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Geschrieben von: Victor Donnerstag, 22. September 2011 um 19:36 Uhr

2011-09-24_fulltiltdead„Sein Körper explodierte einfach wie ein mit Fleisch gefüllter Ballon.“ So berichtet Rose, Charly Harpers Stalkerin aus der Serie „Two and a half man“, vom wenig glamourösen Abgang des saufenden Schürzenjägers. Charly nahm das Leben leicht und  kam meistens damit durch. Er verdiente sein Geld fast im Schlaf mit dem Schreiben von Werbejingles. Den größeren Teil davon verprasste er mit Frauen, Sportwetten und Ausflügen nach Vegas. Seine Philosophie war einfach: „Wenn du verlierst, dann musst du einfach höher setzen, um den Verlust wieder reinzuholen. Sonst stehen eines Tages Männer mit Hackfressen vor deiner Tür, die dein Bookie geschickt hat. Und dann hast du ein Problem!“
Dem schnellen Ende des Serienhelden – angeblich wird er von einem Zug überrollt – ging im wahren Leben der lange Abschied des Darstellers Charlie Sheen voraus, der noch ein paar Monate lange um seinen Job gekämpft hatte. Verloren hatte er ihn wegen ein paar Exzessen, Aussetzern und übler Nachrede. Kurz, er hatte sich daneben benommen. Und das offenbar gründlich, denn es geht das Gerücht, dass CBS und Warner nicht einmal davor zurückschreckten, Sheen den Rausschmiss mit 100 Millionen Dollar zu vergolden. So geht eine Ära zu Ende.
Und irgendwie ähnelt diese Dramaturgie dem langen Sterben von Full Tilt Poker. Full Tilt – das war der Sunnyboy der Pokerwelt. Es fiel ihm alles zu, doch irgendwie wurden die, die das Ganze aufgezogen haben, übermütig. Sie glaubten, sie würden mit allem durchkommen, ganz egal, wie schlimm sie es auch trieben. Die Geldmaschine Full Tilt spuckte Dollar auf Dollar aus und Leute wie Lederer, Fergueson und Bitar bedienten sich reichlich. Sie hielten sich für unangreifbar sie konnten sich nicht vorstellen, dass eines Tages ein paar Hackfressen vor der Tür stehen und ihren Anteil wollen.
Vor gut fünf Monaten war es so weit. Die Hackfressen trugen auf der Brust das Abzeichen des Departement of Justice und, anstatt anzuklopfen, vernagelten sie gleich den ganzen Laden. Der Tag ging als Schwarzer Freitag in die Geschichte des Poker ein und wird den meisten in bleibender Erinnerung sein.

Ich kann mich noch gut an die Wochen danach erinnern, als ich mich fragte, ob ich mein Geld wiedersehen würde. Es wäre das zweite Mal gewesen, dass ein Pokerraum einen Teil meiner Bankroll mit ins Nirvana genommen hätte. Ein Freund versuchte  mich zu beschwichtigen. Ich wunderte mich überhaupt, über die überall zur Schau gestellte Gelassenheit, oder sagen wir den Mangel an Vorstellungsvermögen, dass Full Tilt vielleicht nicht so geführt worden war, wie man es sich gewünscht hätte. Der Freund wollte jedenfalls nicht glauben, dass Full Tilt sich ein derart gutes Geschäft vermiesen würde, indem man zum Beispiel die Spieler nicht auszahle. Er glaubte das noch, als PokerStars längst seine Spieler ausbezahlt hatte.
Seither gibt es hin und wieder Nachrichten, die uns hinhalten sollen. Gerüchte, dass doch noch ein Investor gefunden werden könnte, der alles rausreißt und vielleicht auch die 150 bis 300 Milllionen locker macht für die geprellten Spieler. Solche Verlautbarungen kommen aus dem Umkreis der Verhandlungen mit der Alderney Gambling Control Commission, die mit ewiger Verspätung dann doch noch Full Tilt die Lizenz entzogen haben. Seitdem wird hinter verschlossenen Türen verhandelt. Wie obskur das ist, was da verheimlicht werden soll, kann man sich in fünf Minuten zusammenreimen und schon wird einem übel. Es ist wie das Omerta der Mafia. Die Alderney Gambling Control Commission gehört ebenso dicht gemacht wie Full Tilt Poker. Allein schon deshalb: Sie haben viel zu spät gehandelt und sie haben noch nicht einmal im Interesse der Spieler gehandelt. Und dieses erbärmliche Schauspiel schadet dem Spiel, das die meisten von uns gerne spielen.
Aus dem Schwarzen Freitag wurde jetzt der „Terrible Tuesday“ (http://wickedchopspoker.com/wicked-chops-podcast-terrible-tuesday/). Die Staatsanwaltschaft macht ernst. Howard Lederer, Jesus Fergueson und Rafe Furst werden wegen Betrugs angeklagt. Full Tilt habe zum Schluss wie ein Schneeballsystem funktioniert haben. Als wäre das nicht genug, verhandelt die Alderney Gambling Control Commission noch ein bisschen mit dem Kadaver – natürlich hinter verschlossenen Türen (http://www.gamblingcontrol.org/userfiles/frontpage/FTP_statement.pdf).

