicht davon ausgehen konnte, dass dieser „Upswing“ bzw. die ersten Erfahrungen aus dem Januar eine langfristige Richtung vorgegeben haben, lief es genau so weiter!!! Doch ich will hier nicht (direkt zu Anfang *hüstel*) mit irgendwelchen Summen prahlen, sondern vielleicht auch ein klein wenig Hilfestellung geben für angehende Live-CG-Spieler oder Leute, die es einfach mal probieren wollen.  
 
Bereits im letzten Jahr habe ich mir ausführliche Gedanken gemacht, wie ich mit eventuellen Gewinnen und Verlusten umgehen möchte. Hier habe ich den einzigen (BRM-)unsinnigen und gewagten Schritt gemacht: ich habe mir selbst einen möglichen Verlust von 1.000 € auf NL 5 € / 10 € von Anfang an zugestanden, um überhaupt eine BR in der Hinterhand haben zu können, denn irgendwelche Online- oder sonstige Konten konnte ich nicht plündern, um live durchzustarten; die Gewinne aus dem letzten Quartal 2007 gingen komplett für den Umzug drauf. Direkt mit meinem ersten Besuch der Spielbank Saarbrücken war ich somit „zum Gewinnen verdammt“!   
 
Aber was soll ich sagen?! Auch wenn es BRM-technisch eine komplette Bankrotterklärung hätte sein können, spielte ich an insgesamt 12 Abenden im Januar mit 300 € Starting Stack (und musste mehr als einmal nachcashen…). Insgesamt verfolge ich auch jetzt noch folgendes BRM: die ersten 500 € Gewinn in jedem Kalendermonat fließen auf mein stinknormales Girokonto zur Deckung der „täglichen“ Ausgaben. Jeder weitere Euro fließt hälftig auf 1.) ein BR-Konto und 2.) auf ein Investitionskonto. Mit Ersterem wird jeder kommende Verlustabend bezahlt und die BRs für die kommenden Abende oder Buy-Ins für Turniere fließen von diesem Konto ab. Zweiteres nutze ich um meinen extravaganten Lebensstil zu finanzieren: Sex, Drugs & Rock’n’Roll sponsored by Poker!!! 😉 Ganz so ist es nicht, aber alle „Sonderausgaben“ werden von diesem Konto bezahlt…  
 
Was brachte der Januar nun im Detail? Als Fan von Statistiken will ich Euch mal ein paar Zahlen an den Kopf werfen, in der Hoffnung, dass sie jemand interessiert. Wie ich oben schon erwähnt habe, führte mich mein Hobby 12x ins Casino (davon 11x SB und 1x Wiesbaden) – 11x konnte ich den Abend mit einem Plus und nur ein einziges Mal mit einem Minus (dann aber direkt -700 €) beenden! Turniere spielte ich im Januar lediglich zwei und kam in Wiesbaden beim Rookie-Turnier mit Platz 4 ITM (+275 € nach Abzug von Kosten und Trinkgeld). Unter dem Strich standen im Januar sagenhafte 4.970 € an Gewinnen, ebenso nach Abzug sämtlicher Kosten, Verlusten und Shares – eben diese Shares brachten mir weitere +35 €, so dass ich fast eine Punktlandung bei 5.005 € mein stolzes Ergebnis für Januar nennen kann. Habe ich irgendwo erwähnt, dass das knapp 74 Full-stacked Buy-Ins auf NL100 in $ sind? *gaaaaanz frechgrins!* 😉  
 
D.h. für Februar folgende Ausgangssituation: meine BR beträgt (natürlich ohne die eingeplanten 1.000 € Verlustspanne) 1.765 €, mein Investitionskonto nur noch 595 €, hehehe: ein iPod Touch 16GB, ein LG 42“ LCD, ein passendes Yamaha Soundsystem inkl. Subwoofer, einen Panasonic DVD/Festplattenrekorder, `ne Wandhalterung und eine passende TV-Bank für die Komponenten haben mich einen Großteil des I-Kontos plündern lassen, denn auch der Februar hat bereits die 500 € – Grenze überschritten – mehr dazu aber erst später 😉  
 
Ihr seht, trotz langer Online-Abstinenz kann ich mich keineswegs beklagen und werde mich heute abend sehr entspannt zu einem 100 € Turnier in der Spielbank Saarbrücken einfinden. An meinem Jahresziel von 10.000 € Live-CG-Gewinnen halte ich erstmal fest, hoffe dies aber bald korrigieren zu können. Mal sehen wann ich soweit bin!!!  
 
In diesem Sinne, Euer Gambit