Es klingelt ...

Geschrieben von: Victor Sonntag, 05. Juni 2011 um 13:40 Uhr

Ivey schrie, und es klang nicht danach, als würde sich sein Anfall bald legen. Barry Greenstein, langjähriger Freund von Ivey und ein Vertrauter, hörte auf der anderen Seite des Apparats zu und kam nicht zu Wort. Ivey war auf Tilt.

Man muss sich das vorstellen, der coole Ivey, der am Pokertisch, auch wenn es mal nicht so läuft, kaum eine Miene verzieht, derselbe Ivey ist so getiltet, dass er einen seiner besten Freunde anschreit (http://www.pokerolymp.com/articles/show/news/10298/Barry+Greenstein+st%C3%A4rkt+Phil+Ivey+den+R%C3%BCcken). Und getiltet hat Ivey die Website, dessen Aushängeschild er war und an der er angeblich Anteile hält - Full Tilt Poker. Laut Greenstein ist Ivey verärgert darüber, wie das Management von Full Tilt die Pokerkrise seit dem Schwarzen Freitag handhabt. Viele Spieler warten noch immer auf ihr Geld, das seit Mitte April auf Konten von Full Tilt Poker eingefroren ist. Genau bestimmen lässt sich der Betrag nicht – häufig ist die Rede von 150 Millionen Dollar. Das ist genau der Betrag, auf den Philip Dennis Ivey, Jr. den Pokerraum Full Tilt Poker am Ende Mai verklagt hat (http://www.scribd.com/doc/56836292/Ivey-Tiltware-Complaint-060111). Und es ist auch genau der Betrag, den Full Tilt Poker bei der Suche nach Investoren oder Überbrückungskrediten genannt hat.

Das mag alles Zufall sein, aber Barry Greenstein hat angedeutet, dass da etwas im Busch sei. Ivey hatte bereits zuvor erklärt, dass er an der diesjährigen World Series of Poker nicht teilnehmen werden. Es sei schlicht nicht fair, wenn andere Spieler nicht an ihr Geld könnten, um sich einzukaufen.

Nicht alle haben Ivey so viel Ehrenhaftigkeit abgenommen. Andrew Robl warf ihm reinen Egoismus vor. Ivey versuche nur seinen “Arsch” zu retten (http://www.hochgepokert.com/2011/06/04/wsop-dramabomb-andrew-robl-kritisiert-phil-ivey-seine-aktion-war-%E2%80%9Eausschlieslich-egoistisch%E2%80%9C/). Robls Vorschlag wirkt jedoch reichlich naiv. Wenn es Ivey wirklich um die Spieler gehe, dann solle er doch die Spieler mit den Millionen entschädigen, die er als vermeintlicher Anteilseigner von Full Tilt Poker verdient habe. Nur warum sollte er das tun, wenn er zwar Anteilseigner, aber nicht verantwortlich für das schlechte Management von Full Tilt Poker ist. Inzwischen will sogar Pokernews-Eigentümer Tony G. nichts mehr von Full Tilt wissen und hat die Zusammenarbeit aufgekündigt. Die Seite sei nicht mehr sicher (http://forumserver.twoplustwo.com/29/news-views-gossip/pokernews-com-ends-business-ftp-1047495/).

Es ist inzwischen für jedermann ersichtlich, dass Full Tilt wesentlich schlechter auf die Ereignisse vorbereitet war als Poker Stars. Warum das so ist, hat Full Tilt bis zum heutigen Tag nicht plausibel erklärt. Das ist schlicht unentschuldbar. Online-Poker hat dadurch schweren Schaden genommen. Da kann Full Tilt, so oft sie wollen, behaupten, dass das Geschäft in Europa wie gewohnt weiterlaufe. Auch da dauert es teilweise Wochen, bis Spieler ihr Geld bekommen.

Die Retourkutsche von Full Tilt Poker ließ jedenfalls nicht lange auf sich warten. Ivey wurde vorgeworfen, er schulde Full Tilt Geld und habe Aufforderungen an der Bewältigung der Krise mitzuwirken, abgelehnt (http://www.pokern.com/news/online-poker/full-tilt-reagiert-auf-ivey-klage.html).

Es gibt Gerüchte, dass das Verhältnis zwischen Ivey und Full Tilt bereits vor dem Schwarzen Freitag getrübt gewesen sei. Angeblich habe er Geld auscashen wollen, sei aber gedrängt worden, darauf zu verzichten. Auch soll Ivey nach der Beschlagnahmung der Website und einiger Konten bereit gewesen sein, sich am Krisenmanagement zu beteiligen, seine Hilfe soll jedoch nicht erwünscht gewesen sein (http://sportofpoker.com/news/2011/6/1/phil-ivey-vs-full-tilt-early-analysis.html) .

Zugegeben, noch beruht vieles auf Spekulationen. Aber wenn nicht alles täuscht, hat Full Tilt wesentlich größere Probleme, als sie zugeben wollen. Dass Ivey nicht als Repräsentant einer Website auftreten will, die das Geld der Spieler nicht rausrückt, ist nicht nur verständlich, es ist auch konsequent dagegen vorzugehen. Wenn nicht er, wer dann? Ivey gegen Full Tilt – das könnte die größte Schlammschlacht werden, die die Welt des Online-Poker je gesehen hat.

Geschrieben von: Victor Mittwoch, 13. April 2011 um 19:32 Uhr

vv-peatdavidDas erste Mal begegnete mir David “Viffer” Peat in einer Folge von Poker after Dark. Peat hatte seine Haare an den Schläfen lila gefärbt und sah irgendwie aus wie ein Cyberpunk-Verschnitt, der sich bei nächtlichen Touren durch das Internet eine mittelschwere Realitätsstörung eingefangen hatte. Jedenfalls blieb Viffer in der Folge von PAD trotz der Farbe im Haar ziemlich blass, zumindest in meiner Erinnerung.

Inzwischen weiß ich, dass er eine coole Sau ist, einer von den Jungs, die immer einen lässigen Spruch auf den Lippen haben und am Pokertisch hellwach sind.
David „Viffer“ Peat, irgendwie smart, wenn auch auf den ersten Blick nicht der große Sympath, nicht so bescheiden und zurückhaltend wie John Juanda, nicht so lässig kalt und kontrolliert wie Phil Ivey, nicht so fesch und manieriert wie Tom Dwan. Viffer ist Viffer, irgendwie schräg und schlagfertig. Und einer wie Viffer trägt einen Sack schräger Geschichten mit sich herum.

Die schrägste ist die Geschichte, wie er zu seinem Spitznamen gekommen ist – Viffer. Motorradfans glauben vielleicht, sie haben eine Ahnung, ist aber nur eine falsche Fährte. Vom Viffer kann es nur eine derbe Geschichte geben, aus der wilden, schweren Jugend des David Peat. Er war 16 Jahre alt und befriedigte während einer Party ein Mädchen mit einem Billard Queue, als jemand ins Zimmer kam. Angetörnt wie sie war, sagte das Mädchen „He viffed me“, obwohl sie wohl sagen wollte: „He sticked me.“ Dann lief sie aus dem Zimmer. Und, na ja, vielleicht stimmt’s.

Die harte Kindheit gilt als einigermaßen gesichert.  Er wuchs auf in Ohio, irgendwo in der Gegend von Cleveland. Sein Vater verließ seine Mutter, als er drei war. Die Mutter heirate erneute, der Stiefvater wurde krank und verstarb, als David zehn war. Mit seinem Vater soll er seit 20 Jahren kein Wort mehr gesprochen haben, und mit seiner Mutter kommt er nicht klar. Nicht gerade das, was man enge Familienbande nennt.

Aber das kommt seinem Lebensstil entgegen. Andrew Brokos schrieb in seinem Blog mal, dass Viffer an den High Stakes Tischen von Pokerstars erzählte, dass er gerade den besten Sex seines Lebens gehabt hätte. Und es war irgendwie nicht klar, wie viel es ihn gekostet habe. Es soll irgendwo in London gewesen sein. Gewöhnlich macht Viffer keinen großes Getue um alle möglichen Eskapaden. Falls jemals ein Film über ihn gedreht würde, dann wäre es ein unterhaltsamer. Das sagt er selbst, es wäre eine Mischung aus Rounders, Farbe des Geldes und Blow. Obwohl Blow, das weiße Pulver, das mag Viffer nicht, die schlimmste Droge überhaupt. Viffer hat bis jetzt noch alles überstanden.

Viffer feiert viel und gern. Und wenn er dem vielen Geld und Frauen überdrüssig ist, beklagt er sich in Interviews, wie einsam das Pokerspiel mache und wie sehr er sich ein richtiges Lebens wünsche (http://pokergrump.blogspot.com/2008/10/poker-gems-174.html). Die üblichen menschlichen Probleme. Geld allein reicht nicht, macht die Sache aber tendenziell einfacher. Wer die Schule für Poker aufgebe, sei ein Idiot, findet Viffer. Für ihn selbst war nach der sechsten Klasse Schluss.

Angefangen hat Peat mit Poker auf Limits von $1 und $2 – in Zeiten, als die höchsten Einsätze $2 und $4 waren. Muss lange her sein. Es lief nicht gut, Viffer hatte zum Glück noch einen Job und musste sein Pokerspiel mehrmals mit Geld aus dem Job pampern. So um das Jahr 2000 herum ging er nach Vegas. Dort wurde er zu dem, was er ist. Einer der besten Cash Game Spieler der Welt. Viffer spielt eher selten online. Er spielt live. Die großen Online-Pros fordert er gelegentlich heraus, live gegen ihn zu spielen, zuletzt Viktor Isildur Blom.

Und immer, wenn ich mir Poker in der Glotze anschaue und Viffer sitzt mit am Tisch, dann weiß ich, dass die Zeit nicht ganz verloren ist. Zum Beispiel bei der ersten Episode der siebten Staffel von High Stakes Poker, zum Beispiel in dieser Hand. Vanessa Selbst hielt Damen, Esfandiari Td9d und der Amateur Phil Ruffin, der wohl auch Millionär ist, saß auf 33. Der Flop kam 4c9c3d. Esfandiari spielte $17.100 in den Pot von $20.800 an und Ruffin bezahlte. Doyle Brunson stieg mit einem Gut Shot aus. Selbst war an der Reihe und setzte $63.800, eine leichte Overbet, im Pot waren $55.000. Ruffin wurde nervös und wollte schon erhöhen, noch bevor Esfandiari seine Hand in den Muck senden konnte. Was der dann natürlich recht schnell tat. Ruffin erhöhte um $100.000. Das war der Moment, in dem sich Viffer einschaltete. “You got raised”, ahmte er eine irgendwie von einem Computer modulierte Stimme nach, die ich irgendwo schon mal gehört hatte. Als Warnung.  War aber nicht genug. Selbst ging broke


Das hätte vielleicht auch ein anderer Spieler gesehen, auch Selbst, wenn sie nicht nervös gewesen wäre bei ihrem ersten Auftritt von HSP. Großartig aber war Viffers Read in einer Hand, die etwa 20 Minuten später gespielt wurde. Sechs Spieler sahen den Flop von Jd4d3c, der durchgecheckt wurde. Der Turn brachte eine 6c. Selbst checkt mit 5s5d, Barry Greenstein spielt $10.000 an – im Pot waren $17.000. Esfandiari passt 9h7h, Croak passt 8s6h. Der dritte Amateur am Tisch bezahlt mit einem Flush Draw und Qc7c. Selbst geht mit. Der River bringt die KaroDame, einer der beiden Flush Draws ist damit angekommen. Selbst checkt, Greenstein checkt, Klein, der die beste Hand hält, spielt an – $23.000 in den $47.000-Pot. Selbst steigt aus, aber Barry Greenstein etscheidet sich dafür den Flush zu repräsentieren. Greenstein erhöht um $100.000. Klein legt die beste Hand weg.

Selbst sagt: „Gute Hand.“
Doch Viffer hat alles ganz anders gesehen.
„Das war keine gute Hand. Guter Einsatz, Barry!“

Dann erklärt er, dass es ein Fehler gewesen sei, dass er vor dem Flop ausgestiegen sei.
„Wenn du den Nut Flush hattest, dann war er gut“, sagt Greenstein.
Viffer schüttelt den Kopf, wie es nur ein Cyberpunk mit Realitätsstörung kann, er gackert: „Ah..., he... ich hatte zwei Paare, und die waren gut.“

Oder ihr lest ein altes Stück von Phil Laak über Viffer und habt Spaß. http://www.bluffmagazine.com/magazine/The-Sickest-Hand-Phil-Laak-682.htm

 

Geschrieben von: Pokerface Dienstag, 12. April 2011 um 11:20 Uhr

Endlich ist es soweit - unsere Website ist online!

Erst einmal vielen Dank an alle, die bei der Entwicklung unserer Pokerbricks und der Website mitgeholfen haben. Als kleines Dankeschön möchten wir uns mit Pokerbricks-Testsets im Wert von je 19,45€ besonders bei eKi.peTer und Ody aus dem Pokern.com-Forum für die Mitarbeit bedanken (bitte sendet uns eure Adressen, damit wir die Pakete rausschicken können).

Alle Anderen haben jetzt die Möglichkeit bei unserem Gewinnspiel eins von drei weiteren Pokerbricks-Testsets im Wert von je 19,45€ zu ergattern! Wie es geht? Ganz einfach:

  • Wir werden am kommenden Wochenende (16. - 17.04.) auf unserer Homepage ein Bild gegen ein neues Bild austauschen, auf dem ein Pokertisch voller Geldscheine zu sehen ist
  • Ihr gebt dann in diesem Thread euren Tipp ab, wie viele Pokerbricks-Dollar eurer Meinung nach auf dem Tisch liegen

  • Ein Test-Set gewinnt derjenige, der seinen Tipp am schnellsten abgegeben hat (natürlich erst nachdem das neue Bild auf unserer Website gepostet wurde)
  • Ein Test-Set geht an denjenigen, dessen Tipp dem Gesamtwert, der auf dem Tisch liegenden Scheine, am nächsten kommt
  • Ein letztes Test-Set geht an denjenigen, der uns per PN, E-Mail oder Comment am Besten erklären kann warum gerade er ein Pokerbricks-Testset haben will

Nochmals vielen Dank an euch alle und viel Erfolg bei dem Gewinnspiel!

Grüße, Pokerface

Geschrieben von: Dapapst Sonntag, 06. März 2011 um 13:05 Uhr


Mittlerweile liegt mein letzter Blogeintrag 12 Monate zurück. Damit wäre dieser Blog quasi tot, wenn der gute alte Victor nicht immer mal wieder einen seiner sehr guten Beiträge hier posten würde. Rückblickend kann ich sagen, dass in den letzten Jahren sehr viel passiert ist. Hätte man mir damals im Jahre 2005 gesagt, als ich angefangen habe um Spielgeld zu spielen, welchen Stellenwert pokern in meinem Leben einnehmen würde, dann hätte ich diese Person offensichtlich für verrückt erklärt. Angefangen zu bloggen habe ich dann im April im Jahre 2007 hier auf pokern.com

""""""""""April 2007""""""""
Guten morgen, ich hab gestern noch so bis 2 Uhr nachts gepokert
und konnte den Abend mit dem 1.Platz bei meinem letzten 20iger SitnGo beenden.
Nächstes Ziel meiner "PC-Kauf Challenge" bis Freitag ist die 1000$ Marke.

Wenn ich die geknackt habe, schaue ich mich mal nach nem Monitor um! :D
Ich weiß nicht ob ich heute zum pokern komme, bin zum Grillen eingeladen.

Videobloguptade gibt es auch bald.

Gruß Dapapst
""""""""""""""""""

Vieles in meinem Leben hat sich seitdem verändert. Ich habe unmengen von Leute kennen gelernt. Ganz oben auf der Liste stehen hier auch die Betreiber von Pokern.com. Tolle Zusammenarbeit und gute Freunde. Durch das Pokern habe ich mir eine finanzielle Unabhängigkeit gesichert, mein Studium finanziert,
die Welt bereist und an Charakterstärke gewonnen. In den letzten 6 Jahren bin ich auch "leider" erwachsener geworden. Woran ich das genau merke, weiß ich nicht. Aber vielleicht täusche ich mich auch. Pokerspieler im allgemeinen sind ja eher so die Kinder :)

Vor 5 Monaten habe ich dann mein Studium abgeschlossen. Nachdem ich fast 2 Jahre an meiner Diplomarbeit geschrieben und insgesamt 6 Jahre studiert habe, ist es vollbracht, die Visitenkarten müssen neu gedruckt werden. Von nun an steht da "Diplom Informatiker" drauf. Seitdem beschäftige ich mich mit sehr schweren Fragen. Wie sieht deine Zukunft aus ? Was ist der nächste logische Schritt? Was sind deine Ziele im Leben ? Ich hatte die Wahl zwischen
1. Promotionsstelle ( Doktorarbeit)
2. Jobangebot als Unternehmensberater (UB) bei Porsche
3. Jobangebot als Unternehmensberater bei einer kleinen Firma für Banken
Viele mögen sich jetzt vielleicht fragen, wie ist er dann an das Jobangebot als Unternehmensberater bei Porsche rangekommen ? Tjoar, ich kann euch Pokerspielern nur Mut machen. Ich habe meine Pokergeschichte in meine Bewerbung geschrieben. Offensichtlich in schöne Worte verpackt. Sowas wie: "Aktives Wissensmanagement", "Analyse von Spielstrategien", "Entwicklung neuer Lösungsansätze". Das machte meine Bewerbung sehr interessant und beim Vorstellungsgespräch hat dann einfach alles gepasst. Meine Sorge war halt wirklich überhaupt eingeladen zu werden, weil meine Noten nicht die besten sind.
Nach langen schlaflosen Nächten habe ich mich dann letzendlich für die UB für Banken entschieden. Drei Jahre für einen "wertlosen" Doktortitel erschienen mir verschwendete Zeit. Bei Porsche hätte ich mein komplettes Leben für diese Firma hingeben müssen. Bedeutet ein Leben aus dem Koffer ohne Lebensmittelpunkt. Die kleine Firma hingegen bietet mir persönliche Entfaltungsmöglichkeiten bei sehr guter Bezahlung. Am 1. April geht es los und ich freue mich schon sehr darauf. Ich hoffe, dass ich dort den selben Ehrgeiz entwickle und genauso erfolgreich sein werde wie beim Pokern.



Reisetechnisch war ich Anfang Januar mit ein paar Pokerfreunden auf einer "Trinktour" durch verschiedene Städte in Europa unterwegs. Insgesamt 10 Tage und es war saaaaau anstrengend. Eigentlich wollte ich dann nochmal 50 Tage richtig weit weg. Einfach abschalten. Daraus ist mal wieder nix geworden und so habe ich mich jetzt mit den selben Leuten nochmal für 10 Tage Surfcamp auf Fuerteventura angemeldet. Am 10. März gehts los. Und danach heißt es es dann. Arbeiten,Arbeiten, achja und Arbeiten!

Wellenreiten_auf_Fuerteventura
Die Frage, die sich mir jetzt stellt ist. Kriege ich arbeiten und pokern unter einem Hut? Mein Plan ist JA. Aktuell spiele ich so im Schnitt jeden Tag 2 Stunden. Ich hoffe, dass ich dieses Pensum neben dem Job ebenfalls halten kann.

Damit dieser Blogeintrag zumindestens ein wenig Pokercontent enthält. Pokern läuft so gut wie nie zuvor. Ich bin auf meinem Karriere Peak. Ich gebe unendlich viel private Coaching. Arbeite hart an meinem eigenem Spiel ( technisch und mental). Tausche mich mit anderen Regs aus. Aber es erfüllt mich halt nicht mehr so wie früher. Vegas werde ich wohl dieses Jahr leider ausfallen lassen müssen.

Für alle die es Interessiert: Ich golfe immernoch regelmäßig mit Figool. Ihm geht es gut und er pokert auch noch :)

Cliffs:
[x]Studium abgeschlossen
[x]Arbeitet ab 1. April als Unternehmensberater für Banken
[x]Fährt vorher nochmal 10 Tage Surfurlaub auf FuerteV.
[x]Pokertenisch aufm Heater und am Peak

 

Gruß Dapapst und bis zum nächsten Blogeintrag. Und danke nochmal an alle treuen Leser. Manche von euch lesen hier bestimmt auch schon 4 Jahre mit.

